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Plauer Schlosspark und Kirchmöser++Landpartie nach Priort im Havelland++Hofladen-Tipp

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MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land

Liebe Leserinnen und Leser,
vielleicht wissen Sie noch, dass ich vor zwei Wochen an dieser Stelle voller Überzeugung den Herbst ausgerufen habe. Heißgetränke, Kuschelsocken und alles. Nun ist es so, dass die Meteorologen für heute noch einmal bis zu 28 Grad Celsius vorhersagen. Tja, da stehe ich nun.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin überhaupt nicht gegen den Sommer (außer vielleicht an schwülen 35-Grad-Tagen), schon gar nicht gegen den Spätsommer, aber ich war jetzt einfach darauf eingestellt, dass uns Kälte und Regen erhalten bleiben.
Was also tun? Erst einmal ganz deutsch den Gill wieder aus dem Keller holen. Ist ja klar. Und dann aber auch so richtig. Steak und Bratwurst waren gestern, ich versuche es jetzt mit Gemüse - und Obst. Vielleicht sind Sie Grillprofi und lächeln gerade müde angesichts dieses Plans. Ich war beim Grillen bisher aber immer recht klassisch unterwegs. Gute Fleischqualität? Unbedingt! Gemüse? Na klar! Aber das war’s dann auch.
Das wird sich jetzt ändern, es kommt Fruchtiges auf den Rost. Und das darf gern regional sein. Falls Sie genauso oldschool sind wie ich, finden Sie in unserer Rubrik “Brandenburg für Genießer” Inspiration.
Und warum nicht vorher auf Landpartie gehen, die laut MAZ-Fahrradkolumnist Lars Sittig reichlich fruchtige Auswahl am Wegesrand bietet? Also ab ins Havelland und ran an die wunderbaren Verkaufsstände der Anwohner, die anbieten, was der eigene Garten hergibt!
Um sich das Grill-Gelage zu verdienen, könnten Sie übrigens auch den Westen des Landes erkunden. Unser Ausflug der Woche legt Ihnen den Plauer Schlosspark im gleichnamigen Ortsteil von Brandenburg an der Havel ans Herz. Von dort, wo schon Fontane unterwegs war, geht es weiter in umliegende Orte. Neben jeder Menge Wasser warten zahlreiche Zeugnisse der langen Geschichte der Region darauf, erkundet zu werden. Für Schloss-Fans und Geschichtsinteressierte ist die Tour ebenso geeignet wie für Naturliebhaber.
Ich hoffe, unser Newsletter inspiriert Sie zu Streifzügen durch Brandenburg und zeigt Ihnen Ecken, die Sie vielleicht noch nicht kannten. Viel Spaß beim Entdecken!
Herzlichst
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Durch den Plauer Schlosspark, nach Kirchmöser und Wusterwitz

Die Wanderung beginnt und endet am Schloss Plaue. Foto: Paul Zinken/dpa
Die Wanderung beginnt und endet am Schloss Plaue. Foto: Paul Zinken/dpa
Unsere Wanderung in dieser Woche führt uns auf gut machbaren 12,5 Kilometern (Sie benötigen etwas über drei Stunden) durch gleich drei Ortschaften im Westen des Landes Brandenburg. Zwei davon - Plaue und Kirchmöser - gehören zur kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel, Wusterwitz ist eine Gemeinde im gleichnamigen Amt in Potsdam-Mittelmark. Was diese Tour zu bieten hat? Vor allem Wasser und Geschichte.
Wir starten an einem Parkplatz an der Schloßstraße in unmittelbarer Nähe des Plauer Schlosses - und sind damit direkt auch schon an der ersten Sehenswürdigkeit unserer Rundwanderung angekommen. Die barocke Schlossanlage befindet sich direkt an der Havel und bietet mit der Schlossschänke vor oder nach der Wanderung auch die Möglichkeit zur Einkehr. Der Schlosspark, in dem wir unsere Wanderung beginnen, erstreckt sich von dort aus am Plauer See und am Wendsee entlang.
Der Blick auf die Havel vom Tontaubenschießstand im Schlosspark ist herrlich. Foto: Julia Kazmierczak
Der Blick auf die Havel vom Tontaubenschießstand im Schlosspark ist herrlich. Foto: Julia Kazmierczak
Vom Schloss aus geht es in den Park. Wir wandern immer geradeaus. Ein kleiner Abstecher nach links führt uns direkt ans Wasser - der Blick lohnt sich! -, bevor es weiter geht zum etwas erhöht liegenden Tontaubenschießstand, der ebenfalls einen herrlichen Wasserblick ermöglicht.
Er soll um 1900 vom Schlossbesitzer Hans Adolf Erwein Max Graf von Koenigsmarck errichtet worden sein. Der damit vermutlich älteste erhaltene Schießstand der Welt ist mit auf Sockeln platzierten überlebensgroßen Tierfiguren, einem Bären und einer Ziege, verziert.
Dem Wanderweg folgen wir, bis wir aus dem Schlosspark heraustreten an die Koenigsmarckstraße, auf der anderen Straßenseite befindet sich ein Supermarkt. Wir gehen nach links weiter und überqueren die Seegartenbrücke, die Plaue mit Kirchmöser verbindet. Auf der anderen Seite wartet der Seegarten mit Obelisk in der Mitte sowie Villen und ehemaligen Offiziershäusern rings herum. Auf der linken Seite befindet sich das ehemalige Klubhaus der Eisenbahner, das seit langer Zeit leer steht und zunehmend verfällt.
Per Klick auf die Karte geht es zur Tour bei Komoot.
Per Klick auf die Karte geht es zur Tour bei Komoot.
Weiter geht es geradeaus an der Straße unter den Platanen entlang und damit auch durch deutsche Industriegeschichte. Denn hier hatten erst eine Pulverfabrik und später die Reichsbahn ihre Werke, in der NS-Zeit wurden Panzer produziert, nach dem Krieg wurden im Weichenwerk Kirchmöser Weichen für Bahnen in aller Welt produziert. Auch heute noch sind dort Industrieunternehmen angesiedelt.
Etwa auf Höhe der Historischen Dampflok wechseln wir zunächst auf die Wusterwitzer Straße und dann in die Schulstraße. Am ehemaligen Walzwerkgelände entlang geht es immer geradeaus, dann rechts auf die Straße Am Lokwerk und schließlich nach links auf die Straße am Gleisdreck, die wenig später zur Rosa-Luxemburg-Straße wird.
Die Seegartenbrücke verbindet Plaue und Kirchmöser. Foto: Iris Sitza
Die Seegartenbrücke verbindet Plaue und Kirchmöser. Foto: Iris Sitza
Über die Seestraße und einige Wanderwege geht es weiter bis an den Elbe-Havel-Kanal und dann weiter nach Wusterwitz, wo wir nach rechts in die Wusterwitzer Straße einbiegen, eine Brücke über den Kanal passieren und uns wenig später rechts halten.
Eine ganze Weile müssen wir nicht über Wege nachdenken, denn es geht immer geradeaus - und dann am Wasser entlang zum Dorotheenhof und weiter zur Plauer Schleuse.
Auf der anderen Wasserseite folgen wir dem Schleusenweg und gelangen, nachdem wir das Restaurant Seeblick passiert haben, die Bundesstraße 1, an der wir uns rechts halten und wieder nach Plaue hinein wandern. Wir halten uns rechts und folgen dem Wendseeufer, bis wir zum Supermarkt an der Koenigsmarckstraße gelangen. Gegenüber befindet sich der Eingang zum Schlosspark, der uns zurück zum Startpunkt unserer Wanderung führt.
MAZ-Tipp: Wer mit der Bahn anreist, kann die Tour auch vom Bahnhof Wusterwitz aus erwandern. Kirchmöser hat ebenfalls einen Bahnhof, der sich jedoch ein wenig weiter abseits der Tour befindet. An beiden Bahnhöfen hält der RE1.
Wer über die Wanderkarte hinaus präzise Koordinaten für diese Tour sucht, findet sie hier bei Komoot.
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Radtour der Woche: Weite und Natur im Havelland

Entdeckungstour im Herzen des Havellandes: Die MAZ-Landpartie über Ketzin und Paretz nach Priort führt durch ein besonderes, stilles Stück Brandenburg. Auf der 52 Kilometer langen Landpartie, die am Bahnhof in Buschow beginnt und durch die typisch havelländische Landschaft mit viel Weite und viel Natur führt, warten unter anderem der Wall einer Slawenburg und Biotope wie der Groß Behnitzer See.
Die slawische Festungsanlage mit einem Burgwall, der einen Durchmesser von 60 bis 80 Metern hat, hebt sich am Nordufer des Riewendsees aus der flachen Umgebung. Der frühere Wohnsitz eines Hevellerfürsten ist ein schönes Zeitzeugnis aus dem 9./10. Jahrhundert.
Am Nordufer des Riewendsees gibt es Überreste einer Slawenburg. Foto: Lars Sittig
Am Nordufer des Riewendsees gibt es Überreste einer Slawenburg. Foto: Lars Sittig
Auch an vielen anderen Orten gibt es spannende Hinterlassenschaften aus der bewegten Vergangenheit der Region: In den Ketziner Ortsteilen Brückenkopf und Paretz sind verwucherte Teichlandschaften aus Erdelöchern entstanden – hier wurde früher Ton abgebaut.
Für Glamour sorgen das Schloss in Paretz und prächtige Gebäude wie das Gotische Haus. Es gibt hier ein sehenswertes Ensemble mit einer Bockwindmühle, der historischen Scheune und einem mehr als 200 Jahre alten Eiskeller. Eine interessante Zeitreise in die Siedlungsgeschichte kann man auch in Ketzin/Havel unternehmen, hier gibt es viele Tafeln mit Infos aus der Historie der Landstadt.
Einen Hauch maritime Atmosphäre verströmt die Havelpromenade in Ketzin, hier legen auch Ausflugsdampfer an. Unweit entfernt befinden sich die die katholische Kirche „Rosenkranz-Königin“ und die evangelische Kirche St. Petri. Natürlich warten auf der gesamten Tour wieder viele kleine Entdeckungen am Straßenrand und in der Erntezeit auch viele Bauchläden mit Produkten aus der Region.
Das Schloss Paretz. Foto: Lars Sittig
Das Schloss Paretz. Foto: Lars Sittig
Die Route im Schnellcheck:
Start- und Zielpunkt: Die Tour beginnt am Bahnhof in Buschow und endet am Bahnhof in Priort. Beide Stationen sind mit der Bahn gut erreichbar – die Fahrt von Potsdam Hauptbahnhof nach Buschow dauert nur knapp eine Stunde, nach Priort rund 20 Minuten.
Länge: 52 Kilometer (Fahrtzeit fünf bis sechs Stunden). Bahnhof Buschow – Groß Behnitz – Slawenburg am Riewendsee – Wachow – Gutenpaaren – Zachow – Brückenkopf – Ketzin/Havel – Paretz – Buchow-Karpzow – Bahnhof Priort.
Teil 1 der Landpartie - per Klick auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Teil 1 der Landpartie - per Klick auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Die Strecke: Die MAZ-Landpartie führt vom Bahnhof Buschow auf einem Teil des regionalen Knotenpunkt-Wegesystems nach Klein Behnitz (ordentlich befahrbare Platten- und Waldwege) und dann auf einem Waldweg am Ufer des Groß Behnitzer Sees zum Knotenpunkt in Groß Behnitz. Weiter geht es über einen teilweise etwas schwierigen, aber im Großen und Ganzen ordentlich befahrbaren Feldweg zur Slawenburg am Nordufer des Riewendsees.
Alternativ zur rustikaleren Variante kann auf einer Landstraße (teilweise auf historischem Ziegelpflaster) Richtung Riewend gefahren und vor dem Ortseingang links zur Slawenburg abgebogen werden. Es geht über einen Feldweg am Ostufer des Riewendsees weiter, dann auf Nebenstraßen (guter Asphalt bis Wachow, danach teilweise etwas holprig) bis nach Gutenpaaren. Nach Ketzin/Havel und dann nach Paretz führen straßenbegleitende Radwege.
Die Landpartie führt nun auf einem Feldweg (teilweise schmale, etwas holprige Fahrspur) und Schotterweg am Ostufer des Havelkanals nach Buchow-Karpzow und auf einer Landstraße zum Bahnhof Priort. Alternativ zum Feldweg am Kanal kann man aber auch von Paretz über Falkenrehde nach Buchow-Karpzow fahren - diese Route beginnt kurz vor dem Gotischen Haus in Paretz (Richtung Norden abbiegen).
Teil 2 der Landpartie - per Klick auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Teil 2 der Landpartie - per Klick auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Sehenswürdigkeiten: Auf der gesamten Tour geht es durch die typisch havelländische Landschaft, die vor allem wegen ihrer Weite sehr reizvoll ist. Dazu gibt es viele schöne Biotope – wie die Erdelöcher in Brückenkopf und Paretz sowie den Groß Behnitzer See mit stattlichen Bäumen und Bruchwald. Das Landgut Stober – ein historisches Ensemble mit einem alten Logierhaus, Ställen, einer Brennerei und Kornspeicher – liegt am Ostufer des Gewässers.
Ketzin/Havel und Paretz: Der Ketziner Ortsteil Paretz verfügt über viele sehenswerte Bauwerke wie beispielsweise das Schloss und einen mehr als 200 Jahre alten Eiskeller. Hier können originale Werkzeuge wie Eissäge, Eisaxt und Eishaken besichtigt werden, die früher der mühevollen Eisernte auf der Havel dienten (geöffnet von Mai bis Oktober jeweils Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, im April an den Wochenenden).
Teil 3 der Landpartie - per Klick auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Teil 3 der Landpartie - per Klick auf die Karte geht es direkt zu Google Maps.
Unweit vom Schloss liegen die Paretzer Erdelöcher: In der ehemaligen, mit Wasser vollgelaufenen Ton-Abbaustelle ist ebenso eine verwucherte, große Teichlandschaft entstanden wie in Brückenkopf, nordwestlich von Ketzin/Havel. Dieser Teil der Tour um Ketzin wird vom Wasser geprägt: In der schönen Landstadt gibt es eine Promenade am Havelufer, am kleinen Hafen legen Ausflugsdampfer an.
Die Überreste der Slawenburg am Nordufer des Riewendsees sind ebenfalls ein besonderer Ort: Durch den gut erhaltenen Burgwall wird Geschichte erlebbar – und vom Plateau hat man einen Ausblick auf die Umgebung.
Mehr Infos über Ketzin/Havel und Paretz gibt es auf der Homepage des Vereins Historisches Paretz und auf der Homepage der Tourist-Information Ketzin.
MAZ-Tipp: Die Tour im Spätsommer oder Herbst machen, ordentlich Platz in den Satteltaschen lassen und in das Früchteparadies eintauchen.
Eine ausführliche Beschreibung der Tour können Sie hier nachlesen. Die Strecke zum Nachfahren finden Sie auf unserem Komoot-Profil.
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Brandenburg für Genießer

Foto: Imago/Panthermedia
Foto: Imago/Panthermedia
Der Sommer kehrt noch einmal zurück - und damit steigt auch noch einmal der Bedarf für einen sommertauglichem Speiseplan. Also ab an den Grill! Lange war das Grillen von Obst nur etwas für echte Feinschmecker oder Experimentierfreudige. Inzwischen hat es der fruchtige Grillgenuss aber auch auf den Speiseplan der Normalgriller geschafft.
Und vollkommen zurecht! Denn Obst auf dem Grill ist alles andere als langweilig. Es kann sündhaft süß mit Schokolade und Marshmallows serviert oder in Kombination mit Bacon und Käse auch herzhaft genossen werden. Und auch ganz natürlich mit feinem Röstaroma ist gegrilltes Obst nicht zu verachten.
Grundsätzlich können Sie eigentlich jedes Obst nehmen. Jedoch eignen sich etwas festere Sorten besser, da sie nicht so schnell auseinanderfallen. Denn durch das Grillen wird das Obst weich. Aber auch Wassermelone ist als Grillgut sehr beliebt. Hier sollten Sie nur darauf achten, dass sie die Melonenscheiben vorher abtupfen und nicht zu lange grillen.
Wenn zu viel Saft herunter tropft, kann das Obst leichter verbrennen. Im Fall von Wassermelonen reichen schon drei bis vier Minuten auf dem Grill. Je fester ein Obst ist – und je größer die Stücke sind – desto länger muss es auf den Grill. Meist reichen fünf bis acht Minuten, im Falle eines ganzen Apfels kann es aber schon mal eine halbe Stunde sein.
Besonders beliebte Obstsorten für den Grill sind – neben der Wassermelone – Ananas, Pfirsich und Banane. Lecker schmecken aber auch gegrillte Äpfel, Nektarinen, Erdbeeren, Mangos, Aprikosen oder Mirabellen. Sogar Obstsorten wie Trauben, Pflaumen, Feigen oder Kirschen können auf dem Grill landen.
Probieren Sie es doch einfach mal aus! Wir wünschen guten Appetit!
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Tipps aus der Region

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Raus in den Garten

Der Tigerschnegel ist nützlich im Garten. Foto: David Ebener/dpa
Der Tigerschnegel ist nützlich im Garten. Foto: David Ebener/dpa
Kriecht eine lange schlanke Nacktschnecke mit auffälliger Musterung durch den Garten, können sich Hobbygärtner freuen. Der sogenannte Tigerschnegel mit dem gefleckten oder gestreiften Raubkatzen-Outfit vertilgt nämlich andere, vor allem junge Nacktschnecken sowie deren Eier. An frische Salate geht der Tigerschnegel dagegen nicht, er lebt ansonsten von welkem Laub. Merke: Nicht jedes Weichtier ist scharf auf junges Gemüse.
Dazu gehört eben auch der auffällige Tigerschnegel – anders als die Spanische Wegschnecke, die je nach Witterung in größerer Anzahl über frisches Grün herfällt. Der Tigerschnegel ist einheimisch und kommt überall in Deutschland vor. Erst im August und September sowie im Juni und Juli des Folgejahres legt er seine Eier ab.
Der Tigerschnegel kann mit bis zu 20 Zentimetern Länge ein „Mordsbrummer“ werden. Weil das Tier aus Sicht der Gartenbesitzer tatsächlich ein Nützling ist, appellieren Naturschützer: „Lassen Sie helle, gemusterte und getigerte Nacktschnecken in Ihrem Garten in Ruhe!“
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Fundstück der Woche

Annedore Ulitze betreibt den Hofladen Karshofer Gut.
Annedore Ulitze betreibt den Hofladen Karshofer Gut.
Unser Fundstück in dieser Woche befindet sich im Schönefelder Ortsteil Kiekebusch im Landkreis Dahme-Spreewald und ist ein Hofladen. Annedore Ulitze hat den Laden auf ihrem Grundstück an der Straße Karlshofer Gut 1 eröffnet und erweitert damit das bisher spärlich vorhandene Einzelhandelsangebot in dem Ort.
Verschiedene Salze, Marmeladen, Soßen, Sauerkraut, Rotkohl, Brotaufstriche und selbst gekochte Gerichte verkauft Annedore in Einmachgläsern in ihrem Hofladen. Zudem räuchert sie Schinken und Fisch und backt für ihre Kunden Brot und Brötchen. 75 Prozent der angebotenen Produkte stellt sie selbst her.
Dabei achtet die Schönefelderin vor allem auf Nachhaltigkeit und bietet ausschließlich Bio-Produkte an. Die Produkte, die sie nicht selbst produziert, wie Obst und Gemüse, stammen von Biolieferanten. „Die meisten Kunden sind erstaunt darüber, dass der Großteil selbst gemacht ist, und fragen dann immer, wie ich das schaffe“, berichtet die Inhaberin.
Unseren ausführlichen Bericht zum Hofladen lesen Sie hier.
Der Hofladen ist freitags und samstags von 8 bis 18 Uhr sowie sonntags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zum Angebot und zu Preisen gibt es auf der Internetseite des Ladens.
MAZ-Tipp: Lust auf weitere Höfläden in Dahme-Spreewald? Wie wäre es mit Fisch aus Zernsdorf oder Produkten aus Klein-Eichholz und Kolberg?
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