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Wasserwandern++Sternenpark++Schinken und Senf

Liebe Leserinnen, liebe Leser, kaum hat der Sommer begonnen, macht er auch schon wieder Pause. Ich we
MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
MAZ Raus aufs Land
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
kaum hat der Sommer begonnen, macht er auch schon wieder Pause. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber dass ich im Juli in die Tiefen meines Kleiderschranks kriechen muss, um die nicht ganz dünnen Pullis hervorzukramen, ist mir noch nicht so häufig passiert.
Immerhin eröffnen sich so aber Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die sonst zu dieser Jahreszeit eher nicht an erster Stelle stehen. Ich jedenfalls assoziiere den Sommer eigentlich nicht mit Hallenbädern oder Thermen. Beides ist nach dem Corona-Lockdown inzwischen wieder geöffnet - und bei um die 18 Grad Celsius Außentemperatur auch im Juli verlockend. Jedenfalls, wenn Sie wie ich eher nicht für kaltes Seewasser gemacht sind.
In der Fontane Therme in Neuruppin gibt es unter anderem eine schwimmende Seesauna, Schwebe- und Süßwasserpools und zwei Sole-Außenpools - und das bei jedem Wetter. Lust auf einen Besuch? Dann schauen Sie doch mal in unserer Kategorie „Wohin am Wochenende?“ weiter unten in diesem Newsletter vorbei. Dort haben Sie die Chance, Tageskarten zu gewinnen.
Wenn Sie trotz der kühleren Temperaturen lieber Zeit im Freien verbringen, empfehle ich Ihnen die aktuelle Radtour meines Kollegen Lars Sittig. Er war dieses Mal im Sternenpark Westhavelland unterwegs. Auf wahlweise 50 oder 69 Kilometern erkundet er vom Bahnhof Friesack aus das Ländchen Rhinow, genießt die tolle Aussicht vom Gollenberg bei Stölln und entdeckt die schönsten Seiten des Gülper Sees. Wie immer können Sie die „Landpartie mit Lars“ mit Hilfe seiner Tracking-Daten selbst nachfahren.
Für eine Stärkung vor oder nach der Tour haben wir in dieser Woche gleich zwei kulinarische Tipps für Sie: den bereits mit einer Goldmedaille prämierten ersten Zebu-Schinken des Landes aus dem Mittenwalder Ortsteil Telz (Dahme-Spreewald) und die vielseitigen Senfsorten der Klosterfelder Senfmühle. Letztere bieten mit milden und scharfen sowie fruchtigen Sorten für jeden Geschmack die passende Sorte. Ich persönlich mag es klassisch und empfehle „Mostrich nach Berliner Art“. Lecker!
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und viel Spaß mit der neuesten Ausgabe von „Raus aufs Land“. Lassen Sie sich inspirieren!
Herzliche Grüße
Ihre
Stephanie Philipp
Chefin vom Dienst Digital

Ausflug der Woche: Mit dem Rucksack-Kanu über den Krummen See

Norman Siehl ist der Geschäftsführer von Hikanoe. Foto: Feliks Todtmann
Norman Siehl ist der Geschäftsführer von Hikanoe. Foto: Feliks Todtmann
Wandern oder Wassersport - in der Regel muss man sich entscheiden oder vor einer Tour zumindest sehr genau planen, um beides miteinander zu verbinden. Eine Wildauer Firma will das ändern und verspricht mit einem Kanu im Rucksack deutlich mehr Flexibilität. Norman Siehl ist Geschäftsführer des Unternehmens Hikanoe, das die aufblasbaren Ultraleicht-Kajaks vermietet. Der Firmenname ist eine Wortneuschöpfung aus “Hiking”, englisch für wandern, und “Canoe”, Kanu. Siehl zeigt bei einer Tour am und auf dem Krummen See in Dahme-Spreewald, was das Rucksack-Kanu kann.
Zusammengepackt haben die “Pack Rafts” - Rucksackflöße, wie die Boote bei Hikanoe heißen - etwa die Maße eines großen Schlafsacks und passen bequem in einen Rucksack. Gewicht: unter vier Kilogramm. Auf- und Abbau dauern im Schnitt weniger als zehn Minuten.
Norman Siehl pumpt Luft in das Pack Raft. Foto: Feliks Todtmann
Norman Siehl pumpt Luft in das Pack Raft. Foto: Feliks Todtmann
Jeder Rucksack enthält ein Kanu, Sitzkissen, Gepäcknetz, Paddel und den Inflation Bag, den Aufblassack. Die Technik zum Aufpumpen der Boote ist simpel aber effizient: Der Sack wird mit dem Ventil verbunden und am anderen Ende zugedreht. Die eingeschlossene Luft wird durch die Drehbewegung ins Kanu gepresst.
Die Paddel lassen sich mühelos zusammenstecken und auf die eigene Körpergröße einstellen. Ihr Schaft besteht aus Carbon, die Blätter sind aus Glasfaser. „Bei uns muss alles leicht sein“, erklärt Siehl. Womit er nicht nur die Boote meint: Die Vermietung läuft über ein Formular auf der Website, verschickt werden die Pack Rafts per Post.
Am Tag vor dem Mietbeginn bekommen die Kunden ihr Rucksackkanu nach Hause geliefert. Nach der Reise schicken sie die Boote auf dem gleichen Weg zurück.
Die Pack Rafts finden bequem in einem Rucksack Platz. Foto: Feliks Todtmann
Die Pack Rafts finden bequem in einem Rucksack Platz. Foto: Feliks Todtmann
Mit einem Hikanoe auf dem Rücken ergeben sich für Wanderer völlig neue Möglichkeiten: Seen und Flüsse sind plötzlich keine Hindernisse mehr, sondern Teil der Wanderroute. Sogar ein Fahrrad lässt sich mit dem Aufblaskanu transportieren, wie Siehl sagt. Das Rad wird einfach mit dem Gepäcknetz am Bug des Bootes befestigt. 
Norman Siehl packt nach einer Paddeltour am östlichen Ufer des Krummen Sees sein Kanu zusammen und verstaut es wieder im Rucksack. Zu Fuß geht es drei Kilometer zurück zum Ausgangspunkt - mit Kanu auf dem Rücken, aber ohne Rückenschmerzen. Feliks Todtmann
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Radtour der Woche: Sternenpark Westhavelland

Lars Sittig erkundet Brandenburg am liebsten im Sattel.
Lars Sittig erkundet Brandenburg am liebsten im Sattel.
Möchten Sie mal wieder nach den Sternen greifen? Dann ist die Landpartie durch den Sternenpark Westhavelland genau das Richtige. Wegen der geringen „Lichtverschmutzung“ kann man die Sterne im Havelland außergewöhnlich gut beobachten. Aber auch tagsüber ist die Region im Nordwesten Brandenburg unbedingt einen Besuch wert.
Die MAZ-Tour startet am Bahnhof in Friesack, von dort geht es durch die wunderbar sommerliche Natur in das Ländchen Rhinow. Vom Gollenberg bei Stölln hat man eine tolle Aussicht – sogar das 20 Kilometer entfernte Havelberg ist zu erkennen, Rhinluch und Dossebruch ergießen sich in das Land wie ein großer Flickenteppich.
Der Gollenberg ist eines der Highlights dieser Tour.
Der Gollenberg ist eines der Highlights dieser Tour.
Auf dem Gipfel der 110 Meter hohen Erhebung gibt es ein Denkmal für den hier tödlich verunglückten Flugpionier Otto Lilienthal und viele spannende Infotafeln. Viel zu entdecken gibt es auch am Gülper See hinter dem Landstädtchen Rhinow. Das Naturschutzgebiet ist ein Vogelparadies und vom Beobachtungsturm hat man beste Aussichten auf das Gewässer und seine Bewohner.
Raubvögel kreisen am Himmel über dem Rhinluch.
Raubvögel kreisen am Himmel über dem Rhinluch.
Der Rückweg führt dann durch das Rhinluch, ein besonders grünes, stilles, abgelegenes Stück Brandenburg – hier ist der Plattenweg die Hauptstraße. Auch hier gibt es wieder viel Natur zu entdecken: Raubvögel kreisen am Himmel, Störche stolzieren über Wiesen, Felder mit Heuballen erstrecken sich bis zum Horizont, wo schließlich langsam die Fliederstadt Friesack auftaucht. 
Für eine detailliertere Ansicht klicken Sie bitte auf die Grafik.
Für eine detailliertere Ansicht klicken Sie bitte auf die Grafik.
Die Strecke: Variante eins: Rundkurs durch den Sternenpark, Länge 50 Kilometer (ohne Abstecher zum Gülper See, Fahrtzeit rund 3,5 Stunden).
Variante zwei: Große Tour (mit Abstecher zum Vogelbeobachtungsturm Gülper See), Länge 69 Kilometer (Fahrtzeit gut vier Stunden). Es gibt kleinere Teilstücke auf unbefestigten, aber gut befahrbaren Wegen. Zwischen Görne und Stölln wartet dann ein toller Radweg. Das letzte Teilstück durch das Rhinluch führt überwiegend über Plattenwege.
Die Tour ist, wenn man sich etwas mehr Zeit nimmt und vielleicht sogar eine Übernachtung zum Sterne beobachten einplant, auch für ältere Menschen und Kinder geeignet.
Im Video stellt Lars Sittig die Radtour durch den Sternenpark vor.
Im Video stellt Lars Sittig die Radtour durch den Sternenpark vor.
Die Highlights: Die Aussicht vom Gollenberg gehört sicher zu den schönsten Fernblicken in der Region, weil die Umgebung sehr flach ist. Auf dem Berg – der Absprung- und Unglücksstelle von Otto Lilienthal, nach dem der Flughafen Tegel benannt ist – sowie im Besucher-Zentrum in Stölln erhält man einen interessanten Einblick in das Leben des Flugpioniers. Auch die „Lady Agnes“, ein Düsenflugzeug der Interflug auf einer Wiese am Gollenberg, ist einen Besuch wert.
Foto: Tom Radziwill
Foto: Tom Radziwill
MAZ-Tipp: Eine Übernachtung buchen und sich nachts die Zeit nehmen, den Sternenhimmel anzuschauen. Wenn möglich, kann man es sich mit einer Decke gemütlich machen und eine Auszeit in einer lauen Sommernacht gönnen. Die Monate August und September sind dafür optimal, da es dann häufig klare Nächte gibt und der Himmel schön dunkel ist.
Zum Nachfahren: Die GPX-Daten der Strecke finden Sie wie immer in unserem MAZ-Profil auf Komoot.
Noch mehr Bilder und eine ausführlichere Beschreibung der Radtour gibt es hier.
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Brandenburg für Genießer

So sieht der Brandenburger Buckelschinken kurz vor dem Verzehr aus. Foto: privat
So sieht der Brandenburger Buckelschinken kurz vor dem Verzehr aus. Foto: privat
Der erste Zebu-Schinken Deutschlands kommt aus dem Mittenwalder Ortsteil Telz (Dahme-Spreewald) - und hat von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) auf Anhieb eine Goldmedaille bekommen. Landwirt Nils-Peter Czaja hält unter dem Namen Zebuland zwischen Zossen (Teltow-Fläming) und Mittenwalde eine etwa 200 Tiere große Herde. Aus dem Fleisch der Tiere ensteht der „Original Brandenburger Buckelschinken vom Zeburind“, wie das ausgezeichnete Lebensmittel heißt.
Nils-Peter Czaja bei seinen Zebus auf einer Telzer Weide. Foto: privat
Nils-Peter Czaja bei seinen Zebus auf einer Telzer Weide. Foto: privat
Fleischsommelier Ronny Paulusch hat den Schinken kreiert. Er und Czaja kennen sich seit Jahren. Nun feiern sie beide mit dieser Anerkennung einen bemerkenswerten Erfolg. Zwei Jahre lang dürfen Czaja und Paulusch nun mit dem DLG-Prädikat werben.
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Wohin am Wochenende?

Bei diesem Ausblick ist die Außentemperatur egal. Foto: Fontane Therme
Bei diesem Ausblick ist die Außentemperatur egal. Foto: Fontane Therme
Was für ein Ausblick auf den Ruppiner See! Die Fontane Therme im Neuruppiner Resort Mark Brandenburg empfängt seit Anfang Juli wieder Tagesgäste. Besucher haben die Qual der Wahl: Auf mehr als 5000 Quadratmetern Thermen- und Wellnesslandschaft warten eine schwimmende Seesauna, zwei Sole-Außenpools, Schwebe- und Süßwasserpool, acht Themensaunen, ein Gradierwerk zur Inhalation, Eisgrotte, Bibliothek, verschiedene Ruheräume und viele Sportkurse. Und das Beste daran: Die Therme lädt drei “Raus aufs Land”-Leser mit Begleitung zu einem Tagesbesuch ein. Hier geht es zu unserem Newsletter-exklusiven Gewinnspiel.
Bei einer Führung geht es auf Wittenberges Rathausturm. Foto: Gerhard Baack
Bei einer Führung geht es auf Wittenberges Rathausturm. Foto: Gerhard Baack
In Wittenberge finden am Sonnabend gleich zwei spannende Führungen statt: die „Singer-Tour“ über das ehemalige Werksgelände des Nähmaschinenwerkes mit anschließendem Uhrenturmaufstieg und die Rathausführung der Ackerbürgerin Mathilde mit anschließendem Aufstieg auf die Aussichtsplattform. Die Krux an der Sache: Teilnehmer müssen sich entscheiden. Denn beide starten um 11 Uhr vor der Touristinformation am Paul-Lincke-Platz. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 03877/929181 oder -82.
Ganz in Weiß: Ein „Diner en blanc“ findet am Sonntag statt. Foto: Christel Köster
Ganz in Weiß: Ein „Diner en blanc“ findet am Sonntag statt. Foto: Christel Köster
Wie wäre es mit einem schicken Essen unter freiem Himmel am Sonntag? Das Groß Glienicker Begegnungshaus im Norden von Potsdam lädt zum „Diner en blanc“ ein. An der Tafel - wegen Corona besteht diese aus vielen einzelnen Tischen - dürfen alle Besucher Platz nehmen, sofern sie sich in Weiß gekleidet haben (wenigstens das Oberteil). Tische, Bänke und Kaffee stehen bereit. Kuchen möge sich ein jeder selbst mitbringen, heißt es in der Einladung. Die Idee, ein gemeinsames Essen unter freiem Himmel zu organisieren, an dem auch unbekannte Gäste teilnehmen können, entstand in Frankreich und hat sich inzwischen weit verbreitet. Diniert wird in Groß Glienicke am Sonntag ab 15 Uhr am Begegnungshaus, Glienicker Dorfstraße 2. 
Antje Rietz tritt in Bad Belzig auf. Foto: Promo
Antje Rietz tritt in Bad Belzig auf. Foto: Promo
Einen musikalischen Ausflug in die Goldenen Zwanziger erlebt das Publikum am Sonntag um 16 Uhr im Kleinkunstwerk Bad Belzig. Antje Rietz, die Sängerin mit der Trompete, führt mit der ihr eigenen tiefgründigen Leichtigkeit und dem augenzwinkernden Charme durch dieses abwechslungsreiche und festliche Konzert voller Swing, Jazz und Poesie. Die Plätze im Kleinkunstwerk sind begrenzt, deshalb wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 033841/79 69 81 oder auf der Internetseite www.kleinkunstwerk-belzig.de.
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Tipps aus der Region

Heidelbeeren selber pflücken: Auf diesen Brandenburger Höfe ist es möglich
Hier können Sie Ihr Sommerbier draußen genießen 
Mit Theodor Fontane die Mark Brandenburg erkunden
"700 Jahre KW" im Dahmelandmuseum öffnet wieder
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... und raus aus Brandenburg

Ab an die Ostsee - oder doch lieber nicht? Die Urlaubsplanung ist in diesem Jahr wegen Corona alles andere als einfach. Wer sich gegen die Küste entscheidet, muss dennoch nicht auf Wasser verzichten. Wie wäre es stattdessen zum Beispiel mit einem Hausboot zum Herumschippern auf der Mecklenburgischen Seenplatte? Hier gibt es alle Tipps - auch für spontane Trips - im Überblick:
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Fundstück der Woche

Es gibt verschiedene Senfsorten - auch "Mostrich nach Berliner Art". Foto: privat
Es gibt verschiedene Senfsorten - auch "Mostrich nach Berliner Art". Foto: privat
Senf geht (fast) immer - vor allem, wenn die Auswahl so groß ist wie bei der Klosterfelder Senfmühle. Dort entstehen rund 40 verschiedene Senfspezialitäten - von fein bis grobkörnig und in den Geschmacksvarianten mild bis feurig scharf oder auch fruchtig. Das Besondere: Die Senfsaaten werden sehr langsam verarbeitet. “Schritt für Schritt gingen wir unseren Weg, entwickelten unsere eigenen Geschmack in Sachen Rohstoffe, Rezepte und Verarbeitung. Und stellten fest: Je langsamer, umso leckerer”, schreiben die Macher auf ihrer Internetseite.
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