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Tiergartenwanderung in Königs Wusterhausen++Ingwer-Shot++Flauschhoppler

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wer nach Idylle sucht, muss in Brandenburg nicht lange suchen. Wasserblick, wunderschön angelegte Parks, hohe Wälder, Schlösser und Gärten - können wir. Und so möchte ich Ihnen heute einen Ort empfehlen, der von allem etwas bietet: den Tiergarten in Königs Wusterhausen.
Dort können Sie auf königlichen Spuren wandeln (wenn auch nicht mehr jagen, wie Friedrich Wilhelm I. es einst tat), vom Husareneck aus den herrlichen Blick auf Dahme und Krimnicksee genießen und ganz nebenbei noch die Arbeiten von Holzkünstlern bewundern. Der Skulpturenpfad hält jede Menge Stadtgeschichte parat.
Natürlich, im Moment ist es mit Ausflugstipps so eine Sache. Erst am Dienstagabend haben sich Bund und Länder auf eine Verschärfung des Corona-Lockdowns geeinigt, er hört jetzt auf den Namen “Mega-Lockdown” und soll heute in eine neue Verordnung für Brandenburg gegossen werden. Da wirkt eine Wanderung vielleicht gerade nicht sehr empfehlenswert. Aber - und da stimmen Sie mir sicher zu - manchmal ist die Vorfreude doch die schönste Freude. Deshalb möchten wir Ihnen mit “Raus aufs Land” schon jetzt Tipps geben, wie Sie die Zeit nach der zweiten Corona-Welle an der frischen Luft verbringen könnten.
Und bis es soweit ist? Ich komme ganz gut durch die Lockdown-Wochen, indem ich in der Küche herumexperimentiere. Mein neuestes Lieblingsrezept: Ingwer-Shot. Das geht schnell, schmeckt im Zusammenspiel mit Zitrone und Orange herrlich frisch und stärkt auch noch das Immunsystem. Schließlich ist gerade nicht nur Corona-, sondern auch Erkältungszeit. Probieren Sie es doch mal aus!
Und falls Sie der Corona-Blues gepackt hat, kann ich unser Fundstück der Woche ganz unten in diesem Newsletter wärmstens empfehlen. Nur soviel: Es hat Fell und hoppelt. Meine Laune steigt da sofort.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche bis zur nächsten Ausgabe von “Raus aufs Land”. Bleiben Sie gesund!
Herzliche Grüße,
Ihre
Stephanie Philipp
Chefin vom Dienst Digital
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Ausflug der Woche: Tiergartenwanderung in Königs Wusterhausen

Ab in den Tiergarten: Dort ist es auch im Winter idyllisch. Foto: Frank Pawlowski
Ab in den Tiergarten: Dort ist es auch im Winter idyllisch. Foto: Frank Pawlowski
In dieser Woche nehmen wir Sie mit in die größte Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald, nach Königs Wusterhausen. 38.500 Einwohner verteilen sich auf die Kernstadt und die acht Ortsteile, mittendrin liegt idyllisch auf der Mühleninsel das Schloss. In den Jahren 1713 bis 1718 wurde es zum Jagdschloss umgebaut. Friedrich Wilhelm I. machte es zu seiner Herbstresidenz und ging von dort aus seiner Jagdleidenschaft nach.
Heute ist das Schloss - wenn nicht gerade die Corona-Pandemie dazwischenfunkt, wie aktuell - für Besucher zugänglich. Es liegt nicht weit entfernt vom Königs Wusterhausener Bahnhof, von dem aus unsere rund zehn Kilometer lange Wanderung durch den Königs Wusterhausener Tiergarten startet.
Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. ließ 1725 in einem 900 Hektar großen Waldgebiet den Tiergarten für die Jagd anlegen. Heute ist das Areal ein Erholungs- und Naturschutzgebiet.
Das Schloss in Königs Wusterhausen. Foto: Frank Pawlowski
Das Schloss in Königs Wusterhausen. Foto: Frank Pawlowski
Vom Bahnhof aus biegen wir - immer der Rundweg-Markierung grüner Baum auf weißem Grund folgend - nach einem kurzen Stück auf der Storkower Straße ab in den Kiefernweg, der erst in die Hafenstraße und dann in den Fasanenweg übergeht und bis zum Tiergarten führt. Der Erholungswald lädt zu jeder Jahreszeit zum Abschalten ein.
Der Weg zum Krimnicksee, dem nächsten Höhepunkt der Tour, überzeugt mit Idylle am Wegesrand. Der See ist ein Binnensee, an dem verschiedene Stadtteile von Königs Wusterhausen liegen. Er liegt zwischen Neue Mühle, Senzig und Zernsdorf. Im Osten geht der Krimnicksee in den Krüpelsee über.
Unser Tipp: Unbedingt einen Abstecher zum Husareneck, einer Landzunge zwischen Dahme und Krimnicksee, machen, denn dort gibt es einen tollen Ausblick. Und bitte die (Handy-)Kamera nicht vergessen!
Der Fischer in Senzig begrüßt - hier im Sommer - die Wanderer. Foto: Andrea Müller
Der Fischer in Senzig begrüßt - hier im Sommer - die Wanderer. Foto: Andrea Müller
Weiter geht es durch den Tiergarten in Richtung Storkower Straße, wo der Fischer in Senzig wartet - eine Holzskulptur. In den vergangenen Jahren wurden am Wegesrand mehrere solcher Skulpturen installiert. Mittlerweile erzählen acht Werke der Holzkünstler Frank Winkler und Roland Karl Episoden aus der Geschichte von Königs Wusterhausen und seinen Ortsteilen. Auf kleinen Infotafeln wird der geschichtliche Zusammenhang erläutert.
Wir überqueren die Straße - weiter auf die Markierung grüner Baum auf weißem Grund achtend - und tauchen wieder ein in den Tiergarten. Nächstes Etappenziel ist die Holzfigur Kahnfahrer. Von dort geht es weiter zur Spukbrücke.
Der Übergang wird auch Teufelsbrücke genannt und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Bis 1907 diente er als Zollbrücke. Im Volksmund wird erzählt, dass hier um Mitternacht merkwürdige Geräusche zu hören seien. Einer anderen Sage nach soll ein angetrunkener Mann in den Fanggraben gefallen, dort ertrunken sein und seither als Gespenst sein Unwesen treiben.
Klicken Sie auf die Karte für weitere Details.
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Allmählich geht es nun wieder zurück zum Ausgangspunkt, aber es warten noch weitere Highlights. Je nach Witterung empfiehlt sich ein Rastplatz an der Streuobstwiese - mit einer Thermoskanne heißem Tee oder Kakao durchaus auch in der kalten Jahreshälfte.
Etwas aufgewärmt geht es weiter zur Jungen Dame, einer weiteren Holzskulptur, die nahe des Krebssees auf Wanderer wartet - ebenso wie die Skulptur, die Jakob Paul Freiherr von Gundling gewidmet ist. Er ist der letzte Stopp auf dem Rückweg zum Königs Wusterhausener Bahnhof, dem Ausgangspunkt unserer Tour.
Die Tiergarten-Wanderung in Kürze:
Start-/Zielpunkt: Bahnhof Königs Wusterhausen, erreichbar aus Richtung Berlin alle 30 Minuten mit Regionalzügen oder alle 20 Minuten mit der S-Bahn.
Länge: 10 Kilometer, Schwierigkeitsgrad mittelschwer, immer der Markierung grüner Baum auf weißem Grund folgen
Dauer: circa 2,5 Stunden, kann durch ausgiebige Stopps ausgedehnt werden
GPX-Daten: Hier gibt es alle Infos zur Tour beim Routenplaner Komoot.
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Brandenburg für Genießer

Der Boost fürs Immunsystem: Ingwer. Foto: dpa
Der Boost fürs Immunsystem: Ingwer. Foto: dpa
Hat Sie in diesem Winter schon ein Infekt erwischt? Auch ohne Corona befinden wir uns schließlich gerade in einer Jahreszeit, die einem typischerweise irgendwann Husten oder Schnupfen - oder beides - beschert. Worauf es dann ankommt? Na klar, ein starkes Immunsystem.
Und wer ist der Erkältungskiller schlechthin? Ingwer! Ich empfehle Ihnen, die Knolle mit Orange und Zitrone zu einem leckeren Ingwer-Shot zu verarbeiten.
Das brauchen Sie:
  • 1 Ingwerknolle
  • 3 frische Orangen
  • 1 Zitrone
  • 4 TL Honig
Und so geht’s:
Zuerst die Ingwerknolle schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Orangen und die Zitrone auspressen. Alle Zutaten in einen Mixer geben. Nach Belieben auch das Fruchtfleisch der Zitrusfrüchte dazutun. Mit einem Mixer alles verquirlen, bis ein dickflüssiger, sämiger Saft entsteht. Zum Schluss den Honig in den Saft träufeln. Den Ingwer-Shot in eine Flasche füllen und in den Kühlschrank stellen. So übersteht jeder eine Erkältungswelle.
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Raus in den Garten

Foto: dpa
Foto: dpa
Blüten mitten im Winter? Kein Problem! Der Winterschneeball “Dawn” öffnet bereits seit Dezember seine ersten Knospen, die Hauptblüte folgt von März bis April. Der buschige Strauch trägt stark duftende rosa-weiße Blüten. Er wird gut zweieinhalb Meter hoch.
Beim Duftschneeball zeigen sich die weißen bis rosa Blüten in duftenden Rispen im Februar und März - in milden Wintern auch früher. Von März bis April erfreuen uns die Schirmrispen des etwa anderthalb Meter großen Mittelmeer-Schneeballs, der aber einen geschützten Standort benötigt, beispielsweise in einer Hausecke. Da seine Blätter immergrün sind, macht er sich besonders gut als Blickfang hinaus in den verschneiten Garten.
Als Nachbarn für Schneebälle eignen sich immergrüne Rhododendren oder laubabwerfende Gehölze, damit der Schneeball im Winter prächtig alleine steht.
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Fundstück der Woche

Lea Schöttler zeigt auf Instagram das Leben ihrer Kaninchen. Foto: privat
Lea Schöttler zeigt auf Instagram das Leben ihrer Kaninchen. Foto: privat
Der Corona-Lockdown erweist sich für Lea Schöttler zumindest in einer Hinsicht als Glücksfall: Die gewonnene Freizeit nutzt die junge Frau, und zeigt auf Instagram das Leben ihrer Kaninchen Felix, Cookie, Peppie und Bailey. Inzwischen hat die Seite schon mehr als 1000 Fans. Der Name des Profils: “Die Flauschhoppler”.
„Das Leben meiner Kaninchen ist so vielfältig. Ich zeige, wie eine artgerechte Haltung aussieht und erstelle ein digitales Tagebuch für das Leben meiner Tiere. Es ist so schön zu sehen, dass sie mir blind vertrauen“, sagt die 23-Jährige. Jedes Kaninchen ist unterschiedlich, während Felix als Chef der Bande gilt, baut Cookie die besten Tunnel.
Das sind die Flauschhoppler: Bailey, Felix, Peppi und Cookie (von links). Foto: privat
Das sind die Flauschhoppler: Bailey, Felix, Peppi und Cookie (von links). Foto: privat
Peppi frisst und schläft den halben Tag, Bailey gilt als schüchtern. Lea Schöttler erklärt, wie Kaninchenbesitzer Krankheiten der Säugetiere erkennen, worauf es bei der Ernährung ankommt und kritisiert Missstände.
Sie lebt zwar in Zehdenick im Landkreis Oberhavel, hat sich aber bei einem Spaziergang in Brandenburg an der Havel verliebt und deshalb die Havelstadt als Standort ihrer Seite angegeben. „Hier ist es wirklich schön, ich spaziere gern am Wasser entlang in Richtung des Historischen Hafens. Brandenburg an der Havel hat für mich einfach besser gepasst, um sich mit anderen Kaninchenfans auszutauschen“, sagt Lea Schöttler.
Cookie genießt seine Mahlzeit. Foto: privat
Cookie genießt seine Mahlzeit. Foto: privat
Für die nächsten Monate entwickelt sie Themen, beschreibt Arzneimittel für eine Notfallapotheke, Tipps zur Dekoration von Gehegen und plant neue Videoclips.
„Ich hoffe auf neue Stories und viele Gespräche mit Followern. Denn sie sind oft eine Inspiration. Ich wollte auf Instagram gar nicht groß rauskommen, es ist aber schön zu sehen, wie vielen Menschen die Bilder gefallen und wie wir uns auf Augenhöhe zum Wohl der Tiere austauschen. Das zaubert mir oft ein Lächeln ins Gesicht“, sagt die Erzieherin. André Großmann
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PS: Brauchen Sie noch eine Alltagsmaske? Ab sofort gibt es diese auch im MAZ-Shop. Einfach hier klicken und für 4,95 Euro bestellen.
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