Profil anzeigen

Spaziergang durch Lübben+++Luther-Tetzel-Radweg+++Gurken Paule

MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
kennen Sie Liuba? Es ist der schöne Name der sorbischen Göttin des Frühlings, der Liebe und der Fruchtbarkeit. Verwandt ist Liuba mit der nordischen Göttin Freya, die für den selben Geschäftsbereich zuständig ist. Nun haben wir zur Zeit zwar keineswegs Frühling, aber für die Liebe - auch für die Liebe zur Natur, die dieser Göttin sicher sehr wichtig war - ist immer Zeit. Und tatsächlich können Sie Liuba sogar besuchen, wenn Sie sich auf unserem Ausflug der Woche in den Südwesten Brandenburgs begeben.
Denn die Stadt Lübben im Spreewald leiten Sprachforscher vom slawischen Personennamen „Luba“ ab. Viele Sagen und Geschichten in der Stadt rücken diesen Namen wiederum in die Nähe der Liuba. An die Liebesgöttin erinnert in Lübben tatsächlich ein Gedenkstein im Hain zwischen Altstadt und Bahnhof. Auch eine Schule in der Stadt trägt ihren Namen.
In Lübben verdichtet sich viel brandenburgische Geschichte. Erwähnt ist der Ort schon als urbs lubin in einer Bestandsaufnahme der Besitztümer des Klosters Nienburg. Entsprechend geschichtsträchtig sind auch die Sehenswürdigkeiten wie etwa das Schloss Lübben, dessen Vorläufer auf eine slawische Ringwallanlage zurückgehen. Zu diesen Vorläufern gehört auch eine im 12. Jahrhundert errichtete Wasserburg. Seine heutige Erscheinung erhielt das Haus im Wesentlichen im 17. Jahrhundert. Passenderweise ist es jetzt ein Stadt- und Regionalmuseum.
Genutzt wird heute auch noch die evangelische Kirche St. Pankratius, die zu den ältesten Kirchen in der Niederlausitz gehört. Deren Schiff im spätromanischen Stil entstand schon im 13. Jahrhundert. Dieser Kirche und noch vielem mehr können Sie begegnen, wenn Sie sich mit uns diese Woche auf die Wanderschaft durch die Stadt im Herzen des Spreewalds machen. Natürlich werden sie dabei auch nicht um die berühmte Spreewaldgurke herum kommen, wie unser Fundstück der Woche zeigt.
Nun wissen wir freilich nicht, wie in den kommenden Tagen das Wetter wird, also ob Sie etwa einen herrlichen Spätsommertag auf dem Land genießen können oder traurig durch verregnete und kalte Landschaften stapfen müssen. Doch gerade im Herbst soll es in der Region gar nicht so oft regnen wie im Sommer. Die Chancen für einen gelungenen Ausflug stehen also gut.
Ich wünsche Ihnen schon einmal viel Spaß.
Ihr
Rüdiger Braun
MAZ-Autor
***
Ausflug der Woche: Stadtspaziergang durch Lübben

Zu den Sehenswürdigkeiten von Lübben gehört das rekonstruierte Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Rainer Weisflog/Imago
Zu den Sehenswürdigkeiten von Lübben gehört das rekonstruierte Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Rainer Weisflog/Imago
Wenn Sie an den Spreewald denken, denken Sie sicher an Kahnfahrten und Gurken. Denken Sie auch an Lübben? Die Kreisstadt des Landkreises Dahme-Spreewald in der Niederlausitz befindet sich mitten im Spreewald und bietet neben reichlich Wasser jede Menge Sehenswürdigkeiten, die sich bei einem knapp vier Kilometer langen Stadtspaziergang erkunden lassen. Davor oder danach bleibt auch bei einem Tagesausflug Zeit für eine Tour durchs Umland – und das Wahlweise per Kahn, Fahrrad oder Paddelboot.
Unsere Runde beginnt an der Bushaltestelle Burglehnstraße – oder auch direkt am Bahnhof Lübben (RE2), von wo aus Sie mit dem Bus 518 zur Burglehnstraße gelangen.
Wir starten von der Bushaltestelle aus in Richtung Cottbuser Straße, der wir nach links folgen. Auf Höhe eines Spielplatzes wechseln wir auf die andere Straßenseite, wenig später geht es rechts ab und dann am Schlangengraben entlang. Kurz vor der Hauptspree halten wir uns links und spazieren zur Lübbener Schleuse.
Per Klick auf die Karte geht es direkt zur Tour bei Komoot.
Per Klick auf die Karte geht es direkt zur Tour bei Komoot.
Die Stadt Lübben wird von drei Wasserwegen durchzogen, die für Wasserurlauber interessant sind - im Westen die Berste, im Zentrum die Hauptspree und im Osten der Umflutkanal. Gleich vier Schleusen und zusätzliche Wehre regulieren den Wasserstand zwischen Ober- und Unterspreewald.
Von der Schleuse aus geht es weiter zum Hafen, wo sich mehrere Optionen bieten: Rast am Imbiss (Spreewaldgurke nicht vergessen!), Kahnfahrt, Abstecher in die Touristinformation und „Gurken Paule“ – oder gleich weiter.
Der Lübbener Hafen. Foto: F. Berger/Imago
Der Lübbener Hafen. Foto: F. Berger/Imago
Egal wann Sie den Spaziergang fortsetzen: Erst geht es ein paar Meter zurück in Richtung Schleuse, dann kurz davor rechts rein und immer geradeaus, bis Sie zum Marktplatz gelangen. Drehen Sie eine Runde bis zur Paul-Gerhardt-Kirche. Sie ist nach dem Theologen und Liederdichter Paul Gerhardt benannt, der in Lübben von 1669 bis 1676 Archidiakon war und auch in der Kirche beigesetzt ist – allerdings an unbekannter Stelle. Vor der Kirche steht das von Friedrich Pfannschmidt geschaffene überlebensgroße Denkmal des in Lübben allgegenwärtigen Liederdichters.
Von der Kirche aus machen wir uns auf den Weg zu den nächsten Sehenswürdigkeiten. Über Hauptstraße, Lohmühlengasse und Ernst-von-Houwald-Damm geht es erst zum originalgetreu restaurierten Ständischen Landhaus, heute Hauptsitz der Verwaltung des Landkreises Dahme-Spreewald, und dann weiter zum Schloss Lübben.
Das Lübbener Schloss wurde im Stil der Spätrenaissance Ende des 17. Jahrhunderts im Auftrag von Christian I., dem Herzog von Sachsen-Merseburg, gebaut. Darin befindet sich heute das Stadt- und Regionalmuseum.
Ein Highlight der Schlossinsel ist das Labyrinth. Foto: fototraube.de/Imago
Ein Highlight der Schlossinsel ist das Labyrinth. Foto: fototraube.de/Imago
Unmittelbar am Schloss befindet sich die fast sechs Hektar große Schlossinsel, die von der Hauptspree umflossen wird. Verschlungene, barrierefreie Wege mit vielen Sitzmöglichkeiten führen zu stillen Plätzen und kreativen Spielorten wie Klanggarten und Labyrinth. Herzstück ist der große Wasserspielplatz mit künstlichem Wasserfall und Rutsche, mit Holzflößen, Wasserläufen, Schleusen und kleinem Bagger. Verweilen unbedingt empfohlen!
Von der Schlossinsel aus führt unsere Wanderung weiter zum letzten Highlight der Tour: Die mit 107 Metern längste Brücke im Spreewald verbindet die Schlossinsel mit der benachbarten Spree-Lagune. Am Rande eines Campingplatzes entlang geht es zurück zum Ausgangspunkt unserer Stadtspaziergangs.
Tipp: Wer über die Wanderkarte hinaus präzise Koordinaten für diese Tour sucht, findet sie hier bei Komoot.
***
Radtour der Woche: Auf dem Luther-Tetzel-Radweg von Jüterbog nach Wittenberg

Auf den Spuren der Reformation durch den Fläming: Die waldreichen Höhenzüge sind ohnehin immer ein lohnendes Ausflugsziel - bei der Landpartie über den Luther-Tetzel-Radweg wird das Naturerlebnis außerdem mit einem spannenden historischen Exkurs kombiniert.
Von Jüterbog - einem der Orte, an dem durch den Ablasshandel von Predigern wie Johann Tetzel der epochale Prozess ausgelöst wurde, führt die Tour bis zur Schlosskirche in Wittenberg, in der Martin Luther seine 95 Thesen gegen das Geschäft mit der reinen Seele proklamierte.
Zwischen den beiden Geschichts-Hotspots warten Natur, Hügel, Wälder und mit der Fläming-Skate ein echtes Radler- und Skater-Paradies.
Die Fläming-Skate ist ein Paradies für Radler und Skater. Foto: Lars Sittig
Die Fläming-Skate ist ein Paradies für Radler und Skater. Foto: Lars Sittig
Auch in Dennewitz beispielsweise streift die Route einen Ort, an dem Geschichte geschrieben wurde: Ein Denkmal erinnert an den General Friedrich Wilhelm von Bülow und die Schlacht im Jahre 1813, bei der während der Befreiungskriege preußische, russische und schwedische Truppen einen strategisch wichtigen Sieg gegen das napoleonische Heer erkämpfen konnte. Damals standen sich in dem Gelände rund 100.000 Soldaten gegenüber.
Auch die Kleinstadt Zahna-Elster gehört zu den Handlungsorten der Schlacht vor rund 200 Jahren – hier gab es zuvor ein Gefecht. Die Lutherstadt ist schließlich thematisch und architektonisch ein passendes Finale: Nach der Tour durch die Weiten des Flämings ballen sich hier prunkvolle Bauwerke und Geschichte auf engstem Raum.
Die imposante Schlosskirche in Wittenberg. Foto: Lars Sittig
Die imposante Schlosskirche in Wittenberg. Foto: Lars Sittig
Die Route im Schnellcheck:
Start- und Zielpunkt: Die Tour beginnt am Bahnhof in Jüterbog und endet an der Bahnstation in der Lutherstadt Wittenberg. Beide Stationen sind gut erreichbar, die Fahrt von Potsdam-Medienstadt in die Flämingstadt dauert eine Stunde, von Wittenberg nach Potsdam Hauptbahnhof mit der schnellsten Verbindung eine Stunde und 18 Minuten.
Der Schwierigkeitsgrad: Es gibt einige Abfahrten und Steigungen, die aber nicht zu schwer sind. Der Höhenunterschied beträgt laut des Routenplaners Komoot 170 Meter. Wenn man sich etwas mehr Zeit nimmt und eventuell eine Übernachtung einplant, ist die Tour auch für ältere Menschen geeignet. Ob Kinder das Pensum bewältigen können, sollte man individuell entscheiden.
Teil 1: Per Klick auf die Karte geht es zu Google Maps.
Teil 1: Per Klick auf die Karte geht es zu Google Maps.
Länge: 47 Kilometer (Fahrtzeit vier bis fünf Stunden). Jüterbog – Niedergörsdorf – Dennewitz – Gölsdorf – Seehausen – Nauendorf bei Seyda – Zahna – Bülzig – Labetz – Lutherstadt Wittenberg.
Die Strecke: Die MAZ-Landpartie führt bis Naundorf über die exzellent asphaltierte Fläming-Skate. Anschließend verläuft die Route teilweise auch über Feld- und Waldwege, die aber beim Test ordentlich befahrbar waren. Die Strecke ist mit dem Symbol des Luther-Tetzel-Weges gut ausgeschildert.
Teil 2: Per Klick auf die Karte geht es zu Google Maps.
Teil 2: Per Klick auf die Karte geht es zu Google Maps.
Sehenswürdigkeiten: Orte von weltgeschichtlicher Bedeutung mit internationalem Flair, viel Natur, prächtige Bauwerke, ein Radlerparadies und Biotope – die Landpartie verfügt über besonders viele Sehenswürdigkeiten. Neben den prächtigen historischen Innenstädten in Wittenberg und Jüterbog gibt es unter anderem viele schöne Kirchen auf der Tour. In Dennewitz gibt es eine sehr schöne Windmühle und das Bülow-Denkmal (mit interessanten Infotafeln), dass an die Schlacht erinnert.
Jüterbog: In Jüterbogs beeindruckendem Stadtzentrum wird wegen der vielen historischen Bauwerke wie mehreren Kirchen, zwei Klostern, der Stadtbefestigung mit drei Stadttoren oder dem Rathaus Geschichte lebendig. Es gibt viele weitere imposante Gebäude und außerdem einen schönen Schlosspark. Die Kirche Sankt Nikolai prägt nicht nur das Stadtbild mit ihrem markanten Doppelturm, sondern hat als Ort für Johann Tetzels Ablasspredigten auch große Bedeutung für die Geschichte des Ortes. Es gibt hier sogar einen der seltenen Ablasskästen.
Teil 3: Per Klick auf die Karte geht es zu Google Maps.
Teil 3: Per Klick auf die Karte geht es zu Google Maps.
Wittenberg: Die Innenstadt ist wie eine große Geschichtsausstellung: Sehenswürdigkeiten, historische Plätze und prächtige Bauten reihen sich aneinander. Die Stadtkirche St. Marien, die Schlosskirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus gehören seit 1996 zum Unesco-Welterbe. Sehenswert sind beispielsweise auch das Hamlethaus, das Bugenhagenhaus, das alte Rathaus am Marktplatz (mit Denkmälern Martin Luthers und Philipp Melanchthons) und das historische Wasserleitungssystem – ein technisches Baudenkmal. Das Ensemble rundet die Elbe mit ihrem Ufer ab, mit schönen Plätzen zum Verweilen.
MAZ-Tipp: Der Elberadweg Richtung Dessau samt Steilufer ist herrlich. Vom wenige Kilometer von Wittenberg entfernten Apollensberg hat man eine tolle Aussicht auf die südliche gelegene Tiefebene samt Elbe.
Eine ausführliche Beschreibung der Tour können Sie hier nachlesen. Die Strecke zum Nachfahren finden Sie auf unserem Komoot-Profil.
***
Brandenburg für Genießer

Das sanierte alte Gärtnerhaus in Lübben. Foto: altes-gärtnerhaus-lübben.de
Das sanierte alte Gärtnerhaus in Lübben. Foto: altes-gärtnerhaus-lübben.de
Hätte man im Jahr 1996 im alten Gärtnerhaus zu Lübben sein Mittagessen einnehmen sollen, man hätte sich ganz gewiss nicht wohl gefühlt. Grau, beschädigt, vernachlässigt sah das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert aus. Umso bewunderungswürdiger ist es, was die jetzigen Eigentümer aus dem Gebäude im Ernst-von-Houwald-Damm 6 machten: ein denkmalgerecht saniertes Keinod mit klassizistisch heiterer Anmutung. Die Veranda mit ihren Säulen und lichten Arkaden setzt dem biedermeierlichen Eindruck noch die Krone auf.
Auf der Speisekarte hat das von Anett Körner geführte Alte Gärtnerhaus eine Fülle von Fleisch-, Fisch- und Nudelgerichten. Serviert werden zum Beispiel Rumpsteak mit Kräuterbutter für 15,50 Euro, gebratener Zander mit Salzkartoffeln für 17,80 Euro oder Spaghetti mit Knoblauchgarnelen für 12,90 Euro.
Regional sind die Gerichte, die die Gaststätte unter der Rubrik “Des Gärtners liebste Speise” serviert. Dazu gehören zum Beispiel Spreewälder Quark mit Pellkartoffeln für 8,60 Euro oder der Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln für 10,50 Euro. Auch an guten Weinen zum Essen fehlt es nicht.
Im Restaurant finden verschiedene Veranstaltungen statt. So gibt es Lesungen, Live-Musik und Reisevorträge. Nicht zuletzt finden sich direkt im Obergeschoss unterm Dach liebevoll eingerichtete Ferienwohnungen. Von dort aus kann man nicht nur Lübben, sondern auch noch andere Sehenswürdigkeiten des Spreewalds erkunden.
***
Tipps aus der Region

Potsdamer Investoren planen Luxus-Wohnungen, Brauerei und Restaurant für Gut Satzkorn
Neuer Feinkostladen eröffnet in Brandenburg an der Havel
Dahme-Spreewald: Finissage der Aquamediale an diesem Freitag
Lost Places in Kleinmachnow: Foto-Ausstellung im Rathaus
Weinlese auf dem Brandenburger Marienberg startet
***
Raus in den Garten

September und Oktober sind die ideale Zeit, einen blühenden Frühlingsgarten vorzubereiten. Foto: Panthermedia/Imago
September und Oktober sind die ideale Zeit, einen blühenden Frühlingsgarten vorzubereiten. Foto: Panthermedia/Imago
Im Herbst kommen die Zwiebeln von Schneeglöckchen, Krokussen, Hyazinthen, Tulpen und Narzissen in den Boden. Sie brauchen den Kälteschock im Winter für die Wurzelentwicklung. Narzissen und Schneeglöckchen werden am besten im September gepflanzt, Tulpen und Zierlauch folgen dann ab Oktober. 
Leider haben Wühlmäuse die Zwiebeln zum Fressen gern. Schutz vor den gefräßigen Nagern können Kaiserkronen (Fritillaria) und Narzissen bieten. Kaiserkronen stinken wie Raubtierkäfig - und vertreiben dadurch die geruchsempfindlichen Tiere. Narzissen werden von ihnen ohnehin nicht angefressen, da ihre Zwiebeln giftige Alkaloide enthalten.
Manche Zwiebelblumen eignen sich hervorragend dafür, sie mitten in den Rasen zu setzen. Krokus und Blausternchen zum Beispiel können hier verwildern. So nennen die Gärtner die freie Vermehrung der Pflanzen. Sie breiten sich also immer weiter aus und irgendwann ist der grüne Teppich im Frühling mit vielen bunten Blüten übersät. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man den Rasen im Frühjahr nicht direkt mäht.
Die meisten Frühblüher wirken am besten, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Der Boden sollte nicht zu schwer sein, also eher sandig und durchlässig. Ein gängiger Tipp: Etwas Sand beim Pflanzen einarbeiten, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern.
Mangelnde Durchlässigkeit kann auch der Grund dafür sein, dass Blumenzwiebeln im Frühjahr nicht austreiben: Sie vergammeln den Herbst und Winter über in einem zu feuchten Boden. Hier kann eine Drainage-Schicht aus Steinchen am Boden des Pflanzlochs helfen.
Zwiebeln und Knollen, die größer als 2,5 Zentimeter im Durchmesser sind, sollten sieben bis zehn Zentimeter tief gesetzt werden. Ab fünf Zentimeter Durchmesser kommen sie 15 Zentimeter tief in die Erde. Blumenzwiebeln mit viel Platzbedarf entwickeln sich im Abstand von sieben bis 20 Zentimetern gut, für kleinere reichen auch drei bis sieben Zentimeter. Gedüngt wird direkt beim Setzen und noch mal beim Austrieb im kommenden Frühjahr. Dafür eignet sich Tomatendünger, der richtige Nährstoffverhältnis für Zwiebelblumen bietet.
***
Fundstück der Woche

Ein Besuch bei "Gurken Paule" gehört zum Ausflug nach Lübben dazu. Foto: Imagebroker/Imago
Ein Besuch bei "Gurken Paule" gehört zum Ausflug nach Lübben dazu. Foto: Imagebroker/Imago
Natürlich gehören zu einem richtigen Spreewald-Ausflug Gurken. Mit dem sauren Gemüse kennt sich Norbert Paul aus. Seit der Wende verkauft er in Lübben seine Gurken. Was mit einem Camping-Klapptisch begonnen hat, ist heute ein urig gestaltetes Geschäft für Gurken und andere Köstlichkeiten. Der “Gurken Paule” hat nicht nur alle denkbaren Sorten eingemachter Gurken, von der klassischen Gewürzgurke bis zur Chilligewürzgurke oder der Honigsenfgurke, es gibt auch Herzhaftes und Süßes für die Ausflügler.
An den Bänken im Freien kann man viele Eissorten genießen oder sich mit Kaffee, Wein oder Sekt verwöhnen lassen. Natürlich gibt es auch einen kleinen Imbiss. Man lässt sich eine Bratwurst schmecken, isst eine Boulette mit Brot oder bestellt ein Schnitzel. Die ideale Zwischenmahlzeit für den Ausflug.
Und natürlich hat man dank der Gurkengläser immer etwas, das man mit nach Hause nehmen oder anderen verschenken kann. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.