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Schiffshebewerk Niederfinow ++ Weihnachtsbaum-Tipps zum 1. Advent ++ Fleisch-Lieferdienst

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Liebe Leserinnen und Leser,
ist Ihnen schon weihnachtlich ums Herz? Bei mir ist es in diesem Jahr eher so mittel, muss ich gestehen. Und nun sind auch noch - was angesichts der Infektionszahlen sicher keine schlechte Entscheidung ist, aber doch viel viel zu kurzfristig kam - die Weihnachtsmärkte in Brandenburg abgesagt. Irgendwie gehören Glühwein, gebrannte Mandeln und die (zumindest in meiner Familie) traditionelle Riesenrad-Fahrt doch irgendwie zur Weihnachtszeit. Und die nimmt bekanntlich um den 1. Advent herum Fahrt auf - also jetzt.
Was aber tun, wenn der Funke noch nicht übergesprungen ist? Vielleicht kann der gute alte Weihnachtsbaum Abhilfe schaffen. Da trifft es sich gut, dass meine Kollegin Luise Fröhlich vom Juniorchef des Werderaner Tannenhofs in Potsdam-Mittelmark erfahren hat, wie man den schönsten aller Bäume findet.
Die Zeit in Richtung Jahresende bietet sich traditionell auch an, um Bilanz zu ziehen. Mit Blick auf sich selbst, mit Blick aufs Jahr - und jetzt auch mit Blick auf “Raus aufs Land”. Seit anderthalb Jahren erscheint unser Newsletter wöchentlich, hat Kulinarisches, Ausflugstipps und mehr im Gepäck.
Wir würden von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gern wissen, seit wann Sie uns schon die Treue halten, was Ihnen am Freizeit-Newsletter gefällt und was Sie sich wünschen. Wohin wollten Sie schon immer mal einen Ausflug unternehmen und brauchen noch den passenden Tipp? Welche kulinarischen Köstlichkeiten gehören unbedingt mal in den Newsletter? Verraten Sie uns Ihre Tipps, so dass wir diese mit den Abonnenten teilen können! Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allein Teilnehmern einen Wunschgutschein im Wert von 50 Euro, einzulösen in mehr als 500 Online-Shops.
Hier geht es zur Leser-Umfrage zu “Raus aufs Land”. Ganz herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!
Und nun wünsche ich Ihnen eine schöne Woche - bis zur nächsten Ausgabe von “Raus aufs Land”.
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Schiffshebewerk Niederfinow

Das alte Schiffshebewerk in Niederfinow wurde 1934 in Betrieb genommen. Foto: Jürgen Ritter/Imago
Das alte Schiffshebewerk in Niederfinow wurde 1934 in Betrieb genommen. Foto: Jürgen Ritter/Imago
In dieser Woche machen wir - zumindest theoretisch - mal eine kleine Wanderpause. Aber keine Sorge, Sie werden schnell merken, dass auch unser heutiger Ausflugstipp alle Möglichkeiten bietet, den einen oder anderen Kilometer zurückzulegen.
Es geht nach Niederfinow (Barnim), genauer zum dortigen Schiffshebewerk. Oder eigentlich sogar zu zweien. Das klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Denn in Niederfinow gibt es gleich zwei dieser gigantischen Bauwerke - das alte, 1934 in Betrieb genommene älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands und - Sie ahnen es - das neue Werk, das aktuell im Probebetrieb läuft.
Man sieht ihm seine 76 Jahre nicht an, dem Industriedenkmal “Altes Schiffshebewerk Niederfinow”. Auch seine Arbeitsleistung ist nach wie vor beeindruckend: Jährlich überwinden etwa 20.000 Wasserfahrzeuge mit seiner Hilfe den 36 Meter hohen Geländesprung im Oder-Havel-Kanal.
Zwei Generationen Schiffshebewerk: Links alt, rechts neu. Foto: Future Image/Imago
Zwei Generationen Schiffshebewerk: Links alt, rechts neu. Foto: Future Image/Imago
Rund 150.000 Besucher kommen jedes Jahr in das Schiffshebewerk, lassen sich von seiner imposanten Größe beeindrucken. Doch den Anforderungen der immer länger und breiter werdenden modernen Güterschiffe ist das historische Wahrzeichen künftig nicht mehr gewachsen. Deshalb wird seit 2009 ein neues Schiffshebewerk gebaut. Es ist mit 46,4 Metern knapp 20 Meter breiter als sein Vorgänger und zudem ganze 39 Meter länger (133 statt 94 Meter). Ein Koloss wird von einem noch deutlich größeren Koloss abgelöst werden.
Das neue Schiffshebewerk aus Beton und Stahl in Grau- und Blautönen, mit Gelb als Blickfang, soll sich trotz seiner beachtlichen Ausmaße gut in die Landschaft einfügen und mit dem alten Schiffshebewerk, dem Besucherinformationszentrum, der Kanalbrücke und dem oberen und unteren Vorhafen optisch eine Einheit bilden.
Das gesamte Areal steht Besuchern offen. Aktuell gelten die Winteröffnungszeiten. Das Infozentrum ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, das Gelände von 9 bis 16.15 Uhr.
Das neue Schiffshebewerk befindet sich derzeit im Probebetrieb. Foto: Jürgen Ritter/Imago
Das neue Schiffshebewerk befindet sich derzeit im Probebetrieb. Foto: Jürgen Ritter/Imago
Die Besichtigung des Schiffshebewerks ist werktags gegen geringen Eintritt (Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei) möglich. An Wochenenden und Feiertagen ist die Besichtigung nur für angemeldete Gruppen oder im Rahmen von Rundgängen möglich, die vor Ort ohne Voranmeldung angeboten werden. Die Kosten dafür: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder unter 7 Jahren frei.
Eine zweistündige Sonderführung „Ins Herz des Hebewerkes” führt in die technischen Anlagen des alten Schiffshebewerkes hinein. Termine gibt es beispielsweise am 7. und 21. Dezember (Dienstag) von 16 bis 18 Uhr oder am 4. und 18. Dezember (Sonnabend) von 10 bis 12 oder von 13 bis 15 Uhr. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person (ab 14 Jahre, Haftungsfreistellung muss unterschrieben werden, nicht barrierefrei). Wegen der Mindestteilnehmerzahl von zehn Personen ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail nötig.
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Brandenburg für Genießer

Die Kuchenauswahl im Backshop ist riesig - und kommt an. Viele Kunden halten der Bäckerei seit Jahren die Treue. Foto: Jacqueline Steiner
Die Kuchenauswahl im Backshop ist riesig - und kommt an. Viele Kunden halten der Bäckerei seit Jahren die Treue. Foto: Jacqueline Steiner
Kuchen geht immer, finden Sie nicht auch? Eine Adresse, die Sie als Kuchenliebhaber unbedingt kennen sollten, ist die Bäckerei des Buddhistischen Klosters Ganden Tashi Choeling in Päwesin (Potsdam-Mittelmark), das seit 18 Jahren in der einstigen Dorfgaststätte zu finden ist. Es ist, daran besteht kein Zweifel, eine Erfolgsgeschichte.
Mehr als 30 Kuchensorten entstehen täglich in der Backstube. Himbeer-Kiwi-Schnitte, Kirsch-Streusel-Landkuchen, New York Cheese Cake, gedeckter Pflaumenkuchen oder Birne-Rahm - in Päwesin findet jeder die passende Sorte. Dazu kommen Brot und Brötchen.
Sommerimpression: Der Backshop "Backwahn" in Päwesin. Foto: Jacqueline Steiner
Sommerimpression: Der Backshop "Backwahn" in Päwesin. Foto: Jacqueline Steiner
Beobachter merken schnell: Erwachsene sind von der Auswahl so überwältigt wie Kinder in der guten alten Zeit vor einem weihnachtlich dekorierten Spielzeugladen. An umsatzstarken Ferienwochenenden sollen schon an die 90 Bleche die Bäckerei verlassen haben. Aus dem Backshop „Backwahn“ ist ein Café-Betrieb mit Terrasse und Wintergarten geworden. An sonnigen Wochenenden sind Sitzplätze Glückssache. Mit Schlange stehen muss immer gerechnet werden.
Beim Preis-Leistungsverhältnis kommt die Weltanschauung der Buddhisten ins Spiel. Angesichts üppiger Portionen zu bodenständigen Preisen sagt Klostersprecher Losang Kyabchok: „Als Buddhisten geben wir gern. Deshalb denken wir nicht zuerst an den Profit. Bei uns sollen sich auch jene das Einkaufen leisten können, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht.“
Der Backshop “Backwahn” befindet sich in der Brandenburger Straße 15 in Päwesin. Er ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr geöffnet, samstags, sonntags und feiertags von 7 bis 16 Uhr.
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Raus in den Garten

Werden Lorbeerkirschen im Winter braun, ist kein Schädling oder Pilz daran schuld. Die immergrünen Pflanzen haben zu wenig Wasser erhalten. Foto: Andrea Warnecke/dpa
Werden Lorbeerkirschen im Winter braun, ist kein Schädling oder Pilz daran schuld. Die immergrünen Pflanzen haben zu wenig Wasser erhalten. Foto: Andrea Warnecke/dpa
Die meisten Gartenpflanzen halten im Winter Ruhe. Sie wachsen nicht mehr, sie treiben nicht aus. Gegossen werden müssen sie aber trotzdem. Die meisten Pflanzen erfrieren bei Minusgraden nämlich nicht, sondern sie vertrocknen. Das betrifft vor allem die Immergrünen, also Gewächse, die ihre Blätter oder Nadeln behalten. Denn während sommergrüne Gehölze ihren Wasserbedarf im Winter drastisch verringern, indem sie ihr Laub abwerfen, haben Immergrüne weiterhin Durst. Gerade bei starkem Wind oder wenn die Sonne scheint und sie über ihre Blätter Feuchtigkeit abgeben. Ist der Boden dann auch noch gefroren, können die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen: Die Pflanzen verdursten. Vor allem Topfpflanzen sind betroffen, denn ihr Boden friert im Gefäß schnell komplett durch.
Deshalb gilt auch im Winter: Gießen, wenn es frostfrei und trocken ist. Wie oft das nötig ist, hängt von der Pflanzengröße und der Witterung ab. Wer unsicher ist, wieviel Wasser er geben soll, kann unter dem Rhododendron, unter der Eibe, dem Ilex oder dem Lebensbaum einfach mal fühlen. Oft sind Immergrüne sehr ausladend und dicht gewachsen, sodass kein Regenwasser in den Wurzelbereich gelangt. Wenn die Erde in Stammnähe sehr trocken ist, sind gleich mehrere Gießkannen Wasser fällig. Grundsätzlich ist es immer besser, selten und durchdringend zu wässern als häufig und dann nur wenig. 
Und wenn man schon vergessen hat zu gießen und der Boden inzwischen gefroren ist? Dann hilft es den Gewächsen, die Verdunstung und die Photosynthese-Leistung zu verringern. Sie werden dann mit Vlies oder Tannenzweigen vor Licht geschützt, damit sie weniger verdunsten und weniger Wasser brauchen.
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Fundstück der Woche

Olaf Mahr ist der Gründer von "Meat Bringer" in Wildau. Foto: Oliver Fischer
Olaf Mahr ist der Gründer von "Meat Bringer" in Wildau. Foto: Oliver Fischer
Heute wird es auch beim Fundstück der Woche kulinarisch - allerdings deutlich herzhafter als in der Päwesiner Bäckerei. Ich möchte Ihnen Olaf Mahr aus Wildau (Dahme-Spreewald) vorstellen. Mahr ist so etwas wie der aufstrebende Stern, wenn es um Fleisch aus Brandenburg geht. Sein Fleischhandel „Meat Bringer“, der seit zwei Jahren Rinder- und Schweinesteaks von Wildau aus ins Land liefert, ist allerdings längst über den Status eines Geheimtipps hinaus.
Mahr, gebürtiger Ostfriese, ein Mittfünfziger mit grauen Schläfen und randloser Brille, ist kein gewöhnlicher Fleischer. Er ist Fleischsommelier – und darüber hinaus eine Art Systemsprenger. Mit „Meat Bringer“ will er eine Tierwirtschaft auf den Kopf stellen, die mit ihrem Fokus auf schiere Fleischmenge den Tieren, den Bauern und den Kunden wenig Gutes tue. Mahr will das Gegenteil: Weniger Fleisch, mehr Qualität, mehr Tierwohl.
2018 gründete Olaf Mahr „Meat Bringer“ und nutzt seither sein Geld, sein Wissen, seine Kontakte und seine Überzeugungskraft, um in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald eine eigene Fleischproduktion aufzubauen: unabhängig und in einem Standard, der über alles hinaus geht, was man in Deutschland zertifizieren lassen kann.
Das Prinzip von “Meat Bringer” ist einfach: Kunden suchen sich online Produkte aus, bestellen, bezahlen und holen sie anschließend in einer der Meat-Bringer-Stationen ab. Davon gibt es aktuell drei: den Meat Bringer Direktverkauf in der Schwartzkopffstraße 6 in Wildau (wer dort einkaufen will, muss nicht zwingend vorbestellen) sowie die Abhol-Stationen bei “Grill & Genuss” im Luisenforum Potsdam (Hermann-Elflein-Straße 18b) und an der Aral-Tankstelle Berlin Steglitz (Kaiser-Wilhelm-Straße 117).
Übrigens: Ab 70 Euro Bestellwert wird das Fleisch im südlichen Berlin, in der Region Potsdam und Kleinmachnow sowie im Großraum Wildau auch persönlich ausgeliefert. Das kostet einen kleinen Aufpreis - oder ist bei besonders großen Bestellungen kostenlos.
MAZ-Tipp: Sie wollen mehr über “Meat Bringer” erfahren? Dann geht es hier zu unserem ausführlichen Bericht.
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