Wanderung in Oberhavel++Landpartie um Meyenburg++Hochprozentige Rübchen

#67・
MAZ Raus aufs Land
86

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der September ist, auch wenn ich keine große Ahnung von Mechanik habe, ein Scharnier-Monat. Er verbindet den Sommer mit dem Herbst durch ein Gelenk, das man mitunter ölen muss. Wahrscheinlich müsste ich präziser sagen: Ich muss nicht das Scharnier ölen, sondern meinen Kopf. Denn vom Sommer in den Herbst, das ist ein Schritt, der auf die Stimmung schlagen kann. Für diesen Schritt braucht man mitunter Gummistiefel. Und eine Jacke mit Kapuze. Durch den September kann man nicht mehr sorglos stolpern, kurze Hose, Latschen, das reicht nicht mehr. Wie gesagt, Kapuze für den Kopf, ein Tröpfchen Öl für die Mechanik und für das Mentale.
Beim Ölen nehme ich am liebsten Federweißer. Ein leichter Wein, der sich noch auf dem Weg zum echten Wein befindet. Er gärt, in der Entwicklung liegt er zwischen Most und Alkohol. Ja, Federweißer ist ein Kind des Herbstes, eines seiner schönsten. Ich persönlich nehme den weißen, nicht den roten, ohne dass ich das begründen könnte. Begründen kann ich auch nur schwer den Streik der Lokomotivführer, auf den ich kommen muss, weil die Bahn an diesem Brandenburger Wochenende meine Rettung sind könnte - wenn sie fährt.
Zum Beispiel, um am Freitag ins Potsdamer Hans-Otto-Theater kommen? Ich möchte mir die Premiere von Shakespeares “Kaufmann von Venedig” ansehen. Mit dem Fahrrad wäre diese Fahrt für mich zu weit. Ein Auto habe ich nicht. Bleibt das Carsharing, Elektro-Autos, die ich mir für Stunden mieten kann. Es wird ein Hauen und Stechen um die Wagen geben, so ist es immer, wenn die Bahn nicht fährt.
Elektroautos sind wunderbar, sie beschleunigen wie ein Motorrad, schneller als jeder Benziner und jedes Dieselfahrzeug. Das ist nicht unbedingt der Grund, warum ich die Elektroautos nutze. Aber das agile, wendige und leise Wesen dieser Stromfahrzeuge haut mich um.
Leider ist die Reichweite mitunter gering. An die Ostsee kommt man kaum mit diesen Autos, zwischendurch müsste man die Batterie aufladen. Das kann dauern… Schon nach Rheinsberg ist es nicht ganz einfach, dabei ist das einer meiner Lieblingsorte in der Mark. Dort findet an diesem Wochenende das Festival für Alte Musik statt. Es wäre ein schöner Kontrast: Zur sehr betagten Gambe (einer Vorläuferin des Cellos) mit einem Auto der Zukunft fahren.
Falls es bis Rheinsberg nicht reicht, werde ich wieder Potsdam ins Visier nehmen – denn dort gibt es am Freitag nicht nur den “Kaufmann von Venedig”, sondern auch das internationale Theaterfestival Unidram. Es läuft noch bis Sonntag. Die Welt ist dort ein bisschen bunter als im echten Leben. Gerade wenn die Regenzeit beginnt, soll mir das recht sein.
Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.
Herzliche Grüße,
Ihr
Lars Grote
MAZ-Autor
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Brandenburg erleben, auf der EinheitsEXPO 2021
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Ausflug der Woche: Seen-Wanderung um Summt

Ein Highlight der Wanderung ist das Schloss Dammsmühle am Mühlenteich. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Ein Highlight der Wanderung ist das Schloss Dammsmühle am Mühlenteich. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Summt ist ein Name, der rein vom Sound her schon nach Blumenwiese und nach Bienen klingt. Glücklicherweise ist der Ort in Oberhavel nicht übermäßig bekannt, was ihn davor schützt, unter der Last seiner Besucher einzubrechen. Im Sommer lässt sich herrlich Baden im Summter See, der im Wald liegt. Nach Sonnenuntergang tanzen dort Menschen am Ufer, die Frauen in weiten Kleidern. Das jedenfalls hatte der Autor mitbekommen, als er dort zum Wandern war. Denn es lässt sich hier ein schöner Gang beginnen, acht Kilometer ist er lang, zwei Stunden dauert dieser Rundweg. Er ist leicht hügelig, in der Summe wandern wir 50 Meter hinauf und wieder hinab.
Wir starten an der Bushaltestelle “Seegarten” in Summt, von dort folgen wir dem Summter See an seinem Nordufer und kommen nach knapp 800 Metern zur Badestelle, die wir in diesen Tagen nicht mehr aktiv nutzen, wie zu befürchten steht, denn es ist nicht warm genug. Lieber wandern wir, immer am Ufer entlang, aber nicht allzu lange. Bald schon verlassen wir den See, haben ihn etwa zu einem Drittel umrundet und folgen dem Waldweg in Richtung Schloss Dammsmühle. Und passieren einen kleinen See, namenlosen und herrlich abseits allen Trubels.
Vom kleinen See aus geht es weiter geradeaus, zweieinhalb Kilometer durch den Wald, bis wir auf das Schloss Dammsmühle stoßen, ein neobarockes Herrenhaus. Es liegt bereits im Landkreis Barnim, gehört zum Ort Schönwalde der Gemeinde Wandlitz. Am Standort des heutigen Schlosses Dammsmühle befand sich schon im 16. Jahrhundert eine Mühle, die wahrscheinlich dem Zisterzienserkloster Lehnin gehörte.
Um nun in Richtung Summt zurückzukehren, folgen wir dem Weg am Schloss in Richtung Westen, der uns zum Mühlenbecker See führt. Immer noch umgibt uns Wald, auch dieser dritte See auf unserer Tour ist ein Idyll, sein Ufer wird gerahmt von alten Laubbäumen, die umso bunter funkeln, je tiefer wir die Tour im Herbst platzieren.
Unkompliziert führt nun der Weg zurück zum Summter See, den wir an seinem Südufer erreichen. Ein Rastplatz empfängt uns mit Bänken, einem Spielplatz und kleinen Buchten, in die wir durch dichte Bäume hinabsteigen können. Wenn wir auf den See blicken, liegt der Ort Summt genau in unserem Rücken. Bald kommen wir auf die Liebenwalder Straße, wo die Bushaltestelle und der Ausgangspunkt erreicht sind.
Tipp: Wer über die Wanderkarte hinaus präzise Koordinaten für diese Tour sucht, findet sie hier bei Komoot.
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Radtour der Woche: Von Meyenburg nach Putlitz und zurück

Eine Exkursion in den ganz hohen Norden des Landes Brandenburg: Die Landpartie durch die Prignitz mit Start und Ziel in Meyenburg führt bis an die Landesgrenze des Nachbarbundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Eine weite Landschaft, die von Highlights garniert wird – so lässt sich die Tour zusammen fassen.
Einer der besonderen Orte: Die Burgruine in Putlitz mit dem Bergfried. Die frühere Festung gehört zu den architektonischen Zeugnissen aus der Zeit, als das Grenzland für Streitigkeiten mit dem Nachbarn im Norden befestigt wurde. Auch das Kloster Marienfließ ist in dieser Epoche als Vorposten am Rande der Mark gegründet worden.
Die Tour führt im Gegensatz zu den bisherigen Landpartien zwar größtenteils über Landstraßen oder Doppelspurwege – der Verkehr war aber sehr ruhig bei der Testtour. Einige Abschnitte sind für größere Fahrzeuge gesperrt, es gilt dort außerdem ein Tempolimit von 50 km/h.
Das Schloss Meyenburg ist einen Besuch wert, dort befindet sich das Modemuseum. Foto: Lars Sittig
Das Schloss Meyenburg ist einen Besuch wert, dort befindet sich das Modemuseum. Foto: Lars Sittig
Am Ende kann man sogar noch Brügge sehen – den lokalen Namensvetter der belgischen Großstadt. Das Prignitzdorf Brügge verfügt über eine Persiuskirche. Im Start- und Zielort Meyenburg ist das Modemuseum einen Besuch wert, das im Schloss logiert, gleich nebenan wartet ein schöner Schlosspark. Und natürlich gibt es wieder viel Natur zu sehen und viele kleine Sehenswürdigkeiten, die am Wegesrand im hohen Norden Brandenburgs warten.
Die Route im Schnellcheck:
Start- und Zielpunkt: Die Landpartie beginnt und endet am Bahnhof Meyenburg. Die Hanseatische Eisenbahn steuert die Stadt mehrfach täglich an.
Der Start der Tour. Per Link auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Der Start der Tour. Per Link auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Der Schwierigkeitsgrad: Es gibt nur wenige Steigungen auf der Route, die Höhendifferenz beträgt lediglich 190 Meter. Ein Manko: Über weite Strecken führt die Tour über Landstraßen – die aber bei der Testfahrt sehr wenig befahren waren. Wenn man sich etwas mehr Zeit nimmt und eventuell eine Übernachtung einplant, ist die Tour auch für ältere Menschen geeignet. Ob Kinder das Pensum bewältigen können, sollte man individuell entscheiden.
Länge: 63 Kilometer (Fahrtzeit fünf bis sechs Stunden). Bahnhof Meyenburg – Stepenitz – Jännersdorf – Porep – Nettelbeck – Putlitz – Mansfeld – Lockstädt – Laaske – Triglitz – Preddöhl – Gerdshagen – Brügge – Warnsdorf – Schmolde – Bahnhof Meyenburg.
Wer die Tour verlängern möchte, kann von Porep zu den Ruhner Bergen abbiegen und in Putlitz wieder auf die Landpartie-Route zurückkehren. Die Stationen: Porep – Drenkow – Suckow – Marnitz – Ruhner Berge – Neu Drefahl – Muggenkuhl – Hülsebeck – Putlitz.
Der große Rest des Rundkurses. Per Link auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Der große Rest des Rundkurses. Per Link auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Die Strecke: Die MAZ-Landpartie führt von Meyenburg nach Stolpe über einen unbefestigten, aber ordentlich befahrbaren Weg und ein kurzes Stück Kopfsteinpflasterstraße. Alternativ kann eine Landstraße genutzt werden. Über weite Strecken führt die Tour anschließend über Landstraßen oder Doppelspurwege, die für den Autoverkehr zugelassen sind bis ins Ziel. Einige Abschnitte sind jedoch für größere Fahrzeuge gesperrt. Die Straßen waren bei der Testtour wenig befahren. Zwischen Struck und Gerdshagen führt der Weg über ein unbefestigtes Teilstück.
Sehenswürdigkeiten: Die Landpartie verbindet die ländliche, nordbrandenburgische Weite mit besonderen historischen Orten, an denen tief in die Geschichte der Prignitz eingetaucht werden kann. Marienfließ ist das älteste Zisterzienser-Nonnenkloster Brandenburgs, es gibt neben der Klosterkirche – einem einschiffigen frühgotischen Backsteinbau – denkmalgeschützte Stiftsgebäude und einen kleinen Park mit stattlichen Bäumen. Der Park und auch der Weg zur Stepenitz hinter dem Stiftsgelände stehen Besuchern offen, es finden außerdem regelmäßig Veranstaltungen und Führungen statt. Die Kirche ist täglich von 8 bis 20 Uhr für Gäste geöffnet.
Meyenburg: Das Modemuseum, das im Schloss der Stadt untergebracht ist, ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet (Montag Ruhetag, letzter Einlass 16.15 Uhr). Es gibt neben der Dauerausstellung regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen. Der schön gestaltete Schlosspark mit Teichen und Kanälen zieht sich bis an das Ufer der Stepenitz. Die Stadtpfarrkirche befindet sich ebenfalls in der Nähe des Schlosses.
Die Stepenitz in Putlitz. Foto: Lars Sittig
Die Stepenitz in Putlitz. Foto: Lars Sittig
Putlitz: Sehenswert sind unter anderem die Burgruine mit Bergfried und Wallanlage sowie der Rathausplatz mit Rathaus und Apotheke. Gleich nebenan befindet sich die Stadtpfarrkirche St. Nikolai. In der Stadt stehen außerdem viele Fachwerkhäuser, beispielsweise in der Ernst-Thälmann-Straße.
MAZ-Tipp: Mit dem HANS - der Hanseatischen Eisenbahn - nach Meyenburg fahren und die Tour mit einem schönen Stück Eisenbahnromantik beginnen.
Eine ausführliche Beschreibung der Tour können Sie hier nachlesen. Die Strecke zum Nachfahren finden Sie auf unserem Komoot-Profil.
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Brandenburg für Genießer

Spaghetti mal anders - in dieser Woche gibt es Kürbis. Foto: Imago
Spaghetti mal anders - in dieser Woche gibt es Kürbis. Foto: Imago
Wohl jeder liebt Spaghetti – allerdings weniger die Kohlenhydrate, oder? Kohlenhydrate sind an sich nichts Schlechtes, doch zu mancher Ernährungsform passen sie einfach nicht. Wer sich kohlenhydratarm ernährt, oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchte, sollte unbedingt mal einen Spaghettikürbis kochen. Der ist zwar nicht so bekannt wie Hokkaido und Butternut, hat aber einiges zu bieten. Das Besondere an ihm: Das Fruchtfleisch vom Spaghettikürbis sieht aus wie Nudeln. Nach dem Kochen zerfällt es in feine „Spaghetti“.
Für einen Spaghettikürbis mit knusprigem Hackfleisch benötigt man:
  •  einen großen Spaghettikürbis
  •  zwei Zwiebeln
  •  eine Knoblauchzehe
  •  ein daumengroßes Stück Ingwer
  •  zwei EL Olivenöl
  •  500 g Rinderhackfleisch
  •  einen EL Tomatenmark
  •  400 g stückige Tomaten
  •  200 ml passierte Tomaten
  •  50 g Parmesan
  •  einen TL getrockneten Oregano
  •  einen TL gerebelten Rosmarin (gerebelt: nur grob zerkleinert, vom Zweig gezupft)
  •  einen TL gerebelten Thymian
  •  Salz
  •  Pfeffer
  •  Zimt
Schritt 1: Spaghettikürbis backen
Als Erstes wird der Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Im Anschluss wird der Spaghettikürbis vorbereitet, indem man ihn halbiert und entkernt. Die Spaghettikürbishälften werden nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben, mit der Schnittseite nach unten. Anschließend kippt man etwa ein Schnapsglas voll kaltem Wasser auf das Backblech zum Kürbis und backt die Hälften dann im vorgeheizten Backofen etwa 45 Minuten.
Schritt 2: Füllung vorbereiten
Als Nächstes wird die Füllung für die Kürbishälften zubereitet. Der Knoblauch und die Zwiebeln werden vorher geschält und fein gehackt. Der Ingwer wird ebenfalls geschält und mit einer feinen Küchenreibe gerieben. Nun erhitzt man in einer großen Pfanne das Olivenöl und brät Zwiebeln, Knoblauch und den Ingwer an. Im Anschluss wird das Hackfleisch dazugegeben und krümelig gebraten. Das Tomatenmark, die stückigen und die passierten Tomaten kommen im nächsten Schritt mit in die Pfanne und werden vermengt. Jetzt werden Oregano, Rosmarin und Thymian mit in die Pfanne gegeben und sorgfältig verrührt. Bei schwacher Hitze darf die Masse nun zugedeckt etwa 30 Minuten vor sich hin köcheln.
Schritt 3: Aus dem Kürbis werden Spaghetti
Nach der Backzeit wird der Kürbis aus dem Ofen genommen und darf kurz abkühlen. Mit einer Gabel wird das Fruchtfleisch dann vorsichtig aufgelockert, sodass es aussieht wie Spaghetti. Nun wird die Hackfleischmasse mit Zimt, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und in die Kürbishälften gefüllt. Zum Schluss wird der Spaghettikürbis noch mit Parmesan bestreut.
Tipp: Wer es mediterraner mag, gibt zu der Hackfleischmasse noch Feta, angebratene Paprika und Oliven hinzu. Dieses Rezept schmeckt übrigens auch mit vegetarischem Hackfleisch hervorragend.
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Raus in den Garten

Fuchsien gehören zu den Blumen, die sich sehr gut vermehren lassen. Foto: Imago/Petra Schneider
Fuchsien gehören zu den Blumen, die sich sehr gut vermehren lassen. Foto: Imago/Petra Schneider
Viele Beet- und Balkonblumen lassen sich leicht vermehren. Zum Beispiel Fuchsien, Pelargonien oder Wandelröschen, aber auch Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Zitronenverbene oder Minze. Man schneidet einen Trieb der alten Pflanze ab, steckt ihn ins Wasser oder in die Erde.
Diese Triebe zur Vermehrung nennt man Stecklinge. Jetzt zum Sommerende und Herbstbeginn ist eine gute Gelegenheit, sie abzuschneiden. Wichtig ist, dass man junge Triebe von gesunden und kräftigen Eltern-Pflanzen nimmt, die nicht mehr weich sind. Profis sprechen dann von verholzten Trieben. Der Steckling sollte möglichst frei von Blüten und Knospen sein und drei bis vier Blattpaare haben.
Direkt unterhalb eines Blattpaares wird der Steckling mit einem scharfen Messer geschnitten. Weitere kleine Blätter an der Blattachse werden entfernt. Sollte sich kein Trieb ohne Blüten finden, werden diese so abgenommen, dass der Stiel nicht beschädigt wird.
Als Substrat eignet sich nährstoffarme Aussaaterde. Die Stecklinge werden einfach in die Mitte des Topfs gesteckt, angegossen und leicht mit Folie abgedeckt. Diese wird täglich angehoben, damit hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser entweichen können. So haben auch Pilzkrankheiten keine Chance. Der Steckling sollte hell, aber nicht in der direkten Sonne stehen. Nach etwa zwei Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln. Alternativ lassen sich viele Stecklinge auch in einem Wasserglas bewurzeln.
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Fundstück der Woche

Hochprozentige Rübchen: der Rübchengeist. Foto: Teltower Rübchen Spezialitäten
Hochprozentige Rübchen: der Rübchengeist. Foto: Teltower Rübchen Spezialitäten
Wussten Sie, dass es die berühmten Teltower Rübchen auch in hochprozentiger Darreichungsform gibt? Vielleicht geht es Ihnen wie uns und Sie haben schon einmal davon gehört, hatten diese sehr brandenburgische Spezialität “Teltower Rübchengeist” nicht mehr ganz auf dem Schirm.
Nun fand am Montagabend der MAZ-Wahltalk zur Bundestagswahl im Wahlkreis 61 statt. Zu Gast waren neben Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auch die anderen Direktkandidaten, die in diesem Wahlkreis für die im Bundestag vertretenen Parteien antreten: Saskia Ludwig (CDU), Norbert Müller (Linke), Linda Teuteberg (FDP) und Tim Krause (AfD).
Norbert Müller war es, der den Rübchengeist beim Wahlkreis-Quiz zur Sprache brachte. Im Online-Shop für Teltower Rübchen Spezialitäten wird der Rübchengeist, der für 11 Euro zu haben ist, so beschrieben:
Einfach gebrannter Rübchengeist. Das Teltower Rübchen wird gewaschen, zerkleinert, mit Alkohol angesetzt und mehrere Wochen ziehen gelassen. Dieser Ansatz wird dann zu diesem unverkennbaren Geist destilliert.
Unverkennbar - das ist immer gut. Und macht die Spezialität zu unserem “Fundstück der Woche”.
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