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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe von "Raus aufs Land"
MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
MAZ Raus aufs Land
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe von “Raus aufs Land”. Ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind! Denn es gibt gute Nachrichten: Vor uns liegt das erste wirklich sommerliche Wochenende des Jahres. Für Sonnabend sind bis zu 29 Grad Celsius vorausgesagt. Wenn die Gewitter ausbleiben, kann das für die Wochenendplanung eigentlich nur eines bedeuten: Ab in die Sonne!

Womöglich wären die Wetteraussichten ein Grund, mein verstaubtes Fahrrad mal wieder aus dem Keller zu holen, um unserem Newsletter-Radler Lars Sittig nachzueifern, der diesmal im Reich der Großtrappen unterwegs war. Hitze und Fahrtwind waren schon immer eine gute Kombination, wenn Sie mich fragen. Allerdings ist der Wind beim Radfahren selten auf meiner Seite, sondern stellt sich mir viel lieber entgegen. Sie kennen das.

Deutlich besser haben es da schon die zahlreichen E-Biker, die mit elektrischer Unterstützung unterwegs sind. Meine Kollegin Johanna Apel hat jetzt sogar eine Sonderform der E-Bikes ausprobiert: Haben Sie schon mal von Fatbikes gehört? Was es damit auf sich hat, erschließt sich auf einen Blick: Die Reifen sind wesentlich dicker als bei einem gewöhnlichen Fahrrad - perfekt also für den rutschigen märkischen Sand in der Kyritz-Ruppiner Heide, wo die Gefährte ausgeliehen werden können. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ausflugtipp der Woche.

Und nach der Radtour? Da locken noch immer leckere Erdbeeren - auch zum Selbstpflücken - als süße Belohnung. Wie wäre es dazu mit einer selbst gemachten Holunder-Limonade? Versuchen Sie es doch mal mit dem Blütensirup-Rezept, das mir eine Kollegin verraten hat!
Falls das alles noch nichts für Sie sein sollte, haben wir in diesem Newsletter natürlich wieder jede Menge weitere Tipps für das Wochenende für Sie. Viel Spaß beim Stöbern - und natürlich draußen im Grünen!

Herzliche Grüße
Ihre
Stephanie Philipp
Chefin vom Dienst Digital

Ausflug der Woche: Kyritz-Ruppiner Heide

Mit dem E-Fatbike durch die Heide. Foto: Henry Mundt
Mit dem E-Fatbike durch die Heide. Foto: Henry Mundt
Sie sind mit einem Elektromotor ausgestattet und machen ihrem Namen mit extra breiten Reifen alle Ehre: Die Rede ist von den E-Fatbikes, die Andreas und Susann Richter aus Pfalzheim in Ostprignitz-Ruppin bereits seit 2018 an Ausflügler und Sportbegeisterte vermieten. Das Beste an den Gefährten: Sie können es problemlos mit dem rutschigen märkischen Zuckersand in der Kyritz-Ruppiner Heide aufnehmen, wie MAZ-Reporterin Johanna Apel im Selbstversuch herausgefunden hat.

Zwar sind die ersten Meter mit Elektroantrieb ungewöhnlich, hat man sich aber einmal an den Rhythmus gewöhnt, geht das Treten kinderleicht. Einzig bei Kurven ist etwas Vorsicht geboten, da die massiven Räder einen größeren Wendekreis brauchen – hat man das jedoch verinnerlicht, steht der Spritztour nichts mehr im Wege.
Besonders auffällig am Fatbike: die breiten Räder. Foto: Henry Mundt
Besonders auffällig am Fatbike: die breiten Räder. Foto: Henry Mundt
Elf E-Fatbikes - dabei drei verschiedene Modelle: Mountainbike, Beachcruiser und Super-Cargo-Bike - umfasst der Fuhrpark der Richters. Wer eines oder mehrere für einen halben oder einen ganzen Tag mietet, braucht in Pfalzheim nur noch aufsteigen und losdüsen. Die meisten Besucher, so Susann Richter, würden in die Heide fahren. Es gab aber auch schon Ausflügler, die es bis nach Rheinsberg zog, sagt sie. Je nach Körpergewicht, Gangschaltung und Beanspruchung der Räder reiche der Akku bis zu 60 Kilometer. Und es gibt Ersatzakkus.

Unser Tipp für eine Tour durch die Kyritz-Ruppiner Heide: Steuern Sie den Aussichtsturm auf dem Sielmannhügel an, der vor gut einem Jahr eröffnet wurde. Wer die die 75 Stufen des Naturbeobachtungsturms erklimmt, überblickt eine Heidelandschaft, die sich bis zum Horizont erstreckt.
Ein beliebtes Ausflugsziel: Der Aussichtsturm auf dem Sielmannhügel. Foto: Geisler
Ein beliebtes Ausflugsziel: Der Aussichtsturm auf dem Sielmannhügel. Foto: Geisler
Und auch sonst bietet das Gebiet Ausflugsmöglichkeiten auf dem Heide-Areal: Kutsch­unternehmen bieten seit 2012 Fahrten in die riesige Heide­landschaft, das ehemalige „Bombodrom“, an. Dafür hat die Sielmann-Stiftung Wege ent­munitioniert. Zudem laden Rastplätze Radler und Wanderer zum Verweilen ein.

Preise: Los geht es bei 25 Euro für einen halben Tag, der Tagespreis beträgt 45 Euro – außerdem gibt es Familienangebote und Wochenpreise. Alle Informationen auf einen Blick gibt es auf der Webseite des Bigwheel-Fatbike-Vereins.

Die Tour beginnt stets mit einer Probefahrt, Helme können geliehen werden. Ausflügler sollten mindestens zehn Jahre alt sein.
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Radtour der Woche: Belziger Landschaftswiesen

Unser Fahrradprofi Lars Sittig erkundet Brandenburg am liebsten im Sattel.
Unser Fahrradprofi Lars Sittig erkundet Brandenburg am liebsten im Sattel.
Die Landschaft wölbt sich flach wie ein Tisch in die Ferne. Sattes Grün in allen Variationen dominiert das Bild, soweit das Auge reicht, der Wind rauscht in den Bäumen, weil er auf der gewaltigen Freifläche Fahrt aufnimmt. Haben Sie Lust, in den Sattel zu steigen, wo Brandenburg am weitesten ist? Dann fahren Sie in die Belziger Landschaftswiesen, in das Reich der Großtrappen.

Es gibt eine Schiebestrecke, weil der Feldweg ziemlich sandig ist, dafür gibt es sehr viel Brandenburg – das unasphaltierte Brandenburg. Aber wenn man dann am Vogelbeobachtungsturm steht und der Blick erst von den Ausläufern des Flämings am Horizont aufgehalten wird, dann weiß man, es hat sich gelohnt.
Blick auf die Brücker Türme. Foto: Lars Sittig
Blick auf die Brücker Türme. Foto: Lars Sittig
Genauso, wie ein Besuch bei den Brücker Türmen, den beiden Giganten aus Holz (einer ist 54 Meter hoch), die sich in den Himmel schrauben und längst zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden sind.
Die herausragendste Sehenswürdigkeit – im wahrsten Sinne des Wortes – sind sicher die beiden Holztürme an Rande der Stadt Brück. Die imposanten Bauwerke sind eine technische Meisterleistung und komplett aus Holz konstruiert worden.
Auch urige Picknickstellen bietet die Strecke. Foto: Lars Sittig
Auch urige Picknickstellen bietet die Strecke. Foto: Lars Sittig
Die Tour punktet aber vor allem wegen der natürlichen Schönheit der Landschaft und der Natur. Die Weite der Landschaftswiesen beeindruckt – dazu kommt die Möglichkeit, Großtrappen zu sehen – die größten flugfähigen Vögel der Welt. Es gibt außerdem gerade auf der Schlussetappe auf dem berühmten Europaradweg viele kleine Entdeckungen, die auf den Radler warten: liebevoll gestaltete Rastplätze, Kunstwerke und Mitmach-Objekte.

MAZ-Geheimtipp: Wenn es die Zeit von Peter Voigt zulässt, können MAZ-Leser eine Führung auf dem Antennenmessplatz mit dem Funkamateur vereinbaren, der die Geschichte der Brücker Türme erzählt und ihre Besonderheiten erläutert. Einfach eine E-Mail an die Adresse antennenmessplatz@web.de schicken und nachfragen.
Für eine detaillierte Ansicht klicken Sie bitte auf die Karte.
Für eine detaillierte Ansicht klicken Sie bitte auf die Karte.
Start und Ziel: Der Bahnhof in Brück.
 
Länge: 8 Kilometer (Fahrtzeit 90 Minuten bis zwei Stunden). Geeignet für etwas größere Kinder und ältere Menschen, wenn man sich etwas mehr Zeit nimmt.
 
Im Video stellt Lars Sittig die Highlights der Tour durch die Landschaftswiesen vor.
Im Video stellt Lars Sittig die Highlights der Tour durch die Landschaftswiesen vor.
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Brandenburg für Genießer

Mögen Sie Holunder? Als Limonade oder eisgekühlten Hugo gibt es für mich gerade im Sommer kaum etwas Erfrischenderes. Haben Sie dieses Jahr schon Holunderblütensirup gekocht? Falls nicht, geht es Ihnen wie mir. Aber keine Sorge: Noch haben wir alle Möglichkeiten - und wunderbar einfach ist es auch noch.

Was Sie brauchen:
Rund 20 vollreife Holunderblüten-Dolden, vier Bio-Zitronen, ein Kilogramm Zucker, ein Liter kaltes Wasser.
Vollreife Holunderblüten (rechts im Bild) sind perfekt für Sirup. Foto: dpa
Vollreife Holunderblüten (rechts im Bild) sind perfekt für Sirup. Foto: dpa
Und so geht’s:
Die Blüten von den Dolden abschneiden (und gegebenenfalls von kleinen Insekten befreien), dabei möglichst viele grüne Stiele entfernen, da diese den Sirup bitter machen. Blüten in eine Schüssel geben und mit dem kalten Wasser übergießen. Zwei Zitronen abwaschen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben auf den Ansatz legen. Die Schüssel luftdicht abdecken und zwei Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
Den Ansatz durch ein Sieb gießen, das zuvor mit einem Geschirrtuch ausgelegt wurde. Anschließend mit einem Kilogramm Zucker und dem Saft von zwei Zitronen aufkochen. Den heißen Sirup in gut verschließbare Flaschen füllen. Fertig!
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Wohin am Wochenende?

Fontanes Birnbaum steht leider nicht mehr in Ribbeck. Foto: Marlies Schnaibel
Fontanes Birnbaum steht leider nicht mehr in Ribbeck. Foto: Marlies Schnaibel
Schloss Ribbeck beendet seine coronabedingte Zwangspause und bietet bis Ende August jeden Sonntag ein Kulturpicknick mit Musik, Theater und Lyrik an. „Sommer auf Schloss Ribbeck“ heißt das neue Angebot im Schlosspark. Den Auftakt macht am 14. Juni das Bläserquintett des preisgekrönten Berolina Ensembles. Die Musiker nutzen den Auftritt auch als Generalprobe, ehe es zu Studioaufnahmen für eine neue CD geht, es erklingt Musik von Carl Ludwig Amadeus Mangold und Ewald Sträßer. In der Woche drauf spielen die Brandenburger Deutschpop-Bands Vor Rotterdam und John Apart, die beide auch gerade in der MAZ-Druckerei aufgetreten sind. 

Auch Schloss Grube in Bad Wilsnack feiert am Samstag den Auftakt der Open-Air-Saison: Das Sommerfest mit dem Prignitzer Duo „Sweet Harmony“ beginnt um 19 Uhr im Schlossgarten. Diana Symossek und Matthias Stutzke aus Falkenhagen spielen leichte und tanzbare Sommersongs aller Genres. Bereichert wird der Abend durch ein saisonales Getränkeangebot und Herzhaftes vom Grill. Karten kosten 17,50 Euro, Reservierungen werden erbeten unter Tel. 038791-80 17 48 oder email@schloss-grube.de.
Der Pollo rollt wieder durch die Prignitz. Foto: Marcus J. Pfeiffer
Der Pollo rollt wieder durch die Prignitz. Foto: Marcus J. Pfeiffer
Die Prignitzer Kleinbahn, liebevoll Pollo genannt, ist eigentlich von Mai bis Oktober jedes erste und dritte Wochenende unterwegs. In diesem Jahr mussten die Mitglieder des Kleinbahnvereins wegen der Corona-Pandemie viele Termine absagen, doch jetzt startet endlich die Saison. Auf der ersten Fahrt der Museumseisenbahn am Sonnabend um 10 Uhr geht es von Mesendorf nach Lindenberg, über Klenzenhof, Brünkendorf und Vettin. Weitere Touren werden um 12.30 und 15 Uhr angeboten. Dieser Fahrplan gilt auch für Sonntag. Alle Infos sind unter pollo.de zu finden.
Postkarten-Kulisse im Park Babelsberg. Foto: Bernd Gartenschläger
Postkarten-Kulisse im Park Babelsberg. Foto: Bernd Gartenschläger
Am Samstag gibt es gleich zwei Potsdamer Wandelkonzerte – eines für Familien im Schlosspark Babelsberg und ein anderes im Park Sanssouci. Das Familienkonzert „Auf der Jagd nach Professor Echo“ führt vormittags durch den Babelsberger Park. Dort wohnt Professor Echo, der sich bestens mit Schallwellen auskennt – wenn er sich nicht doch mal verkalkuliert und sein eigenes Echo verliert. Die Kinder helfen mit der Unterstützung von Musikern (Posaune, Akkordeon und Alphörner) und selbstgebauten Instrumenten, das Echo wiederzufinden. Am Nachmittag geht es zu Frischluftkonzerten im Park Sanssouci. An ungewöhnlichen Stationen ertönen Barock-Instrumente wie Turmbläser, Traversflöte, Gambe und Laute. Die Konzerte sind Teil des Alternativprogramms „Nah/Distanz“ der ansonsten auf 2021 verschobenen Musikfestspiele. Tickets gibt es telefonisch unter 0331/28 888 28 oder in der Ticket-Galerie des Nikolaisaals. Noch mehr Wochenendtipps für Potsdam lesen Sie hier.
Motorradfans treffen sich in Wünsdorf. Foto: Promo
Motorradfans treffen sich in Wünsdorf. Foto: Promo
Auch die Oldtimer-Treffen in Wünsdorf dürfen inzwischen wieder stattfinden – natürlich unter Einhaltung der Eindämmungsregeln des Landkreises Teltow-Fläming. Auftakt ist am Sonnabend mit einem allgemeinen Motorrad-Teffen und -Teilemarkt rund um den Bücherstall in der Gutenbergstraße. Die Fortsetzung ist für den 4. Juli mit einem Jawa-Treffen und -Teilemarkt geplant.Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0170/7 79 70 83 sowie auf buecherstadt.com.
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Fundstück der Woche: Hobby-Gärtner

Ob bepflanzter Balkon oder Garten: In der Corona-Zeit hat das mehr oder weniger große Stück Grün für viele Menschen eine ganz neue Bedeutung bekommen. Es gebe mindestens eine Verdopplung der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr, heißt es beim Bundesverband der Kleingärtner.
„Alle wollen plötzlich gärtnern. Gärtnern ist das neue Kochen“, sagt auch die Berliner Gartenbloggerin Carolin Engwert. „Vor Corona hatte mein Blog rund 30.000 Leser pro Monat, jetzt sind es 120.000 Leser“, erzählt sie. Auf ihrer Seite Hauptstadtgarten.de gibt Engwert Pflanz-Tipps.
Carolin Engwert zeigt die Schätze in ihrem Kleingarten.
Carolin Engwert zeigt die Schätze in ihrem Kleingarten.
„Wenn man einen Garten hat, lebt es sich mit den Einschränkungen vermutlich etwas leichter“, sagt die Gartenhistorikerin Anke Schmitz. Sie hält die besondere Bedeutung der Gärten in der Corona-Zeit in ihrem Mitmach-Blog Gardensinthetimesofcorona.com fest. Etwa 30 Gartenbegeisterte haben hier bereits ihre Erfahrungen aufgeschrieben. „Die Seite ist ein virtuelles Gartendenkmal“, sagt Schmitz, die noch weitere Berichte sucht.
Wer „nur“ einen Balkon hat, kann auch dort viel gedeihen lassen: „Der Platz ist zwar begrenzt, aber ob Kartoffeln, Spinat, Radieschen - es geht fast alles, nur kein Walnussbaum“, sagt die Berlinerin Birgit Schattling, die den Blog bio-balkon.de betreibt. „Die Menschen haben mehr Zeit und wollen sich ihr Obst, Gemüse und Kräuter selbst anbauen“, so Schattling. Und was wächst bei Ihnen? Schicken Sie uns gerne ein Foto Ihrer grünen Schätze an newsletter@maz-online.de.
Grüner Daumen: Auch auf dem Fensterbrett kann man Radieschen anbauen.
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