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Wildpark-Spaziergang in Potsdam ++ Last-Minute-Kekse ++ Leidenschaft für Räuchermännchen

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MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
heute, am Tag vor Heiligabend, ist es höchste Zeit für eine Bestandsaufnahme. Keine Sorge, ich plane hier keine politische Pandemie-Bilanz 2021 - die bekommen Sie in unserem täglichen MAZ Update. Es geht mir um die Weihnachtstage, denn: nur noch einmal schlafen, dann beginnt der Weihnachtstrubel so richtig.
Bei mir sind die Feiertage traditionell die Zeit, in der Weihnachtszauber und Jahresendmüdigkeit ins Duell gehen. Und so anstrengend und ermüdend das Jahr für viele von uns auch war, hoffe ich doch, dass es Ihnen geht wie mir - und der Zauber am Ende doch wieder gewinnt.
Seit Wochen wird familienintern geplant, was es Heiligabend zu essen gibt (Kartoffelsalat natürlich!), welcher Braten am Feiertag auf den Tisch kommt (das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Entenkeule und Rehrücken ist noch immer nicht entschieden, aber der Grünkohl fix und fertig) und ob nicht doch noch mal eine neue Ladung Plätzchen gebacken werden muss (ja!).
Dazu Geschenke besorgen, Geschenke verpacken, Geschenke verschicken - und andere empfangen, die nun unter dem bereits geschmückten Baum (auch so ein Punkt auf der Liste!) auf ihren Einsatz warten. Ja, schon der Advent ist trubelig, aber ohne Trubel ist es ja irgendwie auch nichts. Und damit ab in die Feiertage!
Liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Herzlichen Dank, dass Sie uns und unserem “Raus aufs Land”-Newsletter die Treue halten!
Mit dieser Newsletter-Ausgabe verabschieden wir uns in eine kurze Pause. Im neuen Jahr sind wir mir vielen neuen Ausflugstipps und kulinarischen Empfehlungen wieder für Sie da.
Herzliche Grüße!
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Spaziergang im Potsdamer Wildpark

Schnurgerade Alleen führen zu einem Wege-Stern im Wildpark. Foto: Varvara Smirnova
Schnurgerade Alleen führen zu einem Wege-Stern im Wildpark. Foto: Varvara Smirnova
Ein Spaziergang nach dem Festessen gehört an den Weihnachtsfeiertagen irgendwie dazu - bei Ihnen auch, liebe Leserinnen und Leser? Wie wäre es in diesem Jahr mit einer - je nach Wohnort - etwas weiter entfernteren Route? Wir nehmen Sie mit in den Wildpark, Peter Joseph Lennés vergessenen Garten in Potsdam.
Start ist am Forsthaus Sanssouci-Tor in der Forststraße hinter dem Bahnhof Park Sanssouci (erreichbar mit RE1, RB 21/22 sowie Bussen). Zwei Bronze-Hirsche, die Friedrich Wilhelm IV. bei Christian Daniel Rauch, einem der bedeutendsten Bildhauer des Klassizismus, in Auftrag gegeben hat, begrüßen uns am Eingang und leiten uns vorbei am Forsthaus auf die Hegemeisterallee in Richtung der „Wildmeisterei“. Von dort geht es links hinauf auf den Kellerberg, von dem man eine tolle Aussicht genießen kann - man sieht in der Ferne die Kuppel des Neuen Palais und das Belvedere auf dem Klausberg. Westlich des Kellerbergs finden wir den „Jagdgedenkstein Süd“. Über den Großen Hirschweg und den zentralen Wege-Stern geht es zurück zum Forsthaus.
Einer der zwei Bronze-Hirsche von Christian Daniel Rauch. Foto: Varvara Smirnova
Einer der zwei Bronze-Hirsche von Christian Daniel Rauch. Foto: Varvara Smirnova
Der Weg ist etwa 4,5 Kilometer lang und dauert rund 90 Minuten. Die Stecke ist leider nur bedingt barrierefrei, da die Waldwege auch mal etwas holprig werden. Aber bis zur Wildmeisterei kommt man relativ problemlos mit dem Rollstuhl.
Der Wildpark gilt mit seinen 29 Baumarten als artenreiches Waldgebiet mit einem Laubholzanteil von 40 Prozent. Mit ein wenig Glück sieht man eine Rotte Wildschweine oder auch mal ein scheues Reh. Die zahlreichen Hochsitze im Wald sind ein Zeichen dafür, dass der Wald aktiv bejagt wird, um den Baumbestand nachhaltig zu schützen.
Karte: Gesine Thränhardt
Karte: Gesine Thränhardt
Dieser Spaziergang verbindet Natur und Kultur auf besonders schöne Weise. Das malerisch angelegte Wegesystem von Lenné und die Forsthäuser von Persius sind stimmungsvoll in die Waldlandschaft eingebunden. Auf große Prachtbauten wurde verzichtet, dennoch wurden Wohn- und Wirtschaftsgebäude für die Förster angenehm gruppiert. Fuchs, Rehbock, Wildschwein und Hund verzieren zauberhaft die Gesimse. Alle Forsthäuser im Wildpark erscheinen durch eine geschickte Gestaltung der Fassaden übrigens ein wenig größer als sie eigentlich sind. Persius hat einen romantisch-mittelalterlichen Stil mit einem heiteren und leichten italienischen Villenstil kombiniert.
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Brandenburg für Genießer

So oder ähnlich könnten die Kekse aussehen, die in wenigen Minuten mit wenigen Zutaten gebacken sind. Foto: Panthermedia/Imago
So oder ähnlich könnten die Kekse aussehen, die in wenigen Minuten mit wenigen Zutaten gebacken sind. Foto: Panthermedia/Imago
Der Genießer-Tipp in dieser Woche passt zur Saison - es gibt Kekse. Der Clou: Das Rezept ist so simpel - wenige Zutaten treffen auf geringen Zeitaufwand -, dass es sich auch am Tag vor Heiligabend oder gern auch an einem Feiertag problemlos umsetzen lässt, wenn die Plätzchenbäckerei bisher zu kurz gekommen ist. Naja, oder eben wenn alle Vorräte schon weggenascht sind. Und keine Sorge: Der Zucker gleicht die gesunden Kerne wieder aus - schließlich wollen wir Sie nicht mit Gesundheitskeksen in die Feiertage schicken.
Die Zutaten:
500 g Sonnenblumenkerne
200 g gehackte Mandeln
2 Eier
200 g Zucker
Und so geht’s:
Alle Zutaten zu einer gleichmäßigen Masse vermischen, Backbleche mit Backpapier auslegen und darauf mittels zweier Teelöffel gleichmäßige Häufchen verteilen.
Die Kekse anschließend im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Ober-/Unterhitze 20 Minuten backen. Fertig!
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Raus in den Garten

Glücksklee ist ein beliebtes Geschenk zum Jahreswechsel. Foto: Seeliger/Imago
Glücksklee ist ein beliebtes Geschenk zum Jahreswechsel. Foto: Seeliger/Imago
Glücksklee (Oxalis deppei) ist ein beliebtes Mitbringsel zu Silvester. Wer lange Freude daran haben möchte, sollte ihn im Winter an einen hellen und kühlen, aber frostfreien Platz stellen. Er verträgt zwar viel Licht, aber keine trockene, warme Heizungsluft. Dadurch werden die Triebe lang und gakelig. Wenn man den Klee nach Silvester etwas eintrocknen lässt, bilden sich die Blätter zurück. Die kleinen Knollen werden aus der Erde genommen und bis zum Frühjahr kühl und trocken gelagert. Zum Antreiben kommen sie dann in einen Topf mit frischer Erde oder in den Garten. 
Ende Juni beginnt der Klee zu blühen. Die Blüten der etwa 25 Zentimeter hohen Staude sind rosa bis purpurrot. Sie zeigen sich bis in den Herbst. Es gibt aber auch weiße Varianten wie Oxalis deppei ,Alba’.
Der besondere Clou beim Glücksklee sind die Blätter. Im Gegensatz zum einheimischen Klee der Gattung Trifolium, einem Schmetterlingsblütengewächs, handelt es sich bei Oxalis deppei um ein Sauerkleegewächs. Die aus Mexiko stammende Art hat immer vier Blätter. Der in unseren Breiten gedeihende Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella) oder auch der Wiesenklee (Trifolium pratense) sind  dagegen in der Regel dreiblättrig. 
Der kleine Mexikaner unterscheidet sich auch in seiner Blattfärbung von hiesigen Sauerkleearten. Sein Laub ist hellgrün und hat im Zentrum einen bräunlichen Fleck. Bei Dunkelheit ziehen sich die Blätter zusammen wie ein Regenschirm. Mit den ersten Sonnenstrahlen gehen sie wieder auf. Als echte Südländerin hält die Pflanze auch Siesta. In der Mittagssonne klappt sie ihre Blätter zum Schutz vor Verdunstung zusammen.
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Fundstück der Woche

Uwe Kobers große Leidenschaft sind Räuchermännchen - er besitzt mehr als 1500 Figuren. Foto: Heidrun Voigt
Uwe Kobers große Leidenschaft sind Räuchermännchen - er besitzt mehr als 1500 Figuren. Foto: Heidrun Voigt
Natürlich soll es auch beim Fundstück der Woche festlich werden - und genau genommen beschränken wir uns auch längst nicht auf ein Fundstück. Aber von vorn.
Fragt man Uwe Korber aus Großbeeren (Teltow-Fläming), was er mit Weihnachten verbindet, gibt es vermutlich nur diese Antwort: Räuchermännchen. Die qualmenden Figuren aus dem Erzgebirge haben es ihm so sehr angetan, dass er inzwischen mehr als 1500 kleine und große Exemplare angesammelt hat. Sie stehen im Keller - und in der Adventszeit längst nicht nur dort.
Der 71-Jährige entdeckte seine Liebe zur erzgebirgischen Volkskunst in den siebziger Jahren. Eine Leidenschaft, der zu DDR-Zeiten nur derjenige richtig frönen konnte, der für die Bückware was zu bieten hatte. Uwe Kober hatte. „Zweimal im Jahr habe ich den Anhänger vollgeladen und bin mit dem Auto runter ins Erzgebirge“, erzählt er. Waschbecken, Apfelsinen, Autoteile und anderes an Bord ging es Richtung Süden. Als Handwerker hatte er Beziehungen: „Vitamin B“.
Der Sammler hat sich intensiv mit der Geschichte der Räuchermännchen beschäftigt. Jede seiner Figuren ist katalogisiert – mit Foto und Herstellerangaben.
Meine Kollegin Heidrun Voigt hat den Sammler besucht, durfte einen Blick in die 13 Vitrinen werfen. Ihren ausführlichen Bericht lesen Sie hier.
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