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Paul-Gerhardt-Wanderweg++Schlemmertour++Gin-Brennerei

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Auch wenn man es angesichts der heißen Temperaturen der vergan
MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser!
Auch wenn man es angesichts der heißen Temperaturen der vergangenen Tage noch vergessen kann, der Herbst ist eigentlich längst da. Walnüsse knacken beim Spaziergang durch den Garten unter den Schuhen, der Appetit auf Kürbissuppe und Kakao steigt - zumindest bei mir.
Aber stattdessen entstaube ich dann eben doch noch einmal die Sommersandalen, wer weiß schließlich, wann es wieder so schön wird. Also, packen Sie doch Kind, Kegel und Picknickkorb ein und gehen Sie am Wochenende einmal wandern oder folgen Sie meinem Kollegen Lars Sittig auf seiner Radtour rund um Werder/Havel. Da gebe ich Ihnen auch gern noch einen persönlichen Tipp: Das Softeis in der Derwitzer Eisdiele ist weltklasse, da lohnt auch das Warten in der bei schönem Wetter oft langen Schlange. Für den weniger süßen Zahn gibt es übrigens direkt nebenan gutbürgerliche Küche im Gasthaus “Zum fliegenden Ross”.
Noch mehr Tipps fürs Wochenende und für Genießer warten in diesem Newsletter auf Sie, liebe Leserinnen und Leser.
Ich wünsche Ihnen ein sonniges und sorgenfreies Wochenende, bleiben Sie gesund und uns gewogen.
Herzliche Grüße
Ihre
Saskia Kirf
Lokalredakteurin in Potsdam

Ausflug der Woche: Unterwegs auf dem Paul-Gerhardt-Wanderweg

In Mittenwalde erinnert ein Denkmal vor der Kirche an Paul Gerhardt. Foto: Andrea Müller
In Mittenwalde erinnert ein Denkmal vor der Kirche an Paul Gerhardt. Foto: Andrea Müller
Kennen Sie Paul Gerhardt? Der große Kirchenlieddichter (1607-1676) ist der Namensgeber eines 140 Kilometer langen Wanderwegs von der Berliner Nikolaikirche in den Spreewald. Der Weg führt entlang der drei Wirkungsstätten des evangelischen Theologen und folgt seinem Lebensweg - und das auf neun Etappen, die problemlos auch einzeln gewandert werden können.
Für einen Tagesausflug eignet sich beispielsweise der Abschnitt von Königs Wusterhausen nach Mittenwalde, der auf 16 Kilometern durchs Dahme-Seenland führt.
Die Wanderung beginnt an der Touristinformation in Königs Wusterhausen. Praktisch: Diese befindet sich direkt am Bahnhofsvorplatz, so dass die Anreise auch ohne Auto kein Problem ist. Von dort geht es - immer den gut erkennbaren Signets und Wanderzeichen des Paul-Gerhardt-Wegs folgend - entweder direkt los in Richtung Mittenwalde oder erst noch auf einen Abstecher zum Königs Wusterhausener Schloss.
Das Schloss Königs Wusterhausen befindet liegt zwar nicht direkt auf dem Weg, bis dorthin ist allerdings nur ein kleiner Umweg. Foto: Frank Pawlowski
Das Schloss Königs Wusterhausen befindet liegt zwar nicht direkt auf dem Weg, bis dorthin ist allerdings nur ein kleiner Umweg. Foto: Frank Pawlowski
Friedrich Wilhelm I. verachtete die barocke Verschwendungssucht seines Vaters, der Preußen mit dem Ausbau der Schlösser in Potsdam und Berlin an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hatte. Er nutzte das einfache Schloss in Wusterhausen als Jagdschloss und Sommersitz und hielt sich möglichst nur im Winter in den Stadtresidenzen auf. Zu seinen Ehren erhielt der Ort Wusterhausen ab 1717 den „Königs“-Zusatz in der Bezeichnung.
Von Königs Wusterhausen aus geht es über Gehwege innerorts oder Feldwege außerorts weiter in Richtung Mittenwalde, eine der Wirkungsstätten Paul Gerhardts. Bereits unterwegs trifft man in dem Dorf Ragow, das mit Mittenwalde verbunden ist, auf die beindruckende Paul-Gerhardt-Kirche. Hier kann man den Kirchturm erklimmen und das überraschende Kircheninnere besichtigen. In Mittenwalde hatte Paul Gerhardt ab 1651 eine Pfarrstelle inne und hier entstanden viele seiner 139 Lieddichtungen.
Die Paul-Gerhardt-Kirche in Ragow. Foto: Katja Reiser
Die Paul-Gerhardt-Kirche in Ragow. Foto: Katja Reiser
In Mittenwalde sind dem großen Kirchendichter neben einer Tafel an der St.-Moritz-Kirche, auch eine Statue im Kirchgarten sowie ein eigenes Haus gewidmet, das zu seinen Ehren an seinem 300. Geburtstag im Jahr 1907 errichtet wurde. Heute ist darin die Stadtverwaltung untergebracht.
Um Paul Gerhardt geht es in Mittenwalde übrigens auch im Heimatmuseum am Salzmarkt, wo auch Wissenswertes zur Geschichte Mittenwaldes zu erfahren ist. Zudem gibt es einen gemütlichen Weingarten sowie eine kleine Schmiede.
Das Mittenwalder Heimatmuseum befindet sich am Salzmarkt. Foto: Andrea Müller
Das Mittenwalder Heimatmuseum befindet sich am Salzmarkt. Foto: Andrea Müller
Wer nach diesem Abschnitt des Paul-Gerhardt-Wanderweges auf den Geschmack gekommen ist, dem sei noch das Besondere an dem Weg ans Herz gelegt: Für den Weg wurde ein Konzept mit Wandertagebuch, Wandermarken und Liederblättern ausgearbeitet. Für  jede Etappe gibt es ein Lied, welches vom Kirchenlieddichter Paul Gerhardt komponiert wurde und eine Wandermarke, welche man am Weg in den Touristinformationen erhält. Diese können dann in das Paul-Gerhardt-Wandertagebuch geklebt werden. Der Weg verfolgt ein wenig dem Pilgergedanken und möchte Wanderern durch das Tagebuch helfen, zu sich selbst zu finden.
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Radtour der Woche: Rund um Werder/Havel

Lars Sittig erkundet Brandenburg am liebsten im Sattel.
Lars Sittig erkundet Brandenburg am liebsten im Sattel.
Sie möchten durch ein Früchteparadies fahren, eine Runde spendiert bekommen, auf historischen Spuren wandeln und bei dieser Gelegenheit auch gleich durch die Alpen wandern? Dann auf zur MAZ-Landpartie ins Obst- und Weinanbaugebiet rund um Werder/Havel, dort hat Brandenburg im Moment besonders große Spendierhosen an.
Wein soweit das Auge reicht auf dem Wachtelberg. Foto: Lars Sittig
Wein soweit das Auge reicht auf dem Wachtelberg. Foto: Lars Sittig
An den Wegesrändern warten Brombeeren und Himbeeren zum Nulltarif, an vielen Ständen und in Hofläden an den Straßen kann man regionale Produkte direkt vom Erzeuger kaufen. Neben den Schönheiten der Landschaft, tollen Aussichtspunkten und historisch interessanten Orten wie dem Lilienthal-Denkmal in Derwitz warten eine Radrunde voller Sehenswürdigkeiten und viele Einkehrmöglichkeiten auf den Besucher.
Die Telegrafenstation auf dem Fuchsberg. Foto: Lars Sittig
Die Telegrafenstation auf dem Fuchsberg. Foto: Lars Sittig
Schon der Ausgangs- und Zielort Werder verfügt über eine lange Liste von Ausflugszielen und Aussichtspunkten von der Altstadt auf der Insel bis zum Wachtelberg und der Bismarckhöhe. Die Glindower Alpen laden zu einer Bergwanderung ein und auf dem Fuchsberg nur ein paar Kilometer enfernt, wird auf der optischen Telegrafenstation ein spannendes Kapitel der deutschen Kommunikations-Geschichte lebendig.
MAZ-Radtour rund um Werder/Havel
MAZ-Radtour rund um Werder/Havel
Die Strecke: Die 37 Kilometer (Fahrtzeit vier Stunden, mit Wanderung durch die Glindower Alpen) lange MAZ-Landpartie führt vom Bahnhof in Werder auf einem straßenbegleitenden Radweg nach Petzow, von dort führt eine asphaltierte Radstraße durch den Wald zu den Glindower Alpen. Durch Glindow und Elisabethhöhe geht es teilweise auf Feldwegen zur optischen Telegrafenstation, auf einem Stück straßenbegleitenden Radwegs nach Plessow und von dort auf einem recht schotterigen Stück zur Landstraße nach Derwitz (Alternativroute über Neu Plötzin an der B1 entlang). Nach Kemnitz geht es auf einer mäßig befahrenen Landstraße, nach Phöben auf einem gut befahrbaren Plattenweg und nach Werder auf einem straßenbegleitenden Radweg.
Für weitere Details klicken Sie auf die Karte.
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Die Highlights? Die Tour ist vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten wie kaum eine andere MAZ-Landpartie: Bereits in Werder warten mit der Bismarckhöhe, dem Wachtelberg und der Altstadt auf der Insel samt Bockwindmühle lohnenswerte Ausflugsziele und Aussichtspunkte. Auch Petzow mit seinem Schloss und dem Schlosspark ist sehr schön.
Für weitere Details klicken Sie auf die Karte.
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Die nur wenige Kilometer entfernten Glindower Alpen gehören sicher zu den spannendsten Biotopen der Region. Die optische Telegrafenstation auf dem Fuchsberg bietet nicht einen schönen Blick ins Land und über die Obstplantagen, sondern ist auch ein sehr interessantes Kapitel der deutschen Kommunikations-Geschichte – eine Infotafel klärt den Besucher über die spannende Historie der Anlage auf. Das Lilienthal-Denkmal in Derwitz verbindet ebenfalls einen weiten Blick ins Land mit einer spektakulären Historie.
Zu den sehenswerten Orten gehört die Insel mit der Bockwindmühle. Foto: Lars Sittig
Zu den sehenswerten Orten gehört die Insel mit der Bockwindmühle. Foto: Lars Sittig
In den Dörfern gibt es schöne Dorfkirchen: In Plessow beispielsweise steht eine neugotische Feldsteinkirche im Tudorstil, das Gotteshaus in Petzow ist ein neuromanischer ehemaliger Sakralbau nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Die Freifläche auf dem Phöbener Wachtelberg mit einem Blick weit ins Haveltal ist ebenfalls ein besonders reizvoller Ort, der mit seinem weichen Sandboden auch für ein Picknick geeignet ist
Die Landschaft mit ihren Seen, Wäldern und Hügeln ist auf der gesamten Tour sehr abwechslungsreich und schön. Wie immer warten viele kleine und größere Entdeckungen und viel Natur am Wegesrand.
MAZ-Tipp: Viel Zeit nehmen, ordentlich Platz in den Satteltaschen lassen und sich durchs Früchteparadies treiben lassen.
Und hier gibt es eine Übersicht aller bereits erschienenen Radtouren. Schauen Sie doch mal rein!
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Brandenburg für Genießer

Seit 2018 verkauft der gebürtige Bayer Michael Nagl bundesweit Wild aus dem Havelland. Foto: Christin Schmidt
Seit 2018 verkauft der gebürtige Bayer Michael Nagl bundesweit Wild aus dem Havelland. Foto: Christin Schmidt
Regionale Produkte werden immer beliebter, für viele Menschen auch immer wichtiger für die Ernährung. Ein Brandenburger, der diesen Markt für sich entdeckt hat, ist Michael Nagl. Seit mehr als 40 Jahren ist er leidenschaftlicher Jäger, seit 1998 jagt der gebürtige Bayer mit Vorliebe im Havelland. Sein Revier umfasst Wälder rings um Stechow, Görne und am Hohen Rott bei Kotzen. Knapp 2000 Hektar gehören ihm.
Weil er irgendwann nicht mehr wusste, wohin mit all dem Fleisch, baute Michael Nagl seinen Vierseithof in Stechow aus. Er investierte unter anderem in eine Kühlanlage, gründete die Marke “WildJäger” und begann 2018, das Fleisch selbst zu vermarkten. Die Nachfrage nach Wild wachse und habe insbesondere in den letzten Monaten zugenommen, so Nagl.
Auf seinem Hof in der Stechower Friedensstraße wird ausschließlich Wild aus der Region verarbeitet. Seit einem Jahr gehört auch ein Hofladen dazu.
Im Hofladen gibt es Wildfleisch sowie Wurstwaren. Foto: Christin Schmidt
Im Hofladen gibt es Wildfleisch sowie Wurstwaren. Foto: Christin Schmidt
Die Auswahl ist groß. Gut 60 verschiedene Produkte gibt es in dem kleinen Laden mit Kühltheke, Kühlschrank und Gefriertruhe, darunter Wildbockwurst, Rehschinken und Hirschsalami, Wilschweinschmalz, -sülze, -gulasch im Glas, Wildwiener und Wildbockwurst. Beliebt ist auch der Wildfleischkäse, ein Leberkäse aus Wild und ohne Leber.
Und was ist am Stechower Wildfleisch so besonders? „Der große Unterschied zur Wildware aus dem Supermarkt ist, dass wir ausschließlich Wild verarbeiten und kein anderes Fleisch. Für fügen auch keinerlei externes Fett hinzu. Zudem kommt jedes Stück aus freier Wildbahn im Havelland. Wir verwenden kein Gatterwild“, betont Nagl.
Knapp 20 Jäger sorgen für frische Ware, auch Nagl selbst. „Wir schießen etwa 400 Stück im Jahr – Rot- und Schwarzwild sowie Rehwild – davon etwa 150 bis 200 Wildsauen“, so Nagl. Christin Schmidt
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Wohin am Wochenende?

Mia treten am Sonnabend in Schönefeld auf. Foto: anna.k.o.
Mia treten am Sonnabend in Schönefeld auf. Foto: anna.k.o.
Schönefeld: Beim Open Air „Unter freiem Himmel“ auf dem Gelände des ehemaligen Autokinos in Berlin-Schönefeld (Dahme-Spreewald) wird am Sonnabend die Band Mia auftreten. Mit ihren Hits wie „Alles neu“, „Hungriges Herz“, „Tanz der Moleküle“ oder „Fallschirm“ sind die Berliner längst ein Teil der jüngeren deutschen Kulturgeschichte. Das gesamte Festivalgelände ist in Bereiche für zwei beziehungsweise drei bis vier Personen aufgeteilt, diese befinden sich immer in 1,50 Metern Abstand zueinander. Außerhalb dieser Bereiche muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Einlass ist am Sonnabend ab 17 Uhr, los geht es um 18 Uhr. Karten gibt es nur online für mindestens zwei Personen, ein Einzelkartenverkauf ist nicht möglich.
The Men Of Desert aus Wuthenow vereinen viele Stile in ihrer Musik: Blues, Folk, Rock, auch mal psychedelische Klänge. Foto: privat
The Men Of Desert aus Wuthenow vereinen viele Stile in ihrer Musik: Blues, Folk, Rock, auch mal psychedelische Klänge. Foto: privat
Neuruppin: In Neuruppin findet am Sonnabend ein Musikfest unter dem Motto „Neuruppiner Bands für Neuruppiner Bürger“ statt. Von 14 bis 22 Uhr spielen etwa 20 Bands auf sechs Bühnen in der Innenstadt – als Solidarität für die Gastronomen, die besonders unter der Corona-Pandemie gelitten haben. Die Bühnen befinden sich am Rosengarten, am Neuen Markt, am Niemöllerplatz, am Rathaus, im Innenhof der Kreismusikschule und im Hof von Prima Solar. An den Spielorten gibt es Essen und Getränke zu kaufen. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.
Philipp Roskoschinski und Adam Nawrot (links) proben einen Schaukampf. Foto: Kaptorga
Philipp Roskoschinski und Adam Nawrot (links) proben einen Schaukampf. Foto: Kaptorga
Brandenburg/Havel: Mit Hiebschwertern und Äxten treten Philipp Roskoschinski und Adam Nawrot am Sonntag im Klostergarten des Archäologischen Landesmuseums in Brandenburg an der Havel gegeneinander an. Das Duo zeigt bei einer 20-minütigen Vorstellung die Waffen von Germanen, Römern, Slawen, Wikingern und aus dem Dreißigjährigen Krieg. „Dabei werden wir in den Vordergrund rücken, was uns fasziniert, die Wechselwirkung zwischen Veränderungen in der Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf Kleidung, Waffen, und Kampfweise“, sagt Nawrot. Bei der Präsentation „Mit Schild und Degen-Waffen und Kampftechniken im Wandel der Zeiten“ erleben die Gäste am Sonntag ab 11.15 Uhr die Waffen der Germanen und Römer. Infos und Anmeldung unter 03381/4104112.
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Tipps aus der Region

Ein Familien-Bauernhof für Ludwigsfelde: Landschaftsgärtner sucht nach Grundstück
Schluss mit Kunstdünger: Ein äthiopischer Student zeigt, wie man umweltfreundlich gärtnert
Altes Lager: Regionalladen "Echt Fläming" eröffnet im Haus
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Fundstück der Woche

Gin, Sloe Gin und Eierlikör: Das ist die Produktpalette der Gans Manufaktur in Klein Gottschow. Foto: Bernd Atzenroth
Gin, Sloe Gin und Eierlikör: Das ist die Produktpalette der Gans Manufaktur in Klein Gottschow. Foto: Bernd Atzenroth
Die Prignitz hat mit der Gans Feinbrand Manufaktur in Klein Gottschow (Gemeinde Groß Pankow) jetzt eine Gin-Brennerei. Auch Eierlikör läuft gut, doch eigentlich wollen die Macher eine norddeutsche Obstbrennerei etablieren.
Robert Wacker hat auf dem Gehöft seines Großvaters die Gin-Brennerei eröffnet. Eigentlich ist er Jurist und arbeitet für Vattenfall gerade an der Abwicklung des Hamburger Kraftwerks Moorburg. Marcel Grunert, der Brenner in der Brennerei, ist hauptberuflich Bio-Mechaniker an der Charité in Berlin.
Dass in dem kleinen Ort in der Prignitz jetzt Gin produziert wird, war nicht die ursprüngliche Idee – eine norddeutsche Obstbrennerei sollte es werden. „Norddeutsche Früchte haben weniger Zucker. Man kriegt weniger Alkohol rein. Dafür ist aber das Aroma vielschichtiger.“ Eigens dafür steht ein nagelneuer 800-Liter-Gärkessel in der Brennerei. Der ist aber noch ungenutzt. Dieses Jahr hätte man auch genug Obst dafür gehabt – man vergärt die Früchte und wandelt den Fruchtzucker in Alkohol um. Den muss man aber versteuern.
Ausgerechnet das geht noch nicht, denn die Brennerei wartet auf die Zolluhr, die eigentlich schon im Februar kommen sollte. Da der Zoll sie zunächst prüft und dann vorbei bringt und an die Anlage anbaut, hatte sich das verschoben – bis Juni konnte der Zoll keine Hausbesuche machen. Und so stehen nun erst mal Gin und Eierlikör auf dem Programm. Bernd Atzenroth
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