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Prignitzer Riese++Fantastische Zitronenküchlein++Weltensymphonie

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auch wenn das Aprilwetter zum Wochenende wieder besser werden soll, angesichts der Hiobsbotschaften - oder nennen wir die Dinge doch gleich beim Namen: angesichts steigender Corona-Inzidenzwerte - wünscht man sich eigentlich nicht mehr nur “Raus aufs Land”, sondern gleich raus aus der ganzen Wirklichkeit. Für kleinere Fluchten aus dem Alltag haben wir zum Glück unsere Fantasie. Wenn unsere eigene Vorstellungskraft aber mal nicht ausreicht, helfen uns auch jetzt die Profis aus der Unterhaltungsbranche.
Ob wir nun mit Netflix das perfekte Dating in der Serie “One” erträumen und uns unversehens mitten in Sci-Fi-Horror wiederfinden oder bei Disney + den blitzschnellen Superhelden in “Falcon and the Winter Soldier” nacheilen - Tempo, tricktechnischer Bombast und überraschende Wendungen tragen uns zielsicher über die Grenzen des nüchternen Alltags. Sogar die Öffentlch-Rechtlichen versetzen uns serienmäßig in Staunen, wenn etwa das ZDF bonbonbunt und mit Augenzwinkern die Welt von “Ku'damm 63” zum Leben erweckt - derzeit immer noch abzurufen in der Mediathek des Senders. Bei all den Schicksalsschlägen, die die Heldinnen zu erdulden haben, kommen zumindest mir geschlossene Theater, Fitness-Studios und Restaurants in meiner Pandemie-Wirklichkeit so schlimm nicht mehr vor.
Natürlich ist der Plasmabildschirm nicht alles. Wer sich anspruchsvollere Fluchten wünscht, der wählt stattdessen ein Buch. Ich zum Beispiel habe praktisch den gesamten Winter im Zentralspanien des frühen 17. Jahrhunderts verbracht. Begleitet hat mich dabei ein gewisser “Don Quijote von der Mancha”. Man glaubt gar nicht, wie hoch aktuell die fantastische Reise des Ritters von der traurigen Gestalt eigentlich ist. Ähnlich wie bekannte oder unbekannte Personen der Zeitgeschichte biegt er sich die Wirklichkeit zurecht, wie er es ihm gerade passt. Doch anders als mancher Querdenker unserer Tage bleibt Don Quijote stets liebenswert, ehrenhaft und überaus geistreich. Vor allem richtet er trotz Schabernacks keinen ernsthaften Schaden an und am Ende wird alles gut - was man sich auch dringend von der nun auch bei Hausärzten startenden Impfkampagne wünschen würde.
Und was hat das alles mit Brandenburg zu tun? Auch in Brandenburg kann man in die Welt der Fantasie eintauchen, wie unser Ausflug der Woche zeigt. Nach langer Wanderschaft stoßen wir nämlich auf den sagenumwogenen Prignitzer Riesen. Der gibt Anlass für allerhand Spekulationen und Legenden. Wenn wir uns an dem mysteriösen Findling niederlassen, können wir vielleicht aus unserer Provianttasche ein leckeres Zitronenküchlein holen, das einst auch Sansa aus dem Hause Stark im sagenhaften Reich Westeros in “Game of Thrones” verzehrt haben soll.
Und falls Sie Ihrer Fantasie lieber gemütlich vom heimischen Sofa aus Flügel verleihen, könnte eine Autorin aus Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark) behilflich sein. Lana Morgenstern pendelt in ihrer Weltensymphonie locker zwischen Berlin und unglaublichen Parallelwelten. Die inzwischen aus fünf Bänden bestehende Reihe dürfte ausreichen, um uns lesend aus der Pandemie zu führen. Dann können wir uns auch so langsam wieder mit unserer Wirklichkeit anfreunden und zur Normalität zurückkehren. Und “Normalität” ist ja inzwischen selbst zu einem Synonym für fantastische Zukunftsvisionen geworden.
Bleiben Sie gesund!
Ihr
Rüdiger Braun
MAZ-Autor
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Ausflug der Woche: Prignitzer Riesenstein bei Ponitz

Der Riesenstein ist der größte Findling in der Prignitz. Er befindet sich mitten im Wald unweit von Ponitz. Foto: Bernd Atzenroth
Der Riesenstein ist der größte Findling in der Prignitz. Er befindet sich mitten im Wald unweit von Ponitz. Foto: Bernd Atzenroth
Auch die Corona-Zeit kann uns nicht von Entdeckungstouren in freier Natur und einer Begegnung mit wunderlichen Dingen wie einem Riesenstein abhalten. In dieser Woche nehmen wir Sie, liebe Leser, mit in den Norden Brandenburgs, in die Prignitz. Genauer gesagt geht es in die Nähe von Perleberg.
Das Besondere an unserem Ausflug: Er führt uns auf den alten Postkutschenweg, der Berlin und Hamburg verbindet. Konkret geht es um den Abschnitt von Groß Werzin über Ponitz bis Uenze.
Der Wanderer (oder auch Radler) darf sich in das Jahr 1656 zurückversetzt fühlen, in dem am 3. September zum ersten Mal eine Postkutsche von Berlin nach Hamburg fuhr. Der damalige Weg ist nicht weit von der B5 entfernt. Meist kann man sich auf einem Asphaltstreifen bewegen, der neben einem befestigten Sommerweg verläuft.
Sommerwege – es gibt sie auch heute noch, sogar entlang einiger viel genutzter Straßen. Sie waren dereinst tatsächlich für Kutschen oder leichte Fuhrwerke gedacht, weil diese sich auf dem sandigen Untergrund hier im Sommer besser bewegen konnten.
Von Groß Werzin bis Uenze sind es etwa sechs Kilometer. Gleich hinter Groß Werzin gibt es einen Rastpunkt. Danach geht es über freies Feld zunächst ein wenig bergan. Nach knapp zwei Kilometern kommt dann der zweite Rastpunkt – und hier gleich der Abzweig zu der doch leider nicht so bekannten Hauptsehenswürdigkeit: Ein Schild für Radler weist Richtung Riesenstein.
Der Postkutschenweg: Neben dem Aphaltstreifen befindet sich der Sommerweg für Kutschen und Fuhrwerke. Foto: Bernd Atzenroth
Der Postkutschenweg: Neben dem Aphaltstreifen befindet sich der Sommerweg für Kutschen und Fuhrwerke. Foto: Bernd Atzenroth
Ein paar Infos dazu gibt es gleich auf der Informationstafel neben dem Unterstand. Es handelt sich um den großen Findling in der Prignitz, wirklich ein Riesenstein mitten im Wald an einer recht sumpfigen Stelle. Seit der jüngsten Eiszeit liegt er dort.
Um den Stein ranken sich Legenden. Das ist auch dem Schild am Rastplatz zu entnehmen: Der Stein, der sich auf einem der vier Kronsberge rund um Perleberg befindet, trägt auf seiner Oberfläche eine Vertiefung ähnlich dem Abdruck eines Hufeisens.
Darüber gibt es laut Tafel Folgendes zu berichten: „Dieser Abdruck sei der Hufschlag eines Pferdes von einem großen Herrscher.“ Um welchen Herrscher es sich hierbei gehandelt habe, darüber ist man sich allerdings nicht einig. Einige meinen, es wäre der Kurfürst gewesen, andere wiederum behaupten, es hätte sich zweifellos um Preußens bedeutendsten Herrscher, um Friedrich den Großen, gehandelt, wieder andere glauben es wäre gar Kaiser Napoleon gewesen.
Fest stehe aber, dass jener Herrscher „sein feuriges Ross über den Stein gelenkt habe, wodurch sich der für alle Zeiten sichtbare Abdruck eines Hufes von seinem Ross eingeprägt habe“.
Klar, dass ein Abstecher dorthin sein muss, allerdings über einen Weg, der nicht ganz so gut mit dem Fahrrad zu benutzen ist. Kein Problem ist das aber für Wanderer, Walker und Läufer.
Unsere Wanderung führt von Groß Werzin über Ponitz nach Uenze. Per Klick auf die Karte geht es zur gesamten Postkutschenroute in Google Maps.
Unsere Wanderung führt von Groß Werzin über Ponitz nach Uenze. Per Klick auf die Karte geht es zur gesamten Postkutschenroute in Google Maps.
640 Meter geht es weg vom Hauptweg, und selbst jetzt, wo die Natur erst ganz allmählich sprießt, muss man etwas suchen. Ganz in der Nähe eines Wegkreuzes ist der Findling dann auf der rechten Seite versteckt. Hier steht noch einmal ein Hinweisschild, das auf die Ausmaße des Steins hinweist: 4,80 Meter Länge, 3,30 Meter Breite und 14 Meter Umfang.
Von diesem geheimnisvollen Ort kehren wir zurück auf den Hauptweg, der alten Postkutschenroute folgend. Einen guten Kilometer lang geht es nun in die Ponitzer Senke hinein, vorbei am Ort selbst.
Fast drei Kilometer sind es bis Uenze mit seiner imposanten Dorfkirche, die weithin sichtbar ist. Die alte Gaststätte im Dorf erinnert an den Pferdekutschenweg – sie heißt „Utspann“. Bereits vor Uenze kann man bis zur Kreisstadt Perleberg sehen – in immerhin sechs Kilometern Entfernung.
Die Kirche von Uenze ist ein Hingucker - und einen Stopp wert. Foto: Bernd Atzenroth
Die Kirche von Uenze ist ein Hingucker - und einen Stopp wert. Foto: Bernd Atzenroth
Fazit: Der Weg ist einen Ausflug wert. Je nachdem, wie man ihn erkunden will, kommt man von der B5 aus dorthin, wenn man entweder nach Uenze abfährt – der Weg geht kurz vor dem Ortseingang links ab – oder wenn man nach Groß Werzin abbiegt – hier geht der Weg nach etwa 200 Metern rechts ab.
Die kürzeste Verbindung zum Riesen aber ist es, wenn man von der B5 aus Ponitz durchquert. Hinter dem Ort kreuzt der Postkutschenweg. Wenn man nach links abbiegt, kommt man nach etwa einem Kilometer zu dem Rastplatz, an dem der Weg zu dem Findling abgeht. Von Perleberg aus ist all dies gut per Fahrrad zu erreichen. Von Groß Werzin aus sind es auch nur noch zwei Kilometer bis Schloss Grube, und auch die Plattenburg ist nicht allzu weit entfernt. Bernd Atzenroth
Sie sind auf der Suche nach weiteren Ausflugstipps für die Prignitz? Schauen Sie doch mal in Mankmuß vorbei.
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Brandenburg für Genießer

Zitronen spielen die Hauptrolle bei diesem Rezept. Foto: dpa
Zitronen spielen die Hauptrolle bei diesem Rezept. Foto: dpa
Heute wird es zitronig! Erinnern Sie sich an Sansa Stark, eine der Hauptfiguren von “Game of Thrones”, die sich in acht Staffeln vom verwöhnten Gör zur reifen verantwortungsbewussten Frau entwickelt? Anlässlich diverser Festlichkeiten zeigte sie hier und da auch allerhand kulinarische Genussfreude. Von dieser sind “Sansa’s Lemon Cakes” inspiriert. Dass die süße Spezialität aus Westeros an die englische Küche erinnert, ist kein Zufall. George R. R. Martin hat für die Romanvorlage “Das Lied von Eis und Feuer” unter anderem auch die englischen Rosenkriege im 15. Jahrhundert zum Vorbild genommen. Ein so großer Kampf wird die Zubereitung der Küchlein aber sicher nicht.
Das brauchen Sie:
  • 150 Gramm Mehl
  • 150 Gramm Zucker für den Teig
  • 2 Eier, 1 Eigelb
  • 115 Gramm flüssige Butter
  • 60 Gramm saure Sahne
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt, alternativ ein Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 unbehandelte Bio-Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
  • 250 Milliliter Wasser
  • 225 Gramm Zucker zum Aufkochen
  • 2 unbehandelte Bio-Zitronen, in dünne Scheiben geschnitten
  • etwas Zitronenmarmelade
Und so geht’s:
250 Milliliter Wasser und 225 Gramm Zucker in einen Topf geben, bei hoher Temperatur kurz aufkochen lassen, die Temperatur reduzieren, dann die Zitronenscheiben mit dazu geben und fünf bis sieben Minuten darin köcheln lassen. Anschließend die Zitronenscheiben herausnehmen. Am besten mit einem Schaumlöffel, damit sie etwas abtropfen können.
Zesten, Saft und dünne Scheiben werden verarbeitet. Foto: Imago
Zesten, Saft und dünne Scheiben werden verarbeitet. Foto: Imago
Die Scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und trocknen lassen. Dafür gibt es zwei Methoden: a) bei Raumtemperatur für mindestens 20 Stunden oder b) im Backofen. Letzteres erfolgt in drei Etappen. Zuerst bei 130 Grad Umluft circa 15 Minuten, danach eine Stunde bei 40 Grad und anschließend bei ausgeschaltetem Ofen und geschlossener Tür weitere zwei Stunden darin lassen.
Danach 150 Gramm Zucker, Eier und Eigelb in eine große Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren. Nun die saure Sahne dazu geben und einrühren. Anschließend Zitronenzesten und Zitronensaft sowie Vanilleextrakt ergänzen und alles vermischen. Dann Mehl, Backpulver und eine Prise Salz mit in die Schüssel geben und wiederum alles verrühren. Abschließend die Butter verflüssigen, zum Teig geben und unterrühren.
Die zwölf Mulden einer Muffinform gründlich einfetten, Papierförmchen sind nicht zu empfehlen! Auf den Boden einer jeden Mulde eine getrocknete Zitronenscheibe legen und dann Teig einfüllen, bis die Mulden etwa zu drei Vierteiln gefüllt sind. Die Lemon Cakes bei 190 Grad (Umluft 170 Grad) 20 Minuten backen.
So könnten die Küchlein - je nach Muffinform - aussehen. Guten Appetit!
So könnten die Küchlein - je nach Muffinform - aussehen. Guten Appetit!
Fertig gebacken etwa 20 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann die Form wenden und auf die Arbeitsfläche stürzen. Die Küchlein sollten sich relativ leicht daraus lösen.
Zur Abrundung können die Lemon Cakes mit etwas Zitronenmarmelade garniert werden.
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Raus in den Garten

Aus Weiß wird Rosa: Die Harlekinweide verändert im Laufe der Zeit ihre Farbe. Foto: Imago
Aus Weiß wird Rosa: Die Harlekinweide verändert im Laufe der Zeit ihre Farbe. Foto: Imago
Passend zum Thema Fantasy wollen wir Ihnen heute die Harlekinweide (Salix integra ,Hakuro Nishiki‘) vorstellen. Das pflegeleichte Laubgehölz wird meist als Hochstamm gezogen. Dem spektakulären Farbspiel ihrer Blätter verdankt die ursprünglich aus Ostasien stammende Pflanze ihren Namen. Der zunächst weiße Austrieb im Frühjahr färbt sich später rosa. Von Weitem scheint es, als würde die Weide blühen. Von innen vergrünen die Blätter dann und zeigen weiße Sprenkel. Damit ist diese Weide eine echte Augenweide – zum Beispiel für den Vorgarten.
Wegen ihrer flachen Wurzeln kann sie auch gut über Wasserleitungen oder Tiefgaragen stehen. Wer Bodendecker darunter setzen möchte, sollte diese zeitgleich mit der Weide pflanzen, später könnten deren flache Wurzeln beim Graben Schaden nehmen.
Im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst braucht die Harlekinweide einen kräftigen Rückschnitt. Nur so bleiben die Hochstämmchen in Form. Außerdem zeigt gerade der üppige Neuaustrieb nach dem Schnitt den typischen Farbwechsel besonders intensiv. An den Boden stellt die Pflanze keine besonderen Ansprüche – nur Staunässe verträgt sie nicht. Gerade am Anfang sollte aber reichlich und gut gegossen werden. Jetzt im Frühjahr sorgt ein Schuss Volldünger für einen guten Start.
Mitunter werden die Blattspitzen im Sommer braun. Dann steht die Pflanze zu sonnig oder zu trocken.
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Fundstück der Woche

Wer sagt, dass Fantasie nicht auch in Brandenburg blühen kann? Mit dem festen Ziel, schreibend fantastische Welten zu erkunden, gründete Swetlana Neumann 2013 in ihrer Heimatstadt Wiesenburg/Mark (Potsdam-Mittelmark) den Wiesengrund-Verlag. Statt eines Fantasy-Romans schrieb Neumann dann doch erst mal ein Kinderbuch. Doch im Jahr 2017 machte sie als Lana Morgenstern ernst. “Weltensymphonie” heißt die inzwischen auf fünf Bände angewachsene Saga, in der ein recht realistisch beschriebenes Berlin mit alles andere als nüchternen Welten verknüpft ist.
Swetlana Neumann hat 2013 den "Wiesengrund-Verlag" gegründet. Foto: Heike Hesse
Swetlana Neumann hat 2013 den "Wiesengrund-Verlag" gegründet. Foto: Heike Hesse
Im Zentrum der Geschehnisse steht die Elbin Anysa, die ursprünglich zur Welt von Landory gehört und die einer alten Prophezeiung gemäß die größten magischen Potenziale in sich bergen soll. Um sie vor einem furchteinflößenden Dämon in Sicherheit zu bringen, wird sie durch ein Zeitportal zur Erde gebracht. Im modernen Berlin wächst sie behütet zu einer begnadeten Sängerin heran und kann mit ihrer Magie fantastische Illusionen heraufbeschwören. Als an Anysas 20. Geburtstag mittelalterlich gekleidete Elben in Berlin auftauchen und das Mädchen gewaltsam zurück nach Landory holen, überschlagen sich die Ereignisse.
Ihren Ausgangspunkt hat die Erzählung in dem 540 Seiten starken ersten Teil “Das Kind der Welten”, der noch in Berlin spielt. Ihre wahre “Fremde Heimat” Landory lernt die singende Elbin im Teil zwei kennen, wo sie sich nicht nur einer Heerschar von Monstern erwehren muss, sondern auch in tückische Intrigen gerät. Die Geschehnisse, Irrfahrten und Leiden der Heldin spitzen sich in den folgenden Büchern immer weiter zu.
Swetlana Neumann als „Lana Morgenstern“, Autorin der Fantasy-Reihe „Weltensymphonie“. Quelle: Wiesengrund-Verlag
Swetlana Neumann als „Lana Morgenstern“, Autorin der Fantasy-Reihe „Weltensymphonie“. Quelle: Wiesengrund-Verlag
Bei der Ausgestaltung ihrer phantastischen Welten legt sich die Autorin emotional arg ins Zeug. Da glitzert, leuchtet und glänzt der spätsommerliche Wald üppig und Herzen schlagen gar mächtig hoch. Die Fans zeigen sich in überschwänglichen Kommentaren vom Eintauchen in diese Welten restlos begeistert, zumal, wie der Titel “Weltensymphonie es nahe legt, auch die Musik eine große Rolle spielt. Zudem treibt die Autorin ein munteres metafiktionales Spiel, denn auch die erzählenden Stimmen können in die Handlung eingreifen.
So beginnt die Weltensymphonie mit einer Schreiberin, die eigentlich keine Gefühle hat und ziemlich teilnahmslos die Geschichten erzählt. Dann aber wird eine andere Schreiberin erwählt, die Mitgefühl mit der Heldin empfindet. Sie versucht, durch Eingriffe und Mahnungen Anysa zu helfen. Dumm nur, dass sie dadurch alles noch schlimmer machen und den Untergang beider Welten, der irdischen und den von Landory, heraufbeschwören könnte.
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