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Havelniederung++Whiskybier++Neues Ausflugsbuch

Liebe Leserin, lieber Leser, ist es nicht unglaublich, wie die Zeit sich manchmal verhält? Ich weiß n
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Liebe Leserin, lieber Leser,
ist es nicht unglaublich, wie die Zeit sich manchmal verhält? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber die ersten Monate dieses Jahres fühlten sich schier endlos an. Im Januar zeichnete sich langsam die kommende Corona-Pandemie ab, im März fühlte sich das Jahr an wie eine Dekade. Und seitdem rennt die Zeit, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Die Sommerferien sind beinahe vorbei, am Montag startet für die rund 250.000 Schüler in Brandenburg die Schule wieder - und für viele Eltern endet wohl endgültig der Jahresurlaub. In diesem Newsletter finden Sie reichlich Tipps für das letzte Ferien-Wochenende, aber auch für die kommenden Wochen habe ich als Ausflug die schöne Havelniederung im Angebot.
Dabei handelt es sich um eine Radtour - damit Sie in unserem aktuellen Newsletter nicht ganz auf das Fahrrad verzichten müssen, denn unser Sattel-Kolumnist Lars Sittig radelt gerade ganz privat in seinem Sommerurlaub. So wie wir ihn kennen, bringt er daraus aber eine tolle Strecke mit, die er in einer der kommenden Ausgaben von “Raus aufs Land” vorstellt.
In Potsdam wartet trotz Urlaubszeit Kultur en masse: Theater, Literatur, moderner Tanz - die Landeshauptstadt lässt es an nichts vermissen. Ebenfalls einen Besuch wert ist die spannende Ausstellung im Schloss Cecilienhof. Vor 75 Jahren wurde hier Weltgeschichte geschrieben, als sich die Alliierten zur Potsdamer Konferenz trafen. Eine hinreißende Geschichte zu dem Schloss erlebte meine Kollegin Nadine Fabian vor einem Jahr, als sie den 80. Geburtstag der langjährigen Schlossherrin feiern durfte.
Auch um mich herum finden gerade, wie immer im Hochsommer, viele Geburtstage statt - noch ein Zeichen der Zeit, nicht wahr? Andererseits freue ich mich gerade auch wirklich sehr über Schmorgurken, Brombeeren und laue Spätsommerabende im Garten. Schließlich hat jede Zeit ihre eigenen Schönheiten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein wunderbares Wochenende - vielleicht bei einem Schluck Whiskybier, falls Sie gerne neue Kreationen ausprobieren. Mehr über das Gebräu aus Bad Belzig lesen Sie in diesem Newsletter.
Herzliche Grüße
Ihre
Saskia Kirf
Lokalredakteurin in Potsdam

Ausflug der Woche: Radtour durch die Havelniederung

Am besten ist die Strecke mit dem Mountainbike zu bewältigen, aber auf Schusters Rappen ist dies für Wanderer auch kein Problem. Quelle: Helge Treichel
Am besten ist die Strecke mit dem Mountainbike zu bewältigen, aber auf Schusters Rappen ist dies für Wanderer auch kein Problem. Quelle: Helge Treichel
Erst eine wunderschöne Radtour, dann ein kühles Blondes hinterher – das ist der Tipp meines Kollegen Helge Treichel aus der Oranienburger Lokalredaktion für Sie: Wer gern im Briesetal unterwegs ist, wird auch die Tour durch die Havelniederung mögen, bevorzugt mit dem Mountainbike.
Als Startpunkt bietet sich die Oranienburger Schleusenbrücke an. Von dort aus geht’s zur Grabowseebrücke und weiter an der Werft vorbei durch Malz. Hinter dem Ortsausgang zweigt vom Holländer Weg rechter Hand alsbald ein Plattenweg ab. Über eine in Sichtweite befindliche Havelbrücke führt der Weg zurück zum Oder-Havel-Kanal. Traumhaft!
Hier lässt es sich aushalten: Der Strand am Lehnitzsee. Foto: Enrico Kugler
Hier lässt es sich aushalten: Der Strand am Lehnitzsee. Foto: Enrico Kugler
Für eine Rast bietet sich der Imbiss an der Grabowseebrücke an. Aber seit seiner Wiedereröffnung nach der Corona-Pause gibt es eine sehr gute Alternative: den Biergarten am Lehnitzsee. Die Betreiber Robert Friedrichs und Chris Fuhl öffnen donnerstags und freitags ab 14 Uhr sowie sonnabends und sonntags ab 11 Uhr für ihre Gäste - genau richtig für einen sonnigen Nachmittag. Noch mehr schöne Biergärten in Brandenburg finden Sie hier.
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Brandenburg für Genießer

Das Whiskybier wird in Sektflaschen abgefüllt und verkorkt. Foto: Natalie Preißler
Das Whiskybier wird in Sektflaschen abgefüllt und verkorkt. Foto: Natalie Preißler
Bier oder Whisky? Dank einer neuen Kreation muss man sich in Bad Belzig nicht mehr zwangsläufig für eines der beiden entscheiden. Der Experimentierfreude des Junior-Chefs Tim Eggenstein ist es zu verdanken, dass seit Kurzem auch ein Whiskybier zum Sortiment der Bad Belziger Old Sandhill Brauerei und Destillerie gehört. Seit 2007 werden hier klassisch helle, dunkle und Spezial-Biere gebraut.
Das neue ist süffig mit malziger Komponente, und im Abgang kommen die Karamell- und Vanillenoten des Whiskys zum Tragen. „Wir haben uns familienintern durchprobiert“, sagt der 27-jährige Brauer und Edelbrand-Sommelier. Etwa ein halbes Jahr brauchte es, bis der Geschmack allen zusagte. Weitere sechs Monate später stand das Design und die Genehmigung für den Verkauf war eingeholt.
Tim Eggensteins Destille stammt vom Bodensee. Foto: Natalie Preißler
Tim Eggensteins Destille stammt vom Bodensee. Foto: Natalie Preißler
Die Idee hat Eggenstein sich teilweise bei den Iren abgeguckt. Bei einem Praktikum in Cork sah er, wie erfinderisch die Brauer vor Ort mit verschiedenen Alkoholika umgingen. Die Fässer seiner Destillerie bestehen aus Eichenholz, das aus Brandenburg und dem US-Bundesstaat Missouri stammt. Bevor sie zum Einsatz kommen, werden sie „getoastet“, also von innen ausgebrannt, wodurch die Karamellnoten im Whisky entstehen.
Das Bad Belziger Whiskybier verbindet nicht nur Liebhaber herber und süßlicher Getränke, sondern auch die bevorzugten Alkoholika zwischen den Jahreszeiten. Während der Whisky in den warmen Monaten regelrecht in ein Sommerloch fällt, sinkt im Herbst und Winter die Nachfrage nach Bier und es wird wieder zu Destillaten gegriffen. Mit dem Whiskybier wird diese Lücke nun geschlossen. Natalie Preißler
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Wohin am Wochenende?

In Potsdam warten am Wochenende gleich drei namhafte Festivals auf Sie: Bei den Schirrhofnächten gibt es großes Theater, die Tanztage faszinieren mit beeindruckenden Choreografien und bei LIT:Potsdam wird gelesen, was das Zeug hält. Der Schauspieler und Regisseur Andreas Erfurth steht bei den Schirrhofnächten auf der Bühne, im Vorfeld hat er mir erzählt, wie aufregend das Spielen für ihn gerade zu dieser Zeit ist.
Andreas Erfurth (vorn) steht bei den Schirrhofnächten auf der Bühne.
Andreas Erfurth (vorn) steht bei den Schirrhofnächten auf der Bühne.
Wem bei so viel Kultur ein bisschen zu heiß wird, der könnte sich mit einem Sprung ins kühle Nass erfrischen - denn die nächsten Tage werden richtig heiß. Mein Kollege Volker Oelschläger hat sich die schönsten wilden Badestellen in der Landeshaupstadt angesehen - ob Einheimischer oder Gast, ich verspreche Ihnen neue Erkenntnisse in Sachen Strand. Sie wollen woanders schwimmen? Kein Problem - werfen Sie einfach mal einen Blick in unsere Gesamtübersicht der schönsten Badestellen in Brandenburg.
Foto: Friedrich Bungert
Foto: Friedrich Bungert
Und weil spätestens nach Baden und Festivalbesuch der Magen knurrt, sei Ihnen noch der neueste Restauranttipp unserer Gastro-Kritikerin Manuela Blisse ans Herz gelegt: Sie hat sich durch gutbürgerliche Gerichte gegessen und dabei den Havelblick genossen. Mit diesen Tipps kann ein Besuch in Potsdam doch nur gelingen.
Der Trailer zu "Spamalot", der in Wustrau open air läuft.
Der Trailer zu "Spamalot", der in Wustrau open air läuft.
Auch im Norden Brandenburgs gibt es am Wochenende jede Menge Kulturprogramm: Das Seefestival Wustrau zeigt unter freiem Himmel am Wustrauer Schloss die Musical-Komödie Spamalot - frei nach Monty Pythons „Ritter der Kokosnuss“. Beginn ist am Freitag und Sonnabend um 20.30 Uhr, am Sonntag um 19 Uhr. Kartenbestellung unter 033925/9 01 91.
Im Kloster Stift zum Heiligengrabe beginnt am Sonnabend um 19 Uhr ein Konzert mit Franns-Wilfrid von Promnitz (Portativer, Gesang und Sprecher). Das Spektrum umfasst Musik der Hildegard von Bingen und Francesco Landini, Textballaden von Francois Villon, Motetten von Josquin und Royales von King Heinrich VIII. Anmeldung unter 0170/3 54 61 53.
Der Rheinsberger Musiksommer klingt am Sonnabend ab 17.30 Uhr im Schlosshof mit romantischen Lieder aus Norwegen und Deutschland aus. Es singen der Berliner Tenor Ludwig Obst und die norwegische Sopranistin Sunniva Unsgård. Begleitet werden die beiden Preisträger von Pianist Gavin Roberts.
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... und raus aus Brandenburg

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Fundstück der Woche

Um sich eine kleine Auszeit zu gönnen und frische Luft zu schnappen, muss man nicht weit fahren. Gerade Brandenburg bietet dafür jede Menge Orte im Grünen. Der barocke Klostergarten in Neuzelle, die sanften Hügel des Biosphärenreservats Schorfheide, Königin Luises Lieblingsschloss in Paretz - der jetzt im Verlag via reise erschienene Kurztrip-Planer “55 faszinierende Ausflugsziele rund um Berlin” bietet für jede Stimmungslage und Geschmacksrichtung etwas.
Die 144 Seiten sind aufgeteilt in drei Kapitel: Berliner Stadtrand und Umland, Ausflugsziele in Brandenburg sowie Orte weiter draußen, die man in maximal 99 Minuten von Berlin mit der Bahn erreicht. Zu jedem Ziel werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten genannt, die man nicht verpassen sollte. Erhältlich ist der Reiseführer im Taschenbuchformat für 14,95 Euro im Buchhandel der versandkostenfrei online.
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