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Wanderung am Griebnitzsee++Hefezopf für Ostern++Seifenkunst

MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
willkommen zur Osterausgabe von “Raus aufs Land”. In wenigen Tagen hoppelt - vor allem zur großen Freude der Kinder - wieder einmal der Osterhase durchs Land und verteilt Ostereier und Süßes. Ich hoffe, Sie blicken dem langen Wochenende mit Vorfreude entgegen - auch wenn es pandemiebedingt erneut ein Osterfest unter erschwerten Bedingungen sein wird.
Was aber erlaubt ist, ist der traditionelle Osterspaziergang. Den können Sie vor Ihrer Haustür genauso absolvieren wie in der weiteren Umgebung - zum Beispiel in der Landeshauptstadt Potsdam. In unserem Ausflug der Woche nehmen wir Sie mit rund um den Griebnitzsee. Wenn sie Wasser und Idylle mögen, sind Sie da genau richtig.
Als Anregung zum Ausflug an den Feiertagen haben wir René Schwittay, Schauspieler am Potsdamer Hans Otto Theater, um eine Portion Motivation gebeten. Seine Antwort? Na klar, Goethes “Osterspaziergang”, den er für die MAZ im Park Babelsberg zum Besten gibt. Sehen Sie selbst:
Der MAZ-Ostergruß 2021: Schauspieler René Schwittay liest den "Osterspaziergang" aus Goethes Faust
Der MAZ-Ostergruß 2021: Schauspieler René Schwittay liest den "Osterspaziergang" aus Goethes Faust
Und? Trägt dieser Klassiker zur Osterstimmung bei? Ich finde, dass es kaum ein passenderes Stück gibt - zumal der Frühling vor der Haustür nun wirklich dazu einlädt, Zeit im Freien zu verbringen.
Wenn Sie anschließend wieder zu Hause sind, den saftigen Hefezopf (ich empfehle das hefig-fruchtige Rezept in unserer Rubrik “Brandenburg für Genießer”) auf den Kaffeetisch stellen, dann versuchen Sie sich doch mal an unserem Osterquiz. Vielleicht erfahren Sie dabei noch etwas, was Sie bisher nicht über das Fest im Frühling wissen.
Und wenn Sie - oder Ihre Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen - es lieber kreativ mögen, dann haben wir auch etwas für Sie. Die Potsdamer Künstlerin Heike Isenmann hat exklusiv für die MAZ ein österliches Ausmalbild kreiert. Hier können Sie es herunterladen und drauf los malen.
Beides verknüpfen wir übrigens mit kleinen Ostergeschenken für Sie, liebe MAZ- und “Raus aufs Land”-Leser. Unter allen Osterquiz-Teilnehmern und den fleißigen Künstlern, die uns Fotos ihrer Kunstwerke hochladen, verlosen wir Einkaufsgutscheine. Schauen Sie doch mal rein!
Ich wünsche Ihnen ein wunderbares Osterwochenende!
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Rund um den Griebnitzsee

Herrliche Natur an der Grenze zwischen Potsdam und Berlin: Kommen Sie mit an den Griebnitzsee! Foto: imago
Herrliche Natur an der Grenze zwischen Potsdam und Berlin: Kommen Sie mit an den Griebnitzsee! Foto: imago
Er ist rund drei Kilometer lang, L-förmig, schmal und grenzt im Norden an Berlin-Wannsee und im Süden an Potsdam Babelsberg. Die Rede ist - Sie ahnen es vielleicht schon - vom Griebnitzsee. Dorthin führt unser Ausflug in dieser Woche, genauer gesagt einmal drum herum. Durch den Wald auf der Berliner Seite und die Villenkolonie auf der Babelsberger Seite.
Start und Ziel unserer Wanderung ist der S-Bahnhof Griebnitzsee, den Sie sowohl aus Richtung Berlin als auch vom Potsdamer Hauptbahnhof aus mit der S-Bahn-Linie 7 in wenigen Minuten erreichen. Von diesem südlichsten Punkt des Sees aus geht es los in Richtung Osten, über den Teltowkanal, zu dem der Griebnitzsee gehört, hinweg zur Hubertusbrücke. Dort gibt es eine Möglichkeit zur Einkehr, die wegen der Corona-Pandemie jedoch derzeit geschlossen ist.
Per Klick auf die Karte geht es zur Komoot-Tour.
Per Klick auf die Karte geht es zur Komoot-Tour.
Nachdem wir die Brücke überquert haben und auf der Berliner Seite angekommen sind, geht es an der Nordseite des Sees entlang. Und hier wartet Natur pur. Von der Stadt ist kaum etwas zu merken, Der Weg am Kanal ist gut begehbar (allerdings nicht barrierefrei) und es gibt immer wieder Gelegenheiten, die Wanderung mit Sehenswürdigkeiten zu kombinieren - und natürlich den idyllischen Blick auf den Griebnitzsee zu genießen.
Irgendwann geht der Wanderweg in die Griebnitzseepromenade über und von dort in die Griebnitzstraße, die am Admiral-Scheer-Blick vorbei zur Parkbrücke Babelsberg und so wieder auf die Potsdamer Seite des Griebnitzsees führt.
Am Uferweg lässt es sich - zum Teil mit Unterbrechungen - gemütlich flanieren. Foto: imago
Am Uferweg lässt es sich - zum Teil mit Unterbrechungen - gemütlich flanieren. Foto: imago
Dort sind zwar sind einige Bereiche des Uferweges von Anwohnern für die öffentliche Nutzung gesperrt, doch die freien Zugänge bieten genug Möglichkeiten für einen schönen letzten Teil der Wanderung zurück zum Bahnhof Griebnitzsee.
Übrigens: Wenn Sie den See erkunden wollen, aber keine Lust auf die etwa 8,5 Kilometer lange Wanderung haben, die rund 2 Stunden und 15 Minuten dauert, gibt es auch Alternativen. Am Bahnhof Griebnitzsee besteht die Möglichkeit, sich Fahrräder oder Kajaks und Kanus auszuleihen. Dabei müssen die Regeln der aktuellen Eindämmungsverordnung eingehalten werden, eine Anmeldung vorab bei der „Bike & Paddelstation Bahnhof Griebnitzsee“ ist ratsam.
Weitere Touren in der Landeshauptstadt finden Sie hier. Außerdem haben Potsdamer Stadtführer der MAZ ihre schönsten Touren für den Lockdown verraten. Schauen Sie gern mal rein!
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Brandenburg für Genießer

Saftig und lecker: Hefezopf mit Kirschfüllung.
Saftig und lecker: Hefezopf mit Kirschfüllung.
Was könnte ich Ihnen heute besseres empfehlen als DAS Ostergebäck schlechthin? Lassen Sie uns einen Hefezopf backen!
Hefezopf pur kann schnell langweilig oder trocken werden – nicht aber, wenn man ihn mit köstlichen Früchten füllt. Ein Rezept, das nicht nur zu Ostern passt, ist dieser Hefezopf mit Kirschfüllung. Da man hier auf einen Mix aus Kirschmarmelade und abgetropften Früchten setzt, ist er besonders saftig. Statt mit Kirschen lässt sich der Zopf auch mit Äpfeln, Aprikosen oder Pflaumen befüllen.
Das brauchen Sie:
20 Gramm frische Hefe, 250 Milliliter warme Milch, 75 Gramm Zucker, 1 Ei, 1 Prise Salz, 520 Gramm Mehl, 75 Gramm weiche Butter, 250 Gramm Kirschmarmelade, 1 Glas Sauerkirschen (Abtropfgewicht 360 Gramm), Hagelzucker (oder Puderzucker) zum Bestreuen.
Hefe darf beim Osterzopf auf keinen Fall fehlen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa
Hefe darf beim Osterzopf auf keinen Fall fehlen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa
Und so geht es:
Hefe, Milch und Zucker in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. Das Ei verquirlen, zwei Esslöffel davon beiseite und kalt stellen. Die Hefemilchmischung zusammen mit dem Ei, Salz, Mehl circa zehn Minuten kneten (am besten in der Küchenmaschine). Nach und nach die lauwarme Butter hinzugeben. Abgedeckt an einem warmen Ort circa 45 Minuten gehen lassen. Danach den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten und weitere 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Die Sauerkirschen abtropfen lassen und die Konfitüre glatt rühren. Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn zu einem Rechteck ausrollen und der Länge nach in drei Streifen schneiden. Auf jeden Streifen ein Drittel der Marmelade und ein Drittel der Kirschen geben, an den Rändern Platz lassen. Die Streifen nacheinander zu Rollen formen, dafür die Enden mit den Fingern fest zusammendrücken, jedoch nicht zu eng drücken, da sonst Marmelade auslaufen könnte. Die drei Rollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und einen Zopf flechten. Nochmals 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Den Zopf mit dem übrigen Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze etwa 25 Minuten backen.
Lassen Sie es sich schmecken!
Übrigens: Falls Sie mal Lust auf eine ganz andere Variante haben, empfehle ich Ihnen einen Hefezopf im Banenenbrotstyle. Hier geht es zum Rezept.
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Raus in den Garten

Forsythien in voller Blüte. Foto: dpa
Forsythien in voller Blüte. Foto: dpa
Wer zu früh im Jahr Pflanzen schneidet, gefährdet sie. Und wer sie zu spät stutzt, riskiert den Verlust der Blüte. Im Frühling gibt es für einige Pflanzen aber ein deutliches Anzeichen, wann es Zeit für deren Schnitt ist: die Forsythienblüte. Die Sträucher öffnen zurzeit ihre strahlend gelben Blüten. Und genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt für den Rückschnitt von Rosen. Aber auch holzige Kräuter wie Lavendel, Thymian und Salbei können zur Forsythienblüte auf etwa eine Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten werden.
Brombeeren gehören zu den Flachwurzlern. Foto: dpa
Brombeeren gehören zu den Flachwurzlern. Foto: dpa
Und wir haben noch einen Tipp: Um die Wurzeln von Strauchbeerenobst und Erdbeeren nicht zu beschädigen, sollte man den Boden darunter vorsichtig lockern. Denn diese Pflanzen sind Flachwurzler. Lohnend ist auch das Mulchen des Bodens ums Beerenobst herum. Als Abdeckung eignet sich organisches Material wie verrottetes oder angerottetes Laub, Stroh, Mäh- und Schnittgut, Rinden- oder Gartenkompost. Da Kompost zudem ein hochwertiger Dünger ist, erübrigt sich dann in der Regel das zusätzliche Ausbringen von mineralischen oder organischen Düngern.
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Fundstück der Woche

Manufaktur-Chefin Annett Förster im Seifenlager. Foto: Gesine Michalsky
Manufaktur-Chefin Annett Förster im Seifenlager. Foto: Gesine Michalsky
Kennen Sie schon Seifenmacherin und Künstlerin Annett Förster aus Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark), liebe Leserinnen und Leser? Seit fünf Jahren gibt es ihre Seifenmanufaktur “Sauberkunst”, in der vegane Seifen per Hand hergestellt werden. Die Kreationen sind inzwischen in der ganzen Welt nachgefragt. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in fünf Läden, einer sehr kleinen Manufaktur in Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark) und dem Hauptstandort im Zentrum des ruhigen Groß Kreutz beschäftigt.
Jede Seife aus Groß Kreutz ist ein Designerstück - mit Namen wie “Froschkönig”, “Grünes Fräulein”, “Casanova” oder “Sensibelchen”. Die Seife “Baumblüte“ ist natürlich der Stadt Werder gewidmet und "Meertau“ dem nächsten Strandurlaub. "Ich wollte immer beruflich etwas Kreatives machen“, sagt die umweltbewusste Märkerin.
Seifensiederin Saskia Kringel bei der Arbeit. Quelle: Gesine Michalsky
Seifensiederin Saskia Kringel bei der Arbeit. Quelle: Gesine Michalsky
Alltagserlebnisse, Landschaften oder Gerüche lösen bei Annett Förster oft neue Ideen aus. “Cappuccino” oder “Weihnachten” heißen ihre Düfte, die immer im Mitarbeiter-Team perfektioniert werden. In der Werkstatt der umgebauten Groß Kreutzer Scheune wird getüftelt und ausprobiert: Die Pflege muss stimmen, das Aussehen ebenfalls. Manche Idee verlangt auch Geduld – “Stolz und Vorurteil” zum Beispiel. “Ich habe den beiden gegensätzlichen Charakteren des Romans meiner Jugend von Jane Austen eine eigene Seife gewidmet”, so die Seifen-Künstlerin, die seit zwölf Jahren in dem Handwerk tätig ist.
Geschaffen hat die Brandenburgerin rein pflanzliche Seifen, feste Shampoos und Deos, in denen auch viel vom heimischen Markt drinsteckt, wie Sanddorn, Raps, Hafer, Birnen oder Rosen. Aber auch Überregionales kommt zum Zuge wie Bio-Oliven- oder Avocado- und Brokkoli-Samenöl für das beliebte feste Shampoo. Ätherische Öle und verschiedene Heilerden sind auch dabei – die Rezepturen verrät die Erfinderin nicht. Wohl aber, worauf sie verzichtet: Emulgatoren oder Konservierungsstoffe, Schaumförderer oder Plastik- Verpackungen. Gesine Michalsky
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