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Von Ferch aus um den Schwielowsee++Lost Places in Teltow-Fläming++Lieblingsmarmelade

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Liebe Leserinnen und Leser,
hatten Sie in diesem Sommer schon Urlaub oder freuen Sie sich noch drauf? Ganz egal ob In- oder (soweit es gerade möglich ist) Ausland, Garten oder Balkonien, Hotel oder Camping oder einfach nur Urlaub in den eigenen vier Wänden - die Vorfreude auf die Auszeit vom Alltag sei das Beste am Urlaub, habe ich kürzlich gelesen. Ja ja, lass sie nur reden, denken Sie vielleicht angesichts dieser zugegeben etwas vorhersehbaren Aussage.
Aber ganz so einfach ist es dann vielleicht doch nicht. Denn: Die Weisheit stammt aus einem Buch über die dänische Art zu leben. Und die Dänen müssen es nun wirklich wissen - Stichwort Hygge -, denn sie landen seit Jahren regelmäßig in den Top 3 diverser Glücks-Rankings.
Nun wird die Vorfreude auf den Urlaub allein nicht das Glücksempfinden auf den Kopf stellen, auch nicht bei unseren Nachbarn im Norden. Aber es ist offenbar immerhin ein Teil ihres Erfolgskonzept.
Also warum nicht zumindest mal positiv beschwingt auf die Wochen oder Monate bis zur nächsten Auszeit blicken? Ich finde das gerade besonders wichtig, denn ich befinde mich mitten in der Vorfreude-Phase. Der Sommerurlaub soll in diesem Jahr eher eine Art Frühherbst-Trip werden. Und da Corona noch immer die unbekannte Größe ist, kann positives Denken nur von Vorteil sein.
Falls Sie das mit der Vorfreude mal im kleinen Rahmen ausprobieren wollen, versuchen Sie es doch mit einem Wochenendausflug an den Schwielowsee. Je nach Wetter und Vorliebe könnten Badestopps oder der Besuch des Japanischen Bonsaigartens Teil der Vorfreude-Erfahrung werden. Alternativ hätte ich eine abwechslungsreiche Wanderung für Sie im Angebot.
Oder Sie planen - mehr Hygge geht kaum - einen Nachmittag mit Freunden, an dem Sie gemeinsam das Erdbeermarmeladen-Rezept meiner Kollegin Saskia Kirf ausprobieren. So machen das die Dänen übrigens auch: Man trifft sich zum gemeinsamen Kochen und anschließend wird das Ergebnis aufgeteilt. So macht die Arbeit mehr Spaß und am Ende haben alle den perfekten Begleiter fürs nächste Sonntagsfrühstück - auf das man sich wiederum freuen kann.
Ich wünsche Ihnen eine hyggelige Woche! Die nächste Ausgabe von “Raus aufs Land” finden Sie am nächsten Donnerstag in Ihrem Mail-Postfach.
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Wanderung um den Schwielowsee

Was für eine Aussicht: Hier zeigt sich der Schwielowsee von einer seiner schönsten Seiten. Foto: imago/Westend61
Was für eine Aussicht: Hier zeigt sich der Schwielowsee von einer seiner schönsten Seiten. Foto: imago/Westend61
Unser Ausflug in dieser Woche bietet Abwechslung: Es geht ans Wasser, wir bewegen uns durch mehrere Ortschaften und Natur und wir brauchen etwas Kondition, denn unsere Rundwanderung ist gut 16 Kilometer lang. Es geht an den Schwielowsee in Potsdam-Mittelmark - oder vielmehr einmal drum herum.
Starten wir mit ein wenig Theorie: Der See gehört zur gleichnamigen Gemeinde und zur Stadt Werder (Havel), er ist 5,4 Kilometer lang, an der breitesten Stelle etwa zwei Kilometer breit und wird in seinem nördlichen Bereich von der Havel durchflossen.
Per Klick auf die Karte geht es zur Tour bei Komoot.
Per Klick auf die Karte geht es zur Tour bei Komoot.
Praktisch starten wir unsere Wanderung am Strandbad in Ferch. Dorthin gelangen Sie beispielsweise über die entsprechende A10-Ausfahrt vom südlichen Berliner Rand. Je nach Wetterlage ist hier zu entscheiden, ob ein Sprung in den See zum Ausflug gehören soll. Und wenn ja, ob als Motivation vor oder Belohnung nach der Wanderung.
Vom Strandbad aus wandern wir zunächst am östlichen Ufer des Sees entlang, vorbei am Campingclub Flottstelle 90 e.V. und weiter am Ufer entlang. Kurz bevor wir auf die Straße Flottstelle treffen, empfiehlt sich ein längerer Blick auf den See, der Ausblick ist herrlich!
Kurz hinter der Einmündung Flottstelle biegen wir links in einen Waldweg ein, dem wir so lange folgen, bis wir den Ort Caputh erreicht, die Bahnschienen gekreuzt haben und auf die Kastanienallee treffen. Dieser folgen wir bis zur Kreuzung mit der Geschwister-Scholl-Straße, wo wir links abbiegen und am Bahnhof Caputh-Schwielowsee vorbei zur Schwielowseestraße gelangen.
Die Eisenbahnbrücke bietet auch einen Fußweg, auf dem wir das Wasser überqueren. Foto: imago/Enters
Die Eisenbahnbrücke bietet auch einen Fußweg, auf dem wir das Wasser überqueren. Foto: imago/Enters
Wir überqueren erneut die Bahnschienen und biegen unmittelbar dahinter in einen Weg ein, der uns geradewegs zurück zum See und zur dortigen Eisenbahnbrücke führt, die wir auf dem Fußweg überqueren. Weiter geht es auf der anderen Wasserseite.
Wir kreuzen erneut die Schienen und wandern immer geradeaus am Wasser (Caputher Gemünde) entlang in Richtung Fähre. Noch einmal überqueren wir das Wasser jedoch nicht, sondern folgen der Geltower Chaussee in die entgegengesetzte Richtung, überqueren (schon wieder) die Bahnschienen und halten uns dann links - es geht in die Natur.
Wir wandern immer geradeaus bis kurz vor den Wentorfgraben, halten uns rechts, überqueren auf der Caputher Chaussee eine Brücke und biegen dann links in die Straße Baumgartenbrück, die wir kurz danach nach rechts auf einen Waldweg schon wieder verlassen. Es geht in Richtung B1 (Sie können hier auch näher am Wasser bleiben und einfach der Straße Baumgartenbrück folgen, die direkt zur B1 führt).
Das Schloss Petzow befindet sich an unserer Wanderstrecke. Foto: imageBROKER/FraukexScholz
Das Schloss Petzow befindet sich an unserer Wanderstrecke. Foto: imageBROKER/FraukexScholz
Wir wandern kurz die Bundesstraße entlang und überqueren das Wasser, dann halten wir uns am Kreisverkehr links und folgen der Straße nach Petzow. Wenn der Fontaneweg nach links abzweigt, folgen wir diesem wieder direkt an den See zum Schloss Petzow und dem passenden Schlosspark.
Immer am Wasser entlang nähern wir uns allmählich dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Vorher durchqueren wir allerdings noch Ferch, wo sich ein absolut lohnenswerter Stopp am Japanischen Bonsaigarten anbietet. Von dort geht es weiter am See entlang und um die Südspitze des Sees - dann ist das Strandbad in Sicht.
MAZ-Tipp: Sie haben Lust auf die Wanderung um den Schwielowsee und sind gern mit dem Tourenanbieter Komoot unterwegs? Dann geht es hier direkt zur Wanderung.
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Brandenburg für Genießer

Heute gibt es Erdbeer-Minz-Marmelade. Foto: Saskia Kirf
Heute gibt es Erdbeer-Minz-Marmelade. Foto: Saskia Kirf
Die Erdbeerzeit neigt sich dem Ende zu, dennoch will ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, heute noch einmal für das knallrote Obst begeistern - oder vielmehr überlasse ich das meiner Kollegin Saskia Kirf. Sie hat das folgende Rezept für ihre Lieblings-Erdbeermarmelade schon mit den Lesern des MAZ-Newsletters “Potsdam ganz nah” (hier geht es zur Anmeldung, wenn Sie mögen) geteilt, da ist es nur gerecht, wenn auch Sie als “Raus aufs Land”-Leser daran teilhaben können.
So geht’s:
Zwei Kilo Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden, nun abwiegen und mit dem halben Eigengewicht an Gelierzucker (2:1) und dem Saft einer Zitrone mischen und umrühren. Die Früchte über Nacht Saft ziehen lassen, das Ganze am nächsten Morgen pürieren und alles aufkochen. Entstehender Schaum wird abgeschöpft.
Nach drei bis vier Minuten sprudelnden Kochens folgt die Gelierprobe: Etwas Marmeladenmasse auf einen Teller geben und prüfen, ob diese beim Schräghalten des Tellers fest wird. Falls nein: Noch einige Minuten kochen. Falls ja: Frische Minze klein hacken, pro Kilo Erdbeeren kommt ein Esslöffel gehackter Minze in die Masse (Basilikum wäre sicher auch sehr fein, allerdings wird davon mehr gebraucht). In sterilisierte Gläser einfüllen, zuschrauben - fertig.
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Lost Places in Teltow-Fläming

Die MAZ begibt sich mit einem Lost-Places-Projekt zu verlassenen Militärstätten in Teltow-Fläming. Wir erzählen die Geschichten ehemaliger Kasernen, verlassener Bunker und vergessener Truppenübungsplätze und machen uns auf die Suche nach ihrer Zukunft. Teil 2 befasst sich mit Wünsdorf:
Wünsdorfs Militärgeschichte: Von Bunkern, Panzern und Olympioniken
Drohnenflug über Wünsdorf: Was wird aus den Lost Places?
Unterwegs in der Bunkerstadt: „Die Geschichte ist hier allgegenwärtig“
Die Ästhetik des Verfalls: Aufnahmen aus den Lost Places in Wünsdorf
Alle Geschichten, Videos und Bilder zu den Lost Places in Teltow-Fläming gibt es hier.
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Tipps aus der Region

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Raus in den Garten

Marienkäfer lieben Blattläuse - und sind daher sehr nützlich für Gärtner. Foto: Robert Günther/dpa
Marienkäfer lieben Blattläuse - und sind daher sehr nützlich für Gärtner. Foto: Robert Günther/dpa
Blattläuse gehören zu den größten Feinden des Gärtners, obwohl sie nur etwa drei Millimeter groß sind. Sie sind schwarz oder grün gefärbt. Bei starkem Befall sitzen sie dicht an dicht an den Pflanzen. Wer sie schnell und ökologisch entfernen will, kann sie mit kaltem Wasser und einem harten Strahl aus dem Gartenschlauch wegspülen. Außerdem ist die Förderung von Fressfeinden eine Möglichkeit. Nützlinge wie Marienkäfer und Schlupfwespen haben Blattläuse nämlich zum Fressen gern. Marienkäfer fressen rund 100 Läuse pro Tag, ihre Larven sogar 500.
Die Nützlinge lockt man am besten in den Garten, wenn dort vielfältige Lebensräume zur Verfügung stehen. Laubhaufen, Totholzstapel, Bewuchs unter Hecken, offene Erdflächen, Steinhaufen oder wilde Ecken ohne menschlichen Eingriff bieten ihnen Nistplätze, Nahrung, Versteck und Überwinterungsquartiere.
Je mehr Nützlinge im Garten leben, desto schwerer haben es die Blattläuse, sich auszubreiten. Vielfältige Strukturen zu schaffen, hilft gegen Blattläuse, aber auch gegen viele andere Schadinsekten. Der eigene Garten wird reicher und interessanter, je mehr Natur sich wieder einstellt.
Und: Gesunde Pflanzen am richtigen Standort sind widerstandsfähiger. Sie werden seltener von Schadinsekten oder Krankheiten befallen als geschwächte Gewächse. Das heißt, schon beim Kauf und Einpflanzen oder Einsäen gut Acht zu geben. Heimische Pflanzen mit ungefüllten Blüten sollten bevorzugt werden.
Auch die Standortwahl und der Boden sind entscheidend. Wichtige Fragen dazu sind: Mag es die Pflanze eher sandig oder bevorzugt sie schweren Lehmboden? Braucht sie Sonne oder ist sie auch schon im Halbschatten zufrieden? Wenn man all diese Infos eingeholt hat, sollte man Pflanzen zusätzlich mit natürlichen Pflanzenjauchen stärken. Jauchen oder Brühen können aus Brennesseln, Beinwell oder Schachtelhalm selbst zubereitet werden oder gekauft werden.
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Fundstück der Woche

Der zweite "Grimmskrams"-Band heißt "Die vierzehnte Fee".
Der zweite "Grimmskrams"-Band heißt "Die vierzehnte Fee".
Unser Fundstück in dieser Woche eignet sich für die ganze Familie. Für Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten, Onkel und alle anderen, die ein märchenhaftes Abenteuer erleben wollen. Und es hat noch einen großen Vorteil: Es handelt sich bereits um einen zweiten Band. Wenn Sie also auf den Geschmack kommen, können Sie direkt weiterlesen.
Milli und Tom sind sich sicher: Bei Grimms Märchen macht ihnen niemand etwas vor, da kennen sie sich aus. Oder doch nicht? Die Potsdamer Autorin Marikka Pfeiffer und ihre Kollegin Miriam Mann schicken die Kinder mit dem zweiten Band ihrer “Grimmskrams”-Reihe erneut auf ein Abenteuer. Bereits im ersten Buch „Ein Klonk um Mitternacht“ wurden die Märchenkenntnisse der beiden Kinder - und natürlich auch der Leser - getestet: Aus einer geheimnisvollen Kiste sind lauter Gegenstände aus Märchen entflohen, die sie wieder einsammeln müssen. Doch das klappt nur, wenn sie auch die jeweilige Funktion kennen.
Marikka Pfeiffer (l.) und Miriam Mann, Autorinnen von "Grimmskrams". Foto: Kathrin von Eye
Marikka Pfeiffer (l.) und Miriam Mann, Autorinnen von "Grimmskrams". Foto: Kathrin von Eye
Nun liegt der zweite Band vor. Er heißt “Die vierzehnte Fee” und ist im Magellan-Verlag erschienen. Dieses Mal bereitet den Kindern eine silberne Nadel Kopfzerbrechen. Die liegt nämlich verschlossen in einem Etui ohne Schloss, das sich partout nicht öffnen lässt. Dabei wäre sie ganz praktisch, um den fliegenden Teppich zu reparieren, der im ersten Buch gerissen ist und sich seitdem nicht mehr bewegt. Und so beginnt das nächste Abenteuer…
Welche Schwierigkeiten die Autorinnen bei der Suche nach besagter Nadel hatten und worauf sich “Grimmskrams”-Freunde sonst noch in Band 2 freuen können, hat Marikka Pfeiffer der MAZ verraten. Hier gibt es die ganze Geschichte.
„Grimmskrams. Die vierzehnte Fee“, erschienen bei Magellan, ab 9 Jahren, 14 Euro.
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