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Corona-Verscheuch-Lauf++Barbarazweige++Glühwein und gebrannte Mandeln

MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es ist soweit, die Adventszeit hat begonnen - und in diesem Jahr wird sie für viele ganz anders als sonst. Lichterglanz, der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln, geschmückte Tannen, festliche Musik - das mögen wir an Weihnachtsmärkten. Corona-bedingt fallen diese nun fast überall aus. Umso wichtiger, dass wenigstens die eigenen vier Wände festlich erstrahlen! Sollten Sie dafür noch Anregungen brauchen, werden Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters fündig.
Viele Märker haben das erste Adventswochenende bereits genutzt, um ihre Vorgärten, Balkone, Fenster und Dächer für die anstehenden Feiertage zu schmücken. Ein Rentnerpaar in Straupitz (Dahme-Spreewald) hat zum Beispiel 300 Weihnachtsmänner im Garten verteilt. Wichtel am Schornstein, glitzernde Girlanden und Sterne, Rentiere, Krippen, Engel und aufblasbare Schneemänner im Kunstschnee, oder einfach Lichterketten mit Hunderten bunt oder weiß blinkenden Punkten: Wie dekorieren Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung? Kitschig oder puristisch? Schicken Sie uns ein Foto an weihnachtshaus@maz-online.de - es gibt auch etwas zu gewinnen! Und wo wir gerade bei Geschenken sind: Seit Dienstag gibt es bei uns auch einen digitalen Adventskalender. Auf MAZ Online können Sie jeden Tag ein Türchen öffnen und tolle Preise gewinnen.
Übrigens: Als Ersatz für die ausfallenden Weihnachtsmärkte finden an vielen Orten virtuelle Alternativen statt. Unter anderem werden in Teltow (Potsdam-Mittelmark), Liebenberg (Oberhavel) und Zeuthen (Dahme-Spreewald) digitale Märkte veranstaltet. In Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) sorgen die Händler mit Lichtern und kleinen Überraschungen für Adventsstimmung in der Innenstadt. In Bergsdorf (Oberhavel) laden Unternehmer an den Wochenenden zum Adventsverkauf. Und in Brandenburg an der Havel können Sie an diesem Sonnabend sogar weihnachtliches Kindertheater im Fenster erleben.
Sollten Sie in den nächsten Tagen trotz Kälte lieber draußen in der Natur unterwegs sein, schneiden Sie sich einen Zweig von einem Apfel- oder Kirschbaum ab. Denn am Freitag ist Barbaratag. Die an diesem Tag abgeschnittenen Zweige, so besagt es der Brauch, werden in eine Vase gestellt und bis Heiligabend aufbewahrt. Mit dem Aufblühen der Zweige pünktlich zum Weihnachtsfest soll die dunkle Winterzeit etwas aufgehellt werden. Außerdem sollen die blühenden Barbarazweige Glück fürs neue Jahr bringen.
Dem Volksmund zufolge basiert die Tradition auf der Legende der Heiligen Barbara von Nikomedia, die wegen ihres christlichen Glaubens gefangen genommen wurde. Auf dem Weg ins Gefängnis blieb sie an einem Zweig hängen, den sie während ihrer Gefangenschaft in einer Vase aufbewahrte. An dem Tag, an dem sie hingerichtet wurde, blühte der Zweig schließlich auf. Barbara gilt als die Schutzpatronin der Bergleute, Feuerwehrleute, Steinmetze, Zimmerleute, Gefangenen und Sterbenden.
In diesem Sinne - passen Sie auf sich auf!
Herzliche Grüße, Ihre
Maike Schultz
Stellvertretende Chefredakteurin
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Ausflug der Woche: Laufen im Havelland

Foto: Peter Wersig
Foto: Peter Wersig
Heute haben wir mal einen Tipp für die etwas Sportlicheren unter Ihnen. Denn “Raus aufs Land”-Leser Peter Wersig vom Seeburger SV im Havelland hatte eine schöne Idee: Sein Verein hat einen “Corona-Verscheuch-Lauf” organisiert, den man individuell machen kann, bis die Pandemie überwunden ist und der traditionelle Seeburger Feld-, Wald- und Wiesenlauf wieder stattfinden darf. Alle Läufer und Läuferinnen oder Walker und Walkerinnen – egal welchen Alters - können eigenverantwortlich die 5,3 Kilometer lange Laufstrecke erkunden. Sie ist ausgeschildert, aber am Schwarzen Brett vor dem Sportplatz befindet sich auch ein Plan zum Abfotografieren (anbei eine größere Darstellung der Karte).
Ein Fotos des Streckenplans befindet sich auch am Schwarzen Brett vor dem Sportplatz, der Start- und Zielpunkt ist.
Ein Fotos des Streckenplans befindet sich auch am Schwarzen Brett vor dem Sportplatz, der Start- und Zielpunkt ist.
Die schöne Natur von Seeburg lässt sich zu jeder Jahreszeit genießen. Ob im Frühling die Knospen der Bäume und Sträucher aufgehen, im Sommer Mohn- und Kornblumen die Feldränder schmücken, im Herbst die Laufstrecke mit goldgelben Blättern umrahmt ist oder im Winter, wenn der Lauf über knirschenden Schneeboden führt. “Unser Lauf ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Egal wie lange Corona dauert, wir laufen weiter. Haltet euch fit und bleibt gesund”, sagt Wersig. Wer möchte, kann seine Teilnahme der Organisation des Havellandcups melden. Wer will, kann so auch an der Wertung teilnehmen. Weitere Infos dazu finden Sie www.seeburger-sv99.de; Peter Wersig steht unter der Telefonnummer 0176 42020611 oder der Mail-Adresse info@seeburger-sv99.de für Rückfragen bereit.
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Brandenburg für Genießer

Glühwein schmeckt nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, man kann ihn auch prima zu Hause zubereiten und genießen. Foro: dpa
Glühwein schmeckt nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt, man kann ihn auch prima zu Hause zubereiten und genießen. Foro: dpa
Er läutet den Winter ein, schmeckt eigentlich nur, wenn es draußen knackig kalt ist, ist für einige fiese Kater am nächsten Morgen verantwortlich und es gibt ihn vermutlich länger als Weihnachtsmärkte: Glühwein schmeckt nicht nur gut, er hat auch eine lange Geschichte. So wurde bereits im alten Rom Gewürzwein getrunken, damals allerdings noch kalt. Das älteste erhaltene Kochbuch der Welt, das Kochbuch des Apicius, ist 2000 Jahre alt und enthält ein Rezept für Gewürzwein, dem Conditum Paradoxum, der dem heutigen Glühwein recht nahe kommt. Hierbei wurde Honig mit Rotwein eingekocht und folgende Gewürze hinzugefügt: Pfeffer, Mastix, Lorbeerblätter, Safran, geröstete Dattelkerne und Datteln. Zum Schluss wird die Mischung mit zusätzlichem Wein verdünnt – fertig ist der Gewürzwein aus dem 3. Jahrhundert.
Die ganzen Gewürze wurden früher vor allem eingesetzt, um den sauren Wein schmackhafter und länger haltbar zu machen. Außerdem sah man auch einen gesundheitlichen Nutzen in Gewürzweinen – ohne den Wein haben etliche Gewürze tatsächlich eine wohltuende Wirkung. Doch gerade feine ausländische Gewürze waren früher kaum bezahlbar. So konnte Conditum Paradoxum lange Jahre ausschließlich von gutbetuchten Bürgern getrunken werden und war ein wahres Angebergetränk.
Heute gibt es unzählige und erschwingliche Variationen. Bei der Mixtur sollte auf Qualitätsweine geachtet werden: „Die Basis für einen wohlschmeckenden Glühwein ist ein guter Rot- oder Weißwein, vorzugsweise aus den heimischen Weinregionen. Deutsche Weine sind von Natur aus sehr fruchtbetont und benötigen von daher nur noch wenig würzende Zutaten“, erläutert Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI). Bei einem roten Glühwein würden sich Spätburgunder, Dornfelder oder Portugieser anbieten, da sie mit den Gewürzen gut harmonierten. Auch Trollinger, Merlot, Zweigelt oder Montepulciano eignen sich gut.
Beim Mixen des Glühweins sollten nicht zu viele Gewürze auf einmal verwendet und obendrein vorsichtig dosiert werden: Zu viel Gewürznelke macht den Glühwein ungenießbar, so ein Tipp des Deutschen Weininstituts. Auch Zimtstangen, Sternanis und Piment können bei zu hoher Konzentration die Fruchtaromen des Weins überdecken. Auch beim Süßen sollte man lieber zurückhaltend sein, sagt Büscher: „Wer bereits lieblichen Wein verwendet, braucht häufig nicht mehr viel Zucker oder auch Honig“. Weitere beliebte Gewürze sind: Nelken, Vanilleschoten, Kardamom, getrocknete Orangenschalen, Ingwer, Koriandersaat, Wacholderbeeren, Fenchelsamen, Lorbeerblätter oder Muskat.
Beim Erwärmen des Glühweins sollte man darauf achten, dass er nicht zu stark erhitzt wird oder gar siedet. Ansonsten würden die filigranen Fruchtaromen verloren gehen. „Ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius entweicht zudem der Alkohol. Nach dem ersten Erhitzen kann der Glühwein ruhig ein paar Stunden ziehen, vielleicht sogar über Nacht, damit sich die Aromen voll entfalten“, so Büscher. Im Anschluss wird der Glühwein durch ein Sieb gegossen, damit die Gewürze beim Trinken nicht stören. Alice Mecke und Jessica Schantin
Foto: Getty Images/iStockphoto
Foto: Getty Images/iStockphoto
Rezept für roten Glühwein
Für den Klassiker sollte ein trockener Rotwein mit fruchtiger Note gewählt werden (Beispiele siehe oben). Die Zutatenliste ist überschaubar, die Zubereitung denkbar einfach:
  •  Trockener Rotwein (1 Flasche à 750 ml ergibt ca. sechs Portionen)
  •  1 unbehandelte Orange, in Scheiben geschnitten
  •  6 Nelken
  •  3 Zimtstangen
  •  3 Sternanis
  •  Honig oder Zucker
  •  Brandy nach Belieben
Alle Zutaten in einem mittelgroßen Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Mit Honig oder Zucker nach Belieben süßen.
Rezept für weißen Glühwein
Dieser weiße Glühwein ist fruchtig und erfrischend und nicht so schwer wie der klassische Glühwein. Das Rezept könnte auch im Sommer für eine fruchtige Bowle herhalten – jetzt im Winter wird es aber heiß getrunken. Man benötigt zu gleichen Teilen (zum Beispiel jeweils ein Liter):
  •  Heller Traubensaft
  •  Ananassaft
  •  Trockener Weißwein
  •  Honig nach Belieben
  •  Jeweils ein Teelöffel Anis, Nelken und Kardamom
  •  Eine Zimtstange
Alles in einem Topf erhitzen, nicht aufkochen lassen und bei schwacher Hitze eine halbe Stunde ziehen lassen, so kommen die Gewürze am besten zur Geltung. Ein lieblicher Glühwein, der bestimmt auch den Nicht-Fans schmecken wird. Für roten wie für weißen Glühwein gilt: aromatische Sorten wie Silvana, Bacchus, Riesling, Kerner oder Müller-Thurgau eignen sich am besten.
MAZ-Tipp: Beim Kochen des Glühweins ein Edelstahl-Gefäß verwenden. Denn Aluminium, Zinn oder Kupfer können Stoffe an das Getränk abgeben, die in großen Mengen schädlich sind.
Dazu passen frisch gebrannte Mandeln, um das Weihnachtsmarkt-Feeling perfekt zu machen. Wie Sie diese ganz einfach selber machen können, lesen Sie hier.
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Raus in den Garten

Manchen kann es in der Weihnachtszeit gar nicht bunt glitzernd genug sein. Foto: dpa
Manchen kann es in der Weihnachtszeit gar nicht bunt glitzernd genug sein. Foto: dpa
Morgens im Dunkeln aus dem Haus und abends nach Feierabend ist die Sonne schon wieder längst untergegangen – im Herbst und Winter ist vom Garten nicht viel zu sehen. Dabei hat er durchaus noch seine Reize, auch wenn die meisten Pflanzen verblüht und die Blätter von den Bäumen gefallen sind. Mit Lichteffekten kann er stimmungsvoll in Szene gesetzt werden. „Für viele Hausbesitzer ist in der dunklen Jahreszeit der erste Handgriff, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen, das Anschalten der Gartenbeleuchtung“, sagt Birgit Hammerich, Gartenarchitektin im Bund deutscher Landschaftsarchitekten. „Erst dann fühlen sie sich wirklich wohl.“
Damit der Außenbereich jederzeit gut zur Geltung kommt, empfiehlt sich ein ganzheitliches Beleuchtungskonzept. Dazu sollten man sich den Garten genau anschauen. Und besonders schöne Pflanzen in Szene setzen: Einige wenige Akzente zu setzen, ist meist reizvoller als den gesamten Garten auszuleuchten. Dabei kann man getrost erst einmal mit einer Taschenlampe ausprobieren, wie ein Objekt wirkt, wenn es von unten oder von der Seite, direkt oder indirekt angestrahlt wird.
Der Vorteil einer vorausschauenden Planung ist, dass die Gartenbeleuchtung technisch gleich mit in die übrige Gartengestaltung integriert werden kann. So kann man Kabel fest unter der Bodenoberfläche verlegen und eventuell gleich die Leitungen für Sicherheitstechnik, wie zum Beispiel Bewegungsmelder, im selben Kabelschacht unterbringen.
Aus Sicherheitsgründen ist eine Beleuchtung zu wählen, die ausdrücklich für den Außenbereich ausgewiesen ist. „Sie muss gegen Spritzwasser und Fremdkörper geschützt sein. Ob das der Fall ist, kann man am IP Code erkennen. Er sollte für den Einsatz im Außenbereich mindesten IP 44 betragen“, sagt Iris Vollmann von licht.de, einer Brancheninitiative des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Wichtig ist auch, unbedingt wetterfeste Steckdosen für den Außenbereich zu verwenden und nicht etwa mit Verlängerungsschnüren aus der Wohnung zu hantieren. „Jede Verbindung von Strom und Nässe ist hochgefährlich“, warnt Vollmann.
Es gibt genügend flexibel einsetzbare Leuchtelemente, die jeweils bei Bedarf eingesetzt werden können. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sind jede Menge Dekorationen im Angebot: Bunte und blinkende Lichter, stilisierte Weihnachtsmänner, Rehe und Hirsche, manchmal mit Musik unterlegt. Wie man den Außenbereich gestaltet, ist natürlich Geschmackssache. Aber weniger ist oft mehr. „Einige wenige weihnachtliche Akzente, die vom Haus aus gut zu sehen sind, wirken meist stimmungsvoller als eine übertrieben bunte Deko“, meint Hammerich. Eine dezente Lichterkette um einen malerischen Baum gewickelt, kann schon viel zur weihnachtlichen Vorfreude beitragen. Und sie muss nach dem Fest nicht unbedingt abgenommen werden. „Es gibt mitwachsende Lichterketten mit LED-Leuchten, die sich dem Baumwuchs anpassen.“
Sie mögen es lieber opulent? Dann machen Sie mit bei unserer Weihnachtsaktion: Wir suchen das am schönsten geschmückte Haus Brandenburgs! Darüber abstimmen werden die MAZ-Leser.
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Fundstück der Woche

Die Brüder Christian und Micheal Lück (v.l.) vor der „Alten Mühle“ in Friedersdorf.
Die Brüder Christian und Micheal Lück (v.l.) vor der „Alten Mühle“ in Friedersdorf.
Normalerweise haben Christian Lück und sein Team von der „Alten Mühle“ in Friedersdorf (Dahme-Spreewald) in der Vorweihnachtszeit alle Hände voll zu tun. Ihr Restaurant brummt im Dezember, die Tische sind oft ausgebucht und die Köche müssen rund um die Uhr wirbeln, um die Gäste zu verköstigen. Aber aktuell herrscht Lockdown, die Tür der „Alten Mühle“ bleibt zu, und in der Küche ist es die meiste Zeit dunkel. Nun hatten die Gebrüder Lück, das sind Bäckermeister Michael, der bei der Bäckerei Wahl für die Backstube verantwortlich ist, und Christian, Chef der „Alten Mühle“ eine Idee. Warum nicht etwas zubereiten, was sich Interessierte zum Festtagsmahl mit nach Hause holen und dort mit wenigen Handgriffen zubereiten können?
Und was wäre da besser geeignet als Semmelknödel? Die passen zu Gänse-, Enten- oder Sauerbraten und sind eine beliebte Beilage, gerade zu Weihnachten. Und ein bisschen Arbeit machen sie ja auch: Schrippen vom Vortag müssen in ein mal ein Zentimeter kleine Würfel geschnitten werden, darüber kommt lauwarme Milch, beides wird zu einem fluffigen Teig vermengt. In Butter glasig geschwitzte Zwiebeln, Ei und Gewürze werden untergehoben, und das Ganze wird bei Dampf gegart. „Damit der Semmelknödel auch so richtig lecker wird, kommt es auf das richtige Mengenverhältnis an“, erklärt Christian Lück. Für einen Koch sei es eine Königsdisziplin, Semmelknödel herzustellen.
Christian Lück (r.) macht Semmelknödel aus Wahl Schrippen.
Christian Lück (r.) macht Semmelknödel aus Wahl Schrippen.
Die Idee, sie für zuhause anzubieten, hat eine Vorgeschichte. Als im Sommer Anett Wahl, Geschäftsführerin der Bäckerei und Konditorei Wahl in der Friedersdorfer Mühle Semmelknödel probierte, war sie begeistert. Sie schlug vor, die Knödel um die Weihnachtszeit zum Verkauf anzubieten – in Kooperation zwischen der Mühle und der Backstube. Allerdings bremste Christian Lück den Vorschlag damals erst einmal aus. Zu viel sei in dieser Zeit zu tun, warf er ein. Da reiche die Zeit nicht für solche Zusatzangebote. Doch dann kam Corona, und Christian Lück kann sich über Zeitmangel nicht mehr beklagen. Die Brüder erarbeiteten deshalb ein Konzept, und Christian Lück steht nun in seiner Küche, um Knödel zum Mitnehmen zuzubereiten und sie in 400-Gramm-Packungen einzuschweißen. Sie müssen dann nur noch kurz in Butter angebraten werden.
Die „Semmelknödel von Bäcker Wahls Schrippen“ sind eine Alternative zu Fertigprodukten, sagt Christian Lück. Hergestellt aus regionalen Produkten wie Schrippen aus Bestensee, Eiern von Landkost-Ei, und in Handarbeit zubereitet in der Friedersdorfer Mühle. „Gerade in der jetzigen Situation ist es wichtig, dass die regionale Firmen zusammenhalten“, sagt Michael Lück und verrät auch, dass Semmelknödel mit zu den Lieblingsspeisen der Brüder gehören. Sie wollen den Genuss gerne mit anderen teilen. Kaufen kann man ihre Knödel in den Filialen der Bäckerei oder man holt sie sich direkt in der „Alten Mühle“ ab. Die hat freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet, allerdings nur zum Außer Haus-Verkauf. Text und Fotos: Gerlinde Irmscher
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