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Halloween steht vor der Tür ++ Wanderung um den Seddiner See ++ Knuspriges Kürbisbrot

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MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land

Liebe Leserinnen und Leser,
liegt ihr Kostüm schon bereit? Am Sonntag wird das Land wieder von kleinen und großen Zombies, Geistern und Gruselclowns - und natürlich auch von glitzernden Feen, kleinen Polizisten und Eisprinzessinnen - bevölkert. Der Grund? Natürlich Halloween! Das Fest, das ursprünglich aus Irland kommt (Tipp: gut merken, die Quiz-Freunde unter Ihnen können diese Information noch gebrauchen), findet seit Jahren auch in Brandenburg immer mehr Anhänger.
In meiner Kindheit war die Zeit für “Süßes oder Saures” zwar noch der Hexenabend am 30. April, aber selbstverständlich habe ich das Süßigkeiten-Buffet längst auf den 31. Oktober verlagert. Für den Märker ist es besonders wichtig, gut vorbereitet in den Tag zu gehen, denn wegen des ebenfalls auf den 31. Oktober fallenden Reformationstages ist in Brandenburg Feiertag, die Supermärkte haben zu. Da ist es hilfreich, dass der letzte Oktober-Tag in diesem Jahr ohnehin ein Sonntag ist - und die Vorbereitung routiniert am Sonnabend erledigt werden kann. Wer will schließlich mit leeren Händen dastehen, wenn kleine Geister an der Tür klingeln?
Und eines muss man dem Grusel-Tag im Herbst schon lassen: Mit Kürbisdeko (und dem Schnitzspaß davor), künstlichen Spinnenweben, Fledermäusen und Co. macht er schon ordentlich was her.
Was nun aber tun mit dem Wochenende, das am Sonntag seinen Grusel-Höhepunkt findet? Wir haben natürlich Ideen für Sie im Köcher. Da sind zum einen zahlreiche Feste und Veranstaltungen, etwa in Ostprignitz und Ruppiner Land, Havelland, Dahme-Spreewald und Potsdam. Außerdem haben wir uns um einen Ausflug der Woche zumindest mit einem optionalen Gruselfaktor bemüht und legen Ihnen ein Rezept ans Herz, bei dem Sie die Schnitz-Reste Ihrer Halloween-Kürbisse zweitverwerten können.
Wenn Ihnen das noch immer nicht zu viel Halloween ist, möchte ich Ihnen zum Abschluss noch unser Halloween-Quiz ans Herz legen. Testen Sie ihr Wissen rund um den Grusel-Festtag und gewinnen Sie ein Online-Escape-Room-Erlebnis oder Einkaufsgutscheine!
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Seddiner See und Grusel in Beelitz-Heilstätten

Der Herbst hat das Umfeld des Großen Seddiner Sees inzwischen in Herbstfarben getaucht. Foto: Manngold/Imago
Der Herbst hat das Umfeld des Großen Seddiner Sees inzwischen in Herbstfarben getaucht. Foto: Manngold/Imago
Feiertagsspaziergang am Reformationstag oder doch Gruselausflug zu Halloween? Warum nicht beides miteinander verbinden? Wenn Sie unseren Ausflug der Woche etwas kürzer halten (oder zeitig starten), lässt er sich bequem mit einer geführten Tour durch die Beelitzer Heilstätten verbinden.
Aber eins nach dem anderen, wir starten ohne Spuk mit einer knapp 16 Kilometer langen Wanderung um den Großen Seddiner See. Die beginnt - und hier lassen sich vielleicht schon ein paar Minuten einsparen - wahlweise direkt am See im Örtchen Seddin in Potsdam-Mittelmark oder am nahegelegenen Bahnhof Neuseddin, der mit dem Regionalexpress 7 erreichbar ist.
Womöglich empfiehlt sich in diesem Fall sogar die Anreise mit dem Auto, wenn Sie anschließend (oder vorher) weiter nach Beelitz-Heilstätten wollen, da die direkte Bahnverbindung derzeit wegen Bauarbeiten unterbrochen ist und Schienenersatzverkehr fährt.
Per Klick auf die Karte geht es zur Tour bei Komoot.
Per Klick auf die Karte geht es zur Tour bei Komoot.
Vom Bahnhof aus führt uns die Tour über die Kunersdorfer Straße und dann auf Höhe der Einmündung zur Straße Am Lindenweg nach rechts in Richtung Kleinem Seddiner See, der von der Bundesstraße 2 von seinem großen Bruder getrennt wird.
Wir wandern im Uhrzeigersinn um ihn und nach Querung der B2 um den Großen Seddiner See herum. Dabei passieren wir Ortsteile der Gemeinden Michendorf (Wildenbruch-Lehnmarke und Wildenbruch) und Seddiner See (Kähnsdorf). Sehenswert im alten Dorfkern von Wildenbruch ist die Kirche, ebenso gibt es im Ort eine Badestelle, die wir uns vielleicht lieber für den nächsten Sommer merken.
An der Südseite des Sees geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Dabei bitte unbedingt den herrlichen Blick auf den See und die klare Herbstluft genießen.
Die Ruinen in Beelitz-Heilstätten können bei Führungen erkundet werden. Foto: agefotostock/Imago
Die Ruinen in Beelitz-Heilstätten können bei Führungen erkundet werden. Foto: agefotostock/Imago
Wenn Sie zusätzlich zur Wanderung noch Lust auf etwas Grusel haben, dann wäre nun ein guter Zeitpunkt, nach Beelitz-Heilstätten weiterzuziehen. Dort gibt es neben dem Baumkronenpfad, den wir Ihnen an dieser Stelle in einer unserer ersten “Raus aufs Land”-Ausgaben empfohlen haben, auch die Möglichkeit, die Ruinen der alten Heilstätten zu erkunden. Die entsprechenden Führungen bietet “Baum & Zeit” an.
Möglichkeiten gibt es reichlich. “Durch die Alte Chirurgie” klingt nach einer Tour, die sich für ein Halloween-Wochenende ganz hervorragend eignet. Es gibt aber auch jede Menge anderer Optionen - hier finden Sie den Überblick.
Wichtig zu wissen ist, dass man neben dem Ticket für die Führung (bei der Chirurgie-Runde 12,50 Euro) auch eine Eintrittskarte für das Parkgelände mit Baumkronenpfad (Tageskarte für Erwachsene kostet 13,50 Euro) benötigt.
Tipp: Mit unserer Routenbeschreibung und Karte haben Sie alles, was Sie für diese Tour brauchen – wer weitere Detailinformationen sucht, findet sie auf Komoot.de
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Brandenburg für Genießer

Ein Kürbisbrot zu backen, muss gar nicht aufwendig sein – und das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Foto: Getty Images/iStockphoto
Ein Kürbisbrot zu backen, muss gar nicht aufwendig sein – und das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Foto: Getty Images/iStockphoto
Mit dem Oktober endet traditionell auch die Hochsaison der Kürbisse. Wenn das kein Grund ist, das Gemüse (die Schnitz-Reste der Halloween-Kunstwerke selbstverständlich eingeschlossen) noch einmal zu einer Köstlichkeit zu verarbeiten. Kürbisse sind noch reichlich zu bekommen, zumal die Ausläufer der Saison locker noch bis Mitte November dauern.
In der vergangenen Woche hat mein Kollege Lars Grote an dieser Stelle über Eintöpfe in der kalten Jahreszeit geschwärmt - in dieser Woche möchte ich Ihnen die passende Beilage dazu empfehlen: Es gibt ein Kürbisbrot.
Die Zutaten:
  •  ein kleiner Hokkaidokürbis (etwa 600 Gramm Kürbisfleisch)
  •  400 Gramm Mehl (plus etwas Mehl zur Teigverarbeitung)
  •  ein Päckchen Trockenhefe
  •  ein Teelöffel gemahlene Kurkuma
  •  50 Gramm Kürbiskerne
  •  Zucker
  •  Salz
Und so geht’s:
Schritt 1: Zuerst wird der Kürbis aufgeschnitten und das Kerngehäuse sorgfältig entfernt. Dann wird etwa die Hälfte des Kürbisfleisches in grobe Stücke geschnitten und in einem Topf mit Salzwasser in etwa zehn Minuten gar gekocht. Anschließend wird das gekochte Kürbisfleisch abgetropft – wenn nötig, auch abgetrocknet – und mit einem Pürierstab püriert. Die andere Hälfte des Kürbisfleisches wird grob geraspelt – etwa mittels einer Haushaltsreibe.
Schritt 2: Für den Teig vermischt man nun 400 Gramm Mehl, einen Esslöffel Zucker, einen Teelöffel gemahlene Kurkuma, einen Teelöffel Salz und die Trockenhefe in einer großen Schüssel. Anschließend gibt man das noch warme pürierte Kürbisfleisch und drei Esslöffel warmes Wasser zu den trockenen Zutaten. Nun wird alles zu einem glatten Teig geknetet – entweder mit den Händen oder mit dem Knethaken eines Handrührgerätes. Zum Schluss wird der geraspelte Kürbis mit einem Löffel untergerührt. Jetzt wird der Teig mit einem sauberen Küchentuch zugedeckt und darf an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen.
Schritt 3: Nachdem der Teig etwa eine Stunde gegangen ist, sollte er sich deutlich vergrößert haben. Nun wird er auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchgeknetet und die Kürbiskerne werden in den Teig gestreut und eingearbeitet. Der Teig sollte geschmeidig, aber nicht klebrig sein. Jetzt wird der Teig zu einer Kugel geformt, auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt und darf dann unter einem Küchentuch erneut etwa eine Stunde ruhen.
Schritt 4: Nach einer Stunde Ruhezeit sollte sich der Teigling noch einmal vergrößert haben. Nun wird es Zeit, den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorzuheizen. Das Kürbisbrot wird dann üppig mit Wasser bestrichen – wer möchte, schneidet es mit einem sehr scharfen Messer oder einer Raserklinge kreuzförmig ein. Jetzt darf das Brot im vorgeheizten Backofen etwa 40 Minuten backen. Bevor das köstliche Kürbisbrot angeschnitten wird, sollte es vollständig abgekühlt sein.
Tipp: Wer sein Kürbisbrot am liebsten mit einer besonders knusprigen Kruste mag, kippt am Anfang der Backzeit ein kleines Glas Wasser unten in den Backofen. Dieses Rezept lässt sich übrigens nicht nur mit dem beliebten Hokkaidokürbis backen. Andere Kürbissorten wie etwa Butternut oder Muskatkürbis, eignen sich auch ganz hervorragend für das Backen von herbstlichen Broten.
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Raus in den Garten

Foto: Michael Kristen/Imago
Foto: Michael Kristen/Imago
Quitten führen leider nur ein Schattendasein in unseren Gärten. Schuld daran ist sicherlich die Tatsache, dass sie roh nicht zu genießen sind; sie sind steinhart und hinterlassen einen unangenehm pelzigen Geschmack im Mund.
Einmalig ist hingegen der intensive Duft reifer Früchte, die gegen Ende Oktober geerntet werden. In einen Korb gelegt, verbreiten sie im Haus ihr tolles Aroma. Erst ab Ende November werden sie weicher und können verwertet werden.
Im Gelee lässt sich das Aroma der Quitten am besten einfangen. Wer Gelee macht, kann aus den Rückständen Quittenbrot herstellen. Das Fruchtmark wird mit derselben Menge Sirup, gewürzt mit Vanille und Zitronensaft, dick eingekocht, dünn auf Pergamentpapier ausgestrichen und auf der Heizung oder dem Kachelofen langsam getrocknet. Quittenmus kann jedes Apfelmus geschmacklich aufpeppen. Es wird jedoch separat gegart, weil es länger kochen muss.
Quitten zeichnen sich eher durch einen strauchigen Wuchs aus. Oft werden sie deshalb veredelt, sodass kleine Bäumchen heranwachsen. Man unterscheidet - je nach Fruchtform - Apfelquitten und Birnenquitten. In der Regel haben Birnenquitten ein weicheres Fruchtfleisch, aber leider nicht so viel Aroma.
Im Garten wünscht die Quitte einen vollsonnigen Platz auf normalem, nicht zu kalkreichen Boden. Etwas Kompost im Frühjahr und eine gute Wasserversorgung im Sommer garantieren zügiges Anwachsen. Bis die ersten Blüten erscheinen, dauert es etwa drei Jahre. Die Bäume blühen meist erst nach den Eisheiligen, deshalb gibt es selten Ausfälle durch Spätfröste. 
Die Pflanzen sind relativ robust, nur in sehr feuchten Jahren zeigen ihre Blätter schnell rotbraune Flecken. Es handelt sich dabei um die Blattbräune, eine Pilzerkrankung. Befallenes Laub sollte aus dem Garten entfernt werden, um weitere Infektionen zu verhindern.
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Fundstück der Woche

"Lieber Fontane! Lieber Schinkel!" heißt das Buch, das im Bäßler-Verlag erschienen ist. Foto: Verlag
"Lieber Fontane! Lieber Schinkel!" heißt das Buch, das im Bäßler-Verlag erschienen ist. Foto: Verlag
Der große märkische Autor Theodor Fontane und der Baumeister und Künstler Karl Friedrich Schinkel hatten beide ihre ganz eigene Sicht auf die Stadt, in der sie einst geboren wurden. Fontane und Schinkel gelten heute als die größten Söhne Neuruppins. Beide lebten im 19. Jahrhundert. Schon zu Lebzeiten waren sie Berühmtheiten.
Als Karl Friedrich Schinkel 1841 starb, war Fontane Anfang zwanzig. Kennengelernt haben sich die beiden nie. In ihrem Buch „Lieber Fontane! Lieber Schinkel!“ holen Autor Reinhard Wahren und der Grafiker Rainer Ehrt das jetzt nach. Auf gut 40 Seiten lassen Ehrt und Wahren die beiden Protagonisten durch die ihre Geburtsstadt flanieren, durch die preußischste Stadt Preußens, wie Neuruppin gelegentlich genannt wird.
Wie eine Art Stadtführer-Comic lässt der Journalist Wahren Schinkel und Fontane über bekannte Orte in der Stadt philosophieren und darüber, was aus ihnen geworden ist oder noch werden kann. Rainer Ehrt garniert die imaginären Wortwechsel mit spitzer Feder.
Sie wollen mehr über das Buch erfahren? Hier geht es zum ausführlichen Bericht.
„Lieber Fontane! Lieber Schinkel!“, Bäßler-Verlag, 48 Seiten mit 15 großformatigen Zeichnungen, 16,80 Euro.
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