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Theatersommer++Ruppiner Schweiz++Milch und Moos

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wenn ich am Wochenende aus dem Supermarkt komme und meine vollen Tasch
MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
MAZ Raus aufs Land
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn ich am Wochenende aus dem Supermarkt komme und meine vollen Taschen heim trage, möchte ich eigentlich nicht mehr so viel an Masken denken. Doch dann bin ich auf Netzeband (Ostprignitz-Ruppin) gestoßen, wo sie die Maske als Geschäftsmodell seit Jahren etablieren – in einer so herrlich schönen und virenfreien Form, dass dieses Maskentheater im Gutspark längst zu den Glücksmomenten des Brandenburger Kultursommers zählt.
Die Netzebander Premiere an diesem Samstag heißt “Bluthochzeit”, was zugegeben nicht vollständig sorgenfrei klingt. Das gesellschaftlich engagierte Stück stammt von Federico Garcia Lorca. Wir halten das aus. Nicht immer Serien gucken, wo sie zwischen Kuss und Messerstecherei changieren, um uns wach zu halten: Das gibt es noch, dieses echte Theater mit echten Menschen. Wenn sie hinter Masken spielen, erfüllt das nicht nur die Hygienevorschriften, sondern vor allem die eigenen poetischen Ansprüche.
Wer sich am Wochenende bewegen möchte, der muss sich entscheiden: See oder Berge? Na gut: Wir reden hier von Hügeln, die in der Märkischen Schweiz den Puls nach oben treiben, wenn man sie mit dem Rad erklimmt. Oben wartet nicht der Bergteufel wie bei der Tour de France, sondern mein Kollege Lars Sittig, der die Fahrt für Sie in diesem Newsletter erprobt hat.
Der See wiederum liegt in Rangsdorf (Teltow-Fläming), und weil der wirklich flach ist, fast zu flach zum Schwimmen, wandern wir an seinem schönen Ufer entlang. Wenn Sie wollen. Auch diese Tour beschreiben wir in der neuen Ausgabe von “Raus aufs Land”, genau so wie ein Bier, das Sie demnächst nach der Wanderung öffnen könnten, denn eine Sonderedition der Potsdamer Stange kommt auf den Markt. Und wer die Maske immer noch nicht abgenommen hat, dem sei geraten: Vor dem ersten Schluck wird es jetzt wirklich Zeit dafür.
Was auch immer Sie vorhaben - wenn Sie noch mehr Inspiration für Wanderrouten und kulinarische Genüsse suchen, haben wir auch noch ein tolles Buch zu gewinnen - ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße,
Ihr
Lars Grote
MAZ-Autor

Ausflug der Woche: Wanderung um den Rangsdorfer See

Flach, flacher, Rangsdorfer See.
Flach, flacher, Rangsdorfer See.
Sie hatten mit Beate Uhse bisher nicht so viel am Hut? Okay, das könnte sich jetzt ändern, ohne dass wir unser Eintrittsalter für den Newsletter auf 18 Jahre hochschrauben müssten. Denn Beate Uhse war auch eine kühne Fliegerin, die auf dem Flugplatz in Rangsdorf (Teltow-Fläming) abhob, damals in den 1930ern. Genau so wie Heinz Rühmann und Elli Beinhorn.
Wer dieses Rangsdorf erkunden möchte, wandert am besten entlang des Sees, dem Herzstück des Ortes. Wir beginnen den acht Kilometer langen Weg, den wir 2018 noch mit 2500 Lesern bei der MAZ-Osterwanderung beschritten haben, auf dem Parkplatz vor dem Seehotel Rangsdorf. Die Straße am Strand geht in einen Waldweg über, dem wir folgen, er führt rechts am Sportplatz entlang. 
Wir bleiben in Ufernähe und erreichen zunächst den Ortsteil Klein-Venedig. Die ersten Häuser entstanden dort bereits am Ende der 1920er Jahre als Teil einer neuen Wassersportsiedlung. Es gibt dort vier parallel verlaufende Kanäle, die zum Teil miteinander verbunden sind, die Anwohner erreichen auf diesem Wasserweg den Rangsdorfer See. Nach der vierten Brücke über einen der quer verlaufenden Kanäle endet die Seepromenade und geht in einen Waldweg über.
Die Strecke der Wanderung.
Die Strecke der Wanderung.
Bald erreichen wir das Grundstück der Seeschule. Zur Linken präsentiert sich ein Gebäude mit zahlreichen Säulen: Der ehemalige Aero Club, damals Tummelplatz für Beate Uhse und Heinz Rühmann, wurde am Vorabend der Olympischen Spiele 1936 eröffnet. Er verrät die Handschrift des Architekten Ernst Sagebiel, der nicht nur den Tempelhofer Flughafen entworfen hat, sondern unter anderem auch den Prachtbau des heutigen Finanzministeriums in Berlin-Mitte.
Rechts am Ufer bietet eine durch die sogenannten “Zülow-Pfleger” errichtete Aussichtsplattform aus Robinienholz die Gelegenheit, den Rangsdorfer See zu bewundern. Auf der linken Seite vor dem Zaun erinnert ein Gedenkstein an das gescheiterte Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 durch Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der damals vom Flughafen Rangsdorf Richtung Ostpreußen startete und hier auch wieder landete. Wir folgen dem Weg und erreichen bald eine Weggabelung an einer Schranke – wir halten uns rechts und befinden uns auf dem Weg Richtung Zülow-Niederung.
Der wild umwucherte Zülowkanal.
Der wild umwucherte Zülowkanal.
Wir biegen nach links ab und laufen eine Weile parallel zum Zülowkanal. Mit etwas Glück lassen sich an dieser Stelle Feldhasen, Wildgänse oder Kraniche beobachten. Mit Erreichen eines Betonplattenwegs biegen wir erneut nach links ab und folgen dieser überwiegend landwirtschaftlich genutzten Straße bis zum Bahnübergang Pramsdorf.
Wir wenden uns nun wieder dem Weg nach links zu und erklimmen den seichten Hügel, den Pramsdorfer Berg. Bald geht es wieder abwärts, nach einer Rechtskurve erblicken wir das ehemalige Rangsdorfer Flugfeld. Auf der rechten Seite werden Teile der ehemaligen Bückerwerke mit der Einfliegerhalle und dem Tower sichtbar. Das Gelände wird in den nächsten Jahren zu einem Wohngebiet mit Schule und Sportplatz ausgebaut – ein anspruchsvolles Projekt.
Kurz vor Erreichen der inzwischen sichtbaren Feng-Shui-Siedlung führt ein zweispuriger Feldweg nach links, dem wir bis zu einer Einmündung folgen. Diesmal biegen wir nach rechts ab und stellen bald fest, dass wir diesen Weg bereits vom Hinweg her kennen. Wir laufen vor der Schranke wieder nach links und kommen so erneut an der Seeschule und der Aussichtsplattform vorbei und durchqueren erneut Klein-Venedig.
Unmittelbar nach Erreichen des Sportplatzes biegen wir diesmal nach links in einen Waldweg ab, der uns zum Ufer des Rangsdorfer Sees führt. Über die Strandpromenade gelangen wir zum Strandbad am Rangsdorfer See und haben damit das Ende unserer Wanderung erreicht. Auf der Terrasse des Seehotels kann man sich bei einer Erfrischung ausruhen und den Wasserblick genießen.
Sie wollen die Gegend lieber im Sattel erkunden? Hier finden Sie unsere Radtour zu den Seen im nördlichen Teltow-Fläming.
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Radtour der Woche: Ruppiner Schweiz

Lars Sittig stellt an dieser Stelle jede Woche eine neue Radtour vor.
Lars Sittig stellt an dieser Stelle jede Woche eine neue Radtour vor.
Wer es wildromantisch mag, der ist in der Fontane-Kernzone in der Ruppiner Schweiz genau richtig. Der Rundkurs beginnt in Neuruppin und endet in Rheinsberg. Bereits in der Fontanestadt lohnt sich ein Abstecher zu den vielen Denkmälern und prächtigen Gebäuden. Die Seepromenade verströmt maritimes Flair – hier befindet sich auch die Klosterkirche Sankt Trinitatis, eines der Wahrzeichen der Stadt. In Rheinsberg locken dann später das international bekannte Schloss und der dazugehörige Park.
Waldbaden am Kalksee.
Waldbaden am Kalksee.
Die Landschaft ist die ganze Zeit über betörend schön – der Abschnitt zwischen Binenwalde und Boltenmühle mit dem Binenbach verströmt sogar einen Hauch von Mittelgebirge. Außerdem gibt es jede Menge Badestellen zum Abkühlen – am Kalksee beispielsweise bekommt unter Bäumen der Begriff Waldbaden eine ganz besondere Bedeutung.
Es geht weiter am Tornowsee und Zermützelsee entlang. Nur wenige Kilometer entfernt liegen der Tierpark Kunsterspring und der Stechlinsee: Sehnsuchtsorte und Badestellen gibt es am laufenden Kilometer. Das Radwegenetz ist exzellent ausgeschildert, man ist da sehr geschickt im Ruppiner Land, auf Fontanes Spuren. 
Die Strecke: Die 56 Kilometer (Fahrtzeit rund 4,5 Stunden) lange Tour führt auf einem straßenbegleitenden Radweg über Alt Ruppin nach Krangen und von dort auf einer sehr schönen Radstraße nach Zippelsförde.
Von Rheinsberg nach Braunsberg haben wir uns wegen des historischen Flairs und der schönen Landschaft für eine malerische, aber huckelige Kopfsteinpflasterstraße entschieden – es kann aber auch ein straßenbegleitender Radweg nach Zühlen genutzt werden, von dort führt eine mäßig befahrene Landstraße nach Braunsberg (im Komoot-Routenplaner ist die Kopfsteinpflasterstrecke angegeben).
Hinweg: Für eine detaillierte Ansicht, klicken Sie bitte auf die Karte.
Hinweg: Für eine detaillierte Ansicht, klicken Sie bitte auf die Karte.
Von Binenwalde nach Zermützel geht es bei der MAZ-Landpartie durch den Wald und bei der Schiebestrecke teilweise ziemlich steil bergauf- und bergab, es gibt aber auch hier wieder die Möglichkeit, auf der Landstraße oder einer Strecke mit weniger Gefälle zu fahren. Der Weg am Binenbach entlang ist allerdings sehr schön. Von Zermützel geht es über die Zwischenstation Alt Ruppin wieder auf einem straßenbegleitenden Radweg in die Fontanestadt.
Rückweg: Für eine detaillierte Ansicht, klicken Sie bitte auf die Karte.
Rückweg: Für eine detaillierte Ansicht, klicken Sie bitte auf die Karte.
Die Tour ist recht lang und teilweise anspruchsvoll, wenn man sich aber etwas mehr Zeit nimmt, vielleicht eine Übernachtung einplant und eventuell ein etwas schwierigeres Teilstück auslässt, auch für ältere Menschen und Kinder geeignet.
Im Video stellt Lars Sittig die Highlights im Ruppiner Land vor.
Im Video stellt Lars Sittig die Highlights im Ruppiner Land vor.
MAZ-Tipp: Sich eine Übernachtung gönnen, in aller Ruhe den Sonnenuntergang am Kalksee genießen und ins Wasser springen. Am 1. und 2. August, jeweils zu 17.30 Uhr, gibt es außerdem eine sommerliche Serenade auf dem Schlosshof in Rheinsberg: Mit der Harmoniemusik zu „Fidelio“ lässt die Kammerakademie Potsdam die Musik aus Beethovens einziger Oper in einem Bläsersatz von Wenzel Sedlak erklingen.
Eine ausführliche Beschreibung der Tour lesen Sie hier.
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Brandenburg für Genießer

 Sina Schwarz und Theresa Wißmann mit ihrem Wanderführer.
Sina Schwarz und Theresa Wißmann mit ihrem Wanderführer.
Dass aus einem Blog ein Bestseller werden kann, dürfen gerade Sina Schwarz und Theresa Wißmann erfahren. Beide betreiben seit 2016 ihr Wanderblog „Milch & Moos“. Hier stellen sie für jeden Monat des Jahres ausgewählte regionale Produkte, ihre Produzenten und die Landschaften vor, die diese Manufakturen umgeben. Diese Kombination aus Wanderungen, Kulinarik und Begegnungen mit märkischen Machern macht auch ihr liebevoll gestaltetes Buch „Milch & Moos. Vom Wandern und guten Essen in Brandenburg“ (terra press, 224 Seiten, 25 Euro) aus.
Blick ins Buch.
Blick ins Buch.
20 ungewöhnliche Touren sind darin versammelt, immer verbunden mit erlesenen regionalen Genüssen. Die meisten führen an Seen vorbei, doch auch für die kühlere Jahreszeit gibt es Routen - die enden dann eben in einer Sauna. Jetzt, wo es durch die Corona-Krise besonders viele Menschen in die heimische Natur lockt, eignet sich der Wanderführer wunderbar als Inspiration für Urlaub im eigenen Land. Detaillierte GPS-Tracks und Tipps zur Anreise mit dem ÖPNV sorgen dafür, dass sich keiner verläuft. Das „Raus aufs Land“-Team ist begeistert - und verlost drei Exemplare von „Milch & Moos“ unter unseren Newsletter-Abonnenten. Hier geht’s zum Gewinnspiel.
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Wohin am Wochenende?

Virginie, Joel-Vernon, Mira, Janey und Timothy spielen seit Jahren  beim Theatersommer mit. Foto: Regine Buddeke
Virginie, Joel-Vernon, Mira, Janey und Timothy spielen seit Jahren beim Theatersommer mit. Foto: Regine Buddeke
Theatersommer in Netzeband
Der traditionelle Theatersommer feiert in diesem Jahr sein 25. Jubiläum - trotz Corona. „Bluthochzeit“ hat am Samstag, dem 1. August, um 20.30 Uhr, im Gutspark Netzeband Premiere. Das poetisch-dramatische Stück von Federico Garcia Lorca wird wie vorgesehen als Synchrontheater, aber quasi spiegelverkehrt gespielt: Wo im Vorjahr die Zuschauer saßen, richtet das Technikteam des Theatersommers unter Leitung von Robert Vogel die Bühne ein. Wie in jedem Jahr werden die Rollen von Jugendlichen gespielt. Warum so viele Teenager lieber in die Masken schlüpfen, als mit ihren Freunden am See zu chillen, hat meine Kollegin Regine Buddeke aufgeschrieben.
Weitere Aufführungen am 7., 8., 14., 15., 21., 22., 28., 29. August.„Aschenbrödel“ hat am 30. August um 15 Uhr Premiere. Weitere Aufführungen sind am 6., 13., 20., 27. September, jeweils um 11 Uhr und 15 Uhr. Tickets ab 28,50 Euro („Bluthochzeit“) oder 16,50 Euro („Aschenbrödel“) gibt es hier.
Ehemaliger Supermarkt in Petkus (Teltow-Fläming). Foto: Ralph Gräf
Ehemaliger Supermarkt in Petkus (Teltow-Fläming). Foto: Ralph Gräf
Brandenburg unplugged
Die Geister einer vergangenen Epoche wohnen der Fotoserie „Brandenburg unplugged“ von Ralph Gräf inne, die im Foyer vom Treffpunkt Freizeit am Neuen Garten hängt. Unplugged heißt so viel wie „ohne Stecker“, und die meisten Landschaften und Gebäude wirken tatsächlich verlassen, stromlos. Nüchtern und sachlich bildet der preisgekrönte Hobbyfotograf ab, was ihm ins Auge sticht. Der Zellbiologe kam 2006 berufsbedingt von München nach Potsdam, der Blick des Zugereisten ist nicht verstellt von persönlichen Kindheitserinnerungen. Monatelang war „Brandenburg unplugged“ wegen Corona eine Geisterausstellung, die keiner sehen durfte. Nun sind die Fotos noch bis zum 7. August zu sehen. Als Vorgeschmack gibt es hier eine Fotostrecke mit einer Auswahl der Bilder.
Ausstellung „Brandenburg unplugged“ im Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64, Potsdam, täglich von 8 bis 21.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Kirche in Paretz im Havelland (Ketzin). Foto: Elfi Heua
Die Kirche in Paretz im Havelland (Ketzin). Foto: Elfi Heua
Sonderführung in Paretz
Anlässlich des 250. Geburtstages von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen lädt der Verein Historisches Paretz für Sonntag, dem 2. August, zu einer Sonderführung in Paretz ein. Es geht in die Dorfkirche, wo die Apotheose („Vergötterung“) von Königin Luise in der ehemaligen Königsloge ausgestellt ist. Das große Terakottarelief von Johann Gottfried Schadow entstand 1811 und zeigt die Verstorbene umgeben von den vier Tugenden.
Theodor Fontane fand in seinem „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ kaum ein gutes Wort für die Bildhauerarbeit Schadows: „Mehr eigentümlich, als schön. Sie gehört, ihrer Grundanschauung nach, jener wirren Kunstepoche an, wo der große Fritz in Gefahr war, unter die Heiligen versetzt zu werden, wo er im Elysium, mit Sternenkranz und Krückstock angetan, die der Zeitlichkeit entrückten preußischen Helden wie zur Parade empfing. Eine Art Sanssouci auch dort oben.“ Wer sich selbst ein Bild machen will, muss sich vorher anmelden - die Teilnehmerzahl ist wegen der Corona-Regeln begrenzt.
Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Dorfkirche Paretz. Gesichts- und Mundschutz sind mitzubringen. Anmeldung unter der Nummer 033233/8 07 47 oder per Mail: buero@paretz-verein.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 (erm. 3) Euro.
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Tipps aus der Region

Das sind die 17 schönsten wilden Badestellen in Potsdam und Umgebung
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Sonnenterrasse und alpine Küche beim „Almrausch“ in Stolpe
Kleingärten: Das müssen Sie über Pacht und Parzellen wissen
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... und raus aus Brandenburg

Urlaub in Bayern: Diese Orte sind nicht überlaufen
10 Tipps: Was Sie in Meck-Pomm gesehen haben sollten
Mecklenburgische Seenplatte: So ist die aktuelle Buchungslage
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Fundstück der Woche

Heute haben wir in dieser Rubrik gute Nachrichten für Bierfans: Pünktlich zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit soll das Jubiläumsbier „Potsdamer Stange 30“ das Licht der Welt erblicken. In der vergangenen Woche wurden in einem ersten Schub bereits 4000 Liter eingebraut. Dafür wurde erstmals Naturdoldenhopfen aus dem Potsdamer Lustgarten verwendet. Dessen erste Ernte war im vergangenen Herbst, danach wurde der Hopfen eingefroren. Bislang wurde dieser trotz erster Pflanzung im Jahr 2001 im Zuge der BUGA-Bewerbung noch nie geerntet und soll nun die traditionelle Potsdamer Stange, die bereits seit 1840 in Potsdam gebraut wird, zum Einheitsjubiläum prägen.
Das eigens für den Tag der Deutschen Einheit entworfene Etikett ziert auf der Vorderseite die deutschen Farben, auf der Rückseite wird auf die „Brandenburger Bierstraße“ – eine Aktion des Vereins Klein- und Gasthausbrauereien – aufmerksam gemacht. Das Jubiläumsbier wird vom 5. September bis 4. Oktober auf der Einheits-Expo in Potsdam präsentiert und über den Einzelhandel verkauft. Insgesamt sollen etwa 24.000 Flaschen nach der traditionellen Rezeptur mit dem besonderem Hopfen produziert werden.
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