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Traumhaftes Moor++Käse aus dem Havelland++Bio-Gemüse im Abo

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ja, ich weiß, das ist ein Brandenburg-Newsletter. Dennoch nehme ich Sie in dieser Ausgabe einmal mit über die Landesgrenze - beziehungsweise mitten hinein ins Grenzland, das heute ein Landschaftsschutzgebiet ist. In unserem “Ausflug der Woche” streifen wir durch das Tegeler Fließ im Norden Berlins. Denn die Wanderung über einen Holzsteg durch die Eichwerder Moorwiesen hat nicht nur viel idyllische Natur zum Abschalten, sondern auch eine spannende Geschichte zu bieten. Packen Sie sich Proviant ein - es gibt viele geeignete Rastplätze mit herrlicher Aussicht, unter anderem auf der Brandenburger Seite, südlich von Schildow.
Apropos Essen: Nachdem “Raus aufs Land” Ihnen pandemiebedingt schon eine ganze Weile lang Rezepte zum Selber-Kochen ans Herz gelegt hat, möchte ich Sie nun mal wieder animieren, einige der vielen tollen Erzeuger und Direktvermarkter aus unserer Region kennenzulernen. Dabei kommen besonders diejenigen von Ihnen auf ihre Kosten, die so wie ich guten Käse lieben: In diesem Newsletter stellen wir Ihnen einen Mann vor, der sich den Traum von der eigenen Käserei im Havelland erfüllt hat, und einen weiteren, der mit dem “Käse-Döner” eine neue Street-Food-Spezialität für Brandenburg erfunden hat.
Außerdem sollten Sie unbedingt mal den köstlichen Ziegenkäse vom Karolinenhof in Oberhavel probieren und bei der Gelegenheit auch gleich im benachbarten Karolinengarten vorbeischauen: Dort bietet eine junge Familie nämlich neuerdings ein Abo für ihr selbst angebautes Gemüse an. Ja, richtig gelesen, man kann nicht nur die MAZ abonnieren (hier sogar für vier Wochen gratis), sondern auch eine Kiste mit frisch Geerntetem direkt vom Feld! Mehr dazu steht im “Fundstück der Woche”.
Und falls Sie keinen Käse mögen, aber vom Havelland schwärmen: Das MAZ-Team bietet jetzt einen eigenen Newsletter für diese Region an. “Wir im Havelland” können Sie hier kostenlos abonnieren. Jeden Freitag werden darin nicht nur die wichtigsten Lokalnachrichten, sondern auch regionale Macher wie unser Käser sowie Ausflug- und Kulturtipps vorgestellt.
Zum Schluss gestatten Sie mir noch einen Hinweis in eigener Sache: Dies ist für eine Weile der letzte Newsletter, den Sie von mir bekommen, denn für mich heißt es jetzt “Raus aufs Land” mit der Familie. In meiner Babypause werde ich hoffentlich viele märkische Ausflugsziele ausprobieren - und freue mich schon darauf, sie Ihnen danach wieder an dieser Stelle empfehlen zu können. Bis dahin wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute, Gesundheit und viel Spaß mit den Freizeit-Tipps der MAZ!
Herzliche Grüße, Ihre
Maike Schultz
Stellvertretende Chefredakteurin
PS: Haben Sie Fragen, Anregungen, Kritik zum Newsletter? Oder Wünsche, wie wir “Raus aufs Land” noch besser machen können? Dann schreiben Sie uns an chefredaktion@maz-online.de. Wir sind gespannt auf Ihr Feedback!
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Ausflug der Woche: Eichwerder Moorwiesen

Auf dem Eichwerder Steg erklären Hinweistafeln, welche Pflanzen und Tiere es hier zu entdecken gibt. Foto: Komoot
Auf dem Eichwerder Steg erklären Hinweistafeln, welche Pflanzen und Tiere es hier zu entdecken gibt. Foto: Komoot
Diese knapp zweistündige Rundwanderung (sieben Kilometer) führt von Lübars, das als das letzte noch fast vollständig erhaltene Dorf Berlins gilt, über den Eichwerder Steg und Schildow zurück nach Lübars. Man kann aber natürlich auch auf der Brandenburger Seite in Schildow oder Glienicke/Nordbahn starten - je nachdem, von wo aus man anreist.
Entstanden ist das Tegeler Fließtal gegen Ende der letzten Eiszeit als Schmelzwasserrinne für das abtauende Gletschereis. “Tegeler Fließ” bezeichnet eigentlich einen Bach, der sich aus Brandenburg kommend auf zehn Kilometern durch die Hauptstadt schlängelt, bis er in den Tegeler See mündet. Heute heißt so das größte Naturschutzgebiet Berlins mit einer abwechlungsreichen Landschaft aus Feuchtwasserwiesen und Sümpfen, zu der auch das länderübergreifende Moor “Eichwerder Moorwiesen” gehört.
Enzian und Orchideen haben hier einst geblüht. Von der reichen Moorvegetation zeugen leider nur noch wenige Arten – aber immerhin kann man hier Sumpfbaldrian oder Schlangen­­knöterich entdecken. Gefährdete Arten wie Braunkehlchen, Beutelmeise sowie Kraniche und Eisvögel haben hier einen Platz zum Brüten gefunden. Und ab Mitte April grasen sogar Wasserbüffel im Fließtal, die hier als Rasenmäher zum Einsatz kommen.
Vorsicht: Im Winter kann es auf den Holzstegen richtig glatt werden. Foto: Maike Schultz
Vorsicht: Im Winter kann es auf den Holzstegen richtig glatt werden. Foto: Maike Schultz
Von der Busstation Alt-Lübars führt der Weg vorbei an Pferdehöfen und Pferdekoppeln mit Blick auf das Tegeler Fließtal direkt zum Eichwerder Steg. Das Sumpfgebiet entstand, als vor rund 100 Jahren der damals 7,5 Hektar große Hermsdorfer See zur Gewinnung des Wiesenkalks abgesenkt wurde. Heute sind vom Steg aus Krebsschere, Sumpfschwertlilie oder auch Ringelnattern, zahlreiche Lurcharten und die Gebänderte Prachtlibelle trockenen Fußes zu entdecken.
Weiter geht’s durch Erlenbruch zum einst mit Eichen bestandenen und Namen gebenden „Eichwerder“ – einer eiszeitlichen Sandlinse, auf der sich ein blütenreicher Sandtrockenrasen mit Mauerpfeffer, Bergsandglöckchen und Sandstrohblume entwickelt hat. Eine Schautafel informiert über das umschließende Kalkniedermoor und die Naturschutzmaßnahmen, die zum Wiederaufwuchs des Moores 2013 fertiggestellt wurden.
Der Weg führt weiter durch Erlenbruch. An der Alten Schildower Straße verläuft der Wanderweg ein Stück lang parallel zum Radweg “Berliner Mauerweg”. Während der deutsch-deutschen Teilung verlief die Grenze der DDR zu West-Berlin entlang eines Abschnitts des Tegeler Fließes. 2013 wurden bei Bauarbeiten in den Eichwerder Moorwiesen Stacheldrahtmatten aus dieser Zeit gefunden.
So sah eine Wiese im Fließ kürzlich noch aus - inzwischen ist der Schnee geschmolzen. Foto: Berlinstagram
So sah eine Wiese im Fließ kürzlich noch aus - inzwischen ist der Schnee geschmolzen. Foto: Berlinstagram
Um Flüchtende aufzuhalten, hatten die DDR-Grenzer die mit zehn Zentimeter langen Dornen gespickten Metallgerüste in Ufernähe in den Wassergräben versteckt. Heute kann man ein verrostetes Exemplar davon in einem Glaskasten am Wegesrand bestaunen - und wenige Meter weiter schicke Architektenhäuser und Villen mit Blick aufs Moor, die hier heute hinter bewachten Mauern stehen.
Der Weg weicht nun vom Moor ab und führt Sie entlang von im Sommer staubtrockenen sandigen Talhängen, die die Niederung im Norden begrenzen. Hier gibt es auf einer Anhöhe einen schönen Picknickplatz. Richtung Köppchensee verlassen Sie dann Brandenburger Gebiet. Die Schwäne, Haubentaucher und Graureiher, die sich auf dem alten Torfstich tummeln, begrüßen Sie wieder in Berlin.
Werfen Sie einen letzten Blick über die Sprintwiesen ins Tal, bevor wieder die denkmalgeschützten Höfe und Häuser von Lübars erscheinen. Ein Lübarser Bauer war es übrigens, der im Juni 1990 an der Blankenfelder Chaussee mit seinem Trecker die Mauer durchbrochen und damit die Blankenfelder Chaussee wieder geöffnet hat.
Für mehr Details zur Tour, klicken Sie auf die Grafik.
Für mehr Details zur Tour, klicken Sie auf die Grafik.
Geschafft und hungrig? Dann lädt - nach dem Lockdown wieder - der Alte Dorfkrug am Anger in Lübars zu einer Stärkung ein. Was der Name nicht vermuten lässt: Hier serviert ein französischer Küchenchef mediterrane Leckereien. Französisch essen kann man auch im Restaurant Normandie in Schildow. Oder Sie schauen im Lübarser Hofladen der Alten Fasanerie vorbei.
Anfahrt: Man kann die Rundwanderung von der Berliner Seite aus in Lübars starten - die Buslinie 222 fährt vom S-Bahnhof Waidmannslust aus dorthin. Oder man läuft in Glienicke/Nordbahn (Landkreis Oberhavel) los. Hier hält die Buslinie 806, die vom S-Bahnhof Hermsdorf startet.
Informationen rund um das Tegeler Fließ finden Sie auch auf der Website des Naturschutzbundes unter www.berlin.nabu.de.
Die Website des Naturparks Barnim bietet eine Übersicht zur Wanderung als PDF Download an. Die GPX-Daten der Tour finden Sie außerdem in unserem Komoot-Profil.
MAZ-Tipp: Früh aufstehen lohnt sich! Die meisten Wanderer besuchen das Moor an den Wochenenden gegen Mittag. Um größere Menschenansammlungen auf den schmalen Stegen zu vermeiden, sollten Sie schon morgens loswandern.
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Brandenburg für Genießer

Sepp Steinbrecher mit einem gereiften Havelländer Käse.
Sepp Steinbrecher mit einem gereiften Havelländer Käse.
Sepp Steinbrecher ist eigentlich ein Großstadtmensch. Seine Wurzeln hat der 56-jährige studierte Ingenieur und Landwirt der Pflanzenproduktion im sächsischen Leipzig. Viele Jahre lebte er in Berlin, wo er auch sein Studium absolvierte. Durch Freunde kam Sepp Steinbrecher auf die Herstellung von Käse.
„Freunde von mir haben im Ökodorf Brodowin Biolandwirtschaft mit Schafzucht betrieben. Dazu gehörte auch eine kleine Käserei. Dort habe ich einige Jahre Erfahrungen in der Käseherstellung gesammelt. Später übernahm ich organisatorische Aufgaben auf dem Ökohof Kuhhorst“, erzählt Sepp Steinbrecher.
Seit dieser Zeit hatte er den Traum von der eigenen Käserei. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, machte er sich auf die Suche nach einem geeigneten Objekt. Fündig wurde Steinbrecher schließlich im havelländischen Luch in Garlitz.
Im Käsekessel stellt der 56-Jährige die beliebten Sorten Luchkäse und Havelländer her.
Im Käsekessel stellt der 56-Jährige die beliebten Sorten Luchkäse und Havelländer her.
„Ich habe 2007 in der Zeitung vom Biohof der Barthels & Erb GbR in Garlitz erfahren: Eine alte, nicht genutzte Milchküche eignete sich als Produktionsraum. Auch Lagermöglichkeiten und Wohn- und Arbeitsräume waren vorhanden. Zudem produzierte der Bio-Bauernhof Bio-Milch in hoher Qualität“, so Sepp Steinbrecher. Nach umfangreichen Umbauarbeiten entstanden ein Produktionsbereich und ein Reiferaum im Keller. 2009 eröffnete Steinbrecher seine Havelländische Hofkäserei. Neben Schnittkäse stellt er im Einmannbetrieb auch Jogurt, Quark und Frischkäse her.
Beliebt bei den Käufern sind die Schnittkäsesorten „Luchkäse“ und „Havelländer“. „Unser Luchkäse ist jung und frisch mit einer dezenten säuerlichen Note und einer Reifezeit von mindestens sechs Wochen. Der Havelländer ist ein würzig-aromatischer Schnittkäse, der mindestens zehn Wochen gereift ist. Durch die Reife und Rezeptur entwickelt sich der Charakter des Käses unterschiedlich. Jeder Laib ist somit ein Unikat“, so Sepp Steinbrecher.
Seine Milchprodukte verkauft er hauptsächlich über Wochenmärkte und einmal die Woche auch dem Hof. „Ich stelle meine Milchprodukte frisch für den Markt und in Handarbeit her. Ohne große technische Anlagen einer industriellen Käserei. Ich benötige lediglich einen Käsekessel, eine Käseharfe zum Schneiden der Gallerte sowie einen Bruchrührer als typische Handgeräte traditioneller Käseherstellung“, erklärt der Hersteller.
Eine Käseharfe (l.) zum Schneiden der Gallerte sowie ein Bruchrührer sind typische Handgeräte traditioneller Käseherstellung.
Eine Käseharfe (l.) zum Schneiden der Gallerte sowie ein Bruchrührer sind typische Handgeräte traditioneller Käseherstellung.
An einem Wochentag produziert er die ungereiften Produkte wie Quark, Jogurt und Frischkäse, an einem anderen Wochentag den Käse. Für beide Tage braucht er jeweils 250 Liter frische Bio-Milch. Neben dem Angebot von Bio-Produkten ist die Havelländische Käserei Garlitz auch in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt: Steinbrecher bietet seine Produkte in Mehrweggläsern an. Auch beim Käse kommen keine konservierenden Verpackungsmaterialien zum Einsatz.
„Das ist zwar ein zusätzlicher Aufwand für mich. Schließlich müssen die Gläser und Flaschen jedesmal gereinigt werden. Die Kunden sind dafür aber dankbar. Mein Käse erhält auch keine künstliche Rinde, auch wenn es für einen Bio-Betrieb gestattet wäre, sondern entwickelt durch aufwendige Pflege eine natürliche Rinde“, erklärt Sepp Steinbrecher. Text und Fotos: Jürgen Ohlwein
Wann und wo es den Käse zu kaufen gibt, können Sie hier nachlesen.
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Tipps aus der Region

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Raus in den Garten

Achtung: Die Stechpalme sticht auch. Foto: dpa
Achtung: Die Stechpalme sticht auch. Foto: dpa
Es ist ihr Jahr, die Stechpalme ist der Baum des Jahres 2021 - genauer gesagt die Art Ilex aquifolium. Die Jury nannte den Baum mit den sattgrünen stacheligen Blättern und den leuchtend roten Beeren ein „Paradebeispiel“ für Artenschutz. Er dient als Brutplatz und ist eine Nahrungsquelle für Vögel, Bienen und Hummeln. Diese Ilex-Art kommt in Mischwäldern vor, sie ist aber auch im Garten beliebt. Freistehend kann sie mehrere Meter hoch werden.
Wer sich eine Stechpalme kaufen will, sollte auf das Geschlecht der Pflanzen achten. Denn den üppigen Fruchtschmuck in Rot, Schwarz oder Braun tragen nur die weiblichen Exemplare. Aber: Ohne Mann nichts dran! Damit sie Früchte ausbilden, ist nämlich eine männliche Pflanze in der Nähe als Bestäuber nötig. Denn die Gattung Ilex ist zweihäusig - es gibt also männliche und weibliche Pflanzen.
Der Ilex liebt leicht sauren Boden, der zudem humos, nährstoffreich und durchlässig ist. Bei zu hohem pH-Wert der Erde, also sehr kalkigen Böden können helle Blattflecken, sogenannte Chlorosen, auftreten. Die meisten Sorten haben dunkelgrüne Blätter, es gibt aber auch Ilex mit goldgelber oder weißer Zeichnung. 
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Fundstück der Woche

Paula Olschewski betreibt gemeinsam mit ihrem Mann Joscha direkt neben dem Karolinenhof zwischen Kuhhorst und Flatow den Karolinengarten. Foto: Enrico Kugler
Paula Olschewski betreibt gemeinsam mit ihrem Mann Joscha direkt neben dem Karolinenhof zwischen Kuhhorst und Flatow den Karolinengarten. Foto: Enrico Kugler
Der Karolinengarten ist ein stilles Fleckchen Erde. Ein kleiner Hof mit einem Schuppen und einem Wohnhaus. Dahinter ein großes Feld, insgesamt sind es vier Hektar. Der für seinen Ziegenkäse bekannte Karolinenhof, der diesem Ort – direkt neben Kuhhorst gelegen – ganz weit draußen in Oberhavel den Namen gibt, ist in Sichtweite.
2018 haben Paula und ihr Mann Joscha Olschewski begonnen, auf dem Gelände Gemüse anzubauen. „Das war auch vorher schon eine Gärtnerei“, sagt Paula Olschewski. Sie stammt aus Schwerin. Nach dem Abi zog sie nach Berlin. Ihr freiwilliges soziales Jahr machte sie zunächst in der Charité – wo sie aber feststellte, dass das Gesundheitswesen nichts für sie ist. Stattdessen machte sie in Kuhhorst eine Lehre zur Landwirtin und arbeitete auf dem Karolinenhof. „Ich mag das Draußensein“, sagt die 29-Jährige. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich etwas geerntet habe. Wir wollen hier qualitativ hochwertige ökologische Lebensmittel produzieren.“
2021 beginnt die vierte Anbausaison der Olschewskis. Foto: Enrico Kugler
2021 beginnt die vierte Anbausaison der Olschewskis. Foto: Enrico Kugler
Angeboten werden im Laufe des Jahres neben Porree auch Sellerie, Rote Beete, Möhren, mehrere Kürbissorten, Paprika, Chili, Zucchini, Gurken, Kohlarten und seit dem vergangenen Jahr auch kleine Honigmelonen. Neu dazu kommen sollen Erdbeeren und grüner Spargel.
Hauptsächlich soll alles über die Direktvermarktung verkauft werden. „Wir sind ja ziemlich klein“, sagt die Landwirtin. Da würde es sich wirtschaftlich nicht lohnen, auf Großhändler zu setzen. Stattdessen werden die Gemüseprodukte nebenan auf dem Karolinenhof verkauft, auch im dortigen Café werden die Produkte verarbeitet.
Interessierte zahlen einen monatlichen Beitrag und bekommen einmal pro Woche eine Kiste voller Gemüse. Foto: Enrico Kugler
Interessierte zahlen einen monatlichen Beitrag und bekommen einmal pro Woche eine Kiste voller Gemüse. Foto: Enrico Kugler
Eine weitere Idee sind Kisten: „Wir liefern wöchentlich Gemüsekisten aus.“ Dabei handelt es sich um eine Anlehnung an das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft. Interessierte zahlen einen monatlichen Beitrag und bekommen einmal pro Woche eine Kiste voller Gemüse. Von April bis November wöchentlich, ansonsten zweiwöchentlich. „In der Kiste ist dann alles, was reif ist. Wir haben einen Plan, um uns da möglichst breit aufzustellen.“
Die Kisten werden zu momentan drei Abholstationen gebracht – sie befinden sich in Charlottenau, Linum und Börnicke. Wessen Kiste wohin kommt, richtet sich danach, welche der Stationen am nächsten zum Kunden ist. „Von der Menge her wird der Bedarf von zwei Personen abgedeckt“, sagt Paula Olschewski. Jetzt gerade sei die Zeit, wo sich Interessierte dafür noch anmelden können – viele „Kistenplätze“ gebe es für die Saison ab Mai 2021 aber nicht mehr. Der Vertrag gehe über ein Jahr. Was jeweils genau in der Kiste ist, erfahren die Bezieher immer einen Tag zuvor. Kontakt und Kistenbestellung per E-Mail an karolinengarten@posteo.de. Robert Tiesler
Übrigens: Einen regionalen Obst- und Gemüse-Lieferservice bietet auch das Unternehmen “Landkorb” aus Rohrlack. Hier lesen Sie mehr über den Bio-Anbau. Das Liefergebiet umfasst u.a. die Region rund um Wittstock, Neuruppin, Potsdam, Berlin, Oranienburg, Nauen und Blankenfelde.
MAZ-Tipp: Falls Sie sich den Karolinengarten mit eigenen Augen anschauen wollen und gerne Käse essen, planen Sie unbedingt auch einen Abstecher im Hofladen des Karolinenhofes ein. Aktuell ist dieser freitags von 11 bis 18 und samstags, sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
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