Beeindruckende Klosteranlage in Lehnin ++ Cocktail-Tipp: Pimm's ++ Endlich wieder Havelfest in Brandenburg

#107・
MAZ Raus aufs Land
107

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ist Ihnen schon sommerlich zumute oder sind Sie noch im Frühlingsmodus? Ich hänge irgendwo dazwischen, würde ich sagen, und bin ebenso unentschlossen wie das Wetter. Wenn das Thermometer mehrere Tage in Folge in Richtung 30-Grad-Marke klettert und ich mich gerade gedanklich in Richtung Sommer bewegen will, schlägt es wieder um. Gut, dass es nicht mehr lange dauert, bis zumindest kalendarisch alles klar ist. Am 21. Juni ist Sommeranfang!
Und damit beginnt dann wohl auch bald, was ich in jedem Sommer einigermaßen erfolglos versuche: Bis zum Herbst einen kühlen Kopf bewahren. Ventilator im Büro, Klimaanlage im Auto - das ist auszuhalten. Und sonst? Leichte Kleidung aus dem Schrank kramen und das Beste hoffen. Traditionell gibt es warme (nicht heiße!) Getränke, weil das ja angeblich viel besser ist bei Hitze. Dazu dann aber doch das vermutlich nicht so schlaue Eis in der Mittagspause - man kennt das. Vernunft und Sommer gehen einfach nicht zusammen.
Bei unseren Ausflugstipps sollten wir ab sofort wohl auch wieder den Schatten mitdenken, sofern das irgendwie möglich ist. Den Tipp von dieser Woche könnten Sie so gesehen auch gut noch ein wenig aufschieben, denn mit Kirche und Kloster bietet die Gemeinde Kloster Lehnin dann doch den einen oder anderen Schattenplatz - und ein wunderbares Café noch dazu. Wer ein bisschen verweilt, kann den Kaffee dort dann auch warm statt heiß trinken.
Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre der neuesten Newsletter-Ausgabe und ein angenehmes Wochenende!
Ihre
Stephanie Philipp
Leiterin Audience & Content Development
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Ausflug der Woche: Wanderung in Kloster Lehnin

Das ehemaliges Zisterzienserkloster in Lehnin. Foto: Imagebroker/Imago
Das ehemaliges Zisterzienserkloster in Lehnin. Foto: Imagebroker/Imago
Wasser satt haben wir in dieser Woche mal wieder für Sie, liebe Leserinnen und Leser. Dazu eine wunderschöne alte Klosteranlage und eine Kirche. Es geht nach Kloster Lehnin im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Unsere Tour beginnt am dortigen Busbahnhof, Lehnin ist aber auch sehr gut an die A2 angebunden, falls Sie mit dem Auto anreisen möchten.
Vom Startpunkt bewegen wir uns zunächst weg vom Kloster - wir heben uns das Highlight quasi bis zum Schluss auf. Vom Marktplatz geht es über die Kurfürstenstraße, die Damsdorfer Chaussee und die Mühlengasse zum Weg Am Klostersee und dann weiter zum Strandbad. Wir passieren die Galerie am Klostersee (weitere Infos dazu finden Sie hier) und wechseln schließlich auf einen schönen Waldweg, der uns unweit des Sees entlangführt und auch einen Rastplatz bietet.
Per Klick auf die Karte geht es direkt zur Tour bei Komoot.
Per Klick auf die Karte geht es direkt zur Tour bei Komoot.
Am Nordufer des Sees angekommen, können wir den herrlichen Blick über den Klostersee genießen - und dann weiter in Richtung des Kloster Lehniner Ortsteils Nahmitz wandern. Dafür folgen wir unserem Weg einfach immer geradeaus und gelangen schließlich zur Nahmitzer Dorfstraße und zur Dorfkirche, die in ihrer heutigen Form das 18. Jahrhundert repräsentiert. Zuletzt wurde sie im Jahr 2004 aufwendig restauriert.
Wir folgen der Dorfkirche in Richtung Süden, bevor wir links in die Straße Eichelhof einbiegen und uns dann zweimal rechts halten. An der Kreuzung Eichelhof/Heidehof nehmen wir den Weg halb rechts in Richtung Campingplatz.
Die Nahmitzer Kirche. Foto: Reinhard Wilke
Die Nahmitzer Kirche. Foto: Reinhard Wilke
Von dort geht es auf die letzte Etappe zurück nach Lehnin. Wir wandern eine Allee mit uralten Eichen entlang, passieren den Kornspeicher am Kloster und gelangen schließlich zum Kloster selbst, das der Endpunkt unserer Tour ist und sich unweit vom Startpunkt befindet. Wer möchte, kann die knapp acht Kilometer lange Runde mit einer Stärkung im Kloster Café abschließen - und natürlich auf Kloster-Tour gehen.
Tipp: Mit unserer Routenbeschreibung und der Wanderkarte haben Sie alles, was Sie für diese Tour benötigen. Wer weitere Details sucht, findet sie unter komoot.de
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Brandenburg für Genießer

Je sommerlicher das Wetter wird. Foto: Agefotostock/Imago
Je sommerlicher das Wetter wird. Foto: Agefotostock/Imago
Es gibt Getränke, die spiegeln ganz wunderbar eine Jahreszeit wider. Der Glühwein ist so ein Fall. Wohl niemand würde ihn ernsthaft im Sommer genießen. Dann gibt es solche Getränke, die eng verbunden sind mit einem Land oder einer Region – Portwein und Portugal etwa, Sake und Japan oder Oolong-Tee und Taiwan. Was aber ist Pimm’s and Lemonade? Gewissermaßen eine Kombination aus beidem: der englische Sommer in Reinform.
Wer Pimm’s and Lemonade einmal bei Sonnenschein im Garten probiert hat, wird dieses Mixgetränk immer wieder bestellen. Es ist gewissermaßen der Aperol Spritz der Briten. Aber bodenständiger, wenn auch in mancher Hinsicht aufwendiger.
Das beginnt schon damit, dass dieser Drink idealerweise mit schlichter Zitronenbrause gemixt wird – und zwar keine hippe, naturtrübe, geschmacklich wunderbar abgestimmte Bioversion, sondern mit jener schlichten, glasklaren, zuckerhaltigen Variante, die schon Generationen durch ihre Kindheit begleitet hat.
Der nächste Überraschungseffekt ist das, was zwischen den Eiswürfeln schwimmt: Gurke, Orange und Minz- oder Borretschblätter (britisches Gurkenkraut). Wer mag, gibt auch noch ein, zwei frische Erdbeeren dazu. Denn Pimm‘s and Lemonade ist Sommer im Glas, und das soll sich auch bei den Zutaten zeigen.
Das Wichtigste aber ist die Basis: Pimm’s No. 1, ein urbritischer Likör auf Ginbasis, leicht bitter, würzig, zart fruchtig, und nur echt mit 25 Volumenprozent Alkohol. Er geht zurück auf James Pimm, den Sohn eines Bauern aus Kent, der im frühen 19. Jahrhundert nach London zog, um dort eine Austernbar zu eröffnen. Zu seinen Kundinnen und Kunden zählte die Adelsgesellschaft der britischen Hauptstadt, für die er um das Jahr 1850 einen besonderen Cocktail erfand: Pimm’s No. 1.
In Großbritannien gehört Pimm’s und Lemonade zu jeder guten Gartenparty. Der Drink wird im Pub gereicht, wenn die Menschen bei den ersten Sonnenstrahlen auf die Außenplätze strömen. Es gibt ihn beim Tennis in Wimbledon und natürlich auch im Buckingham Palace: Das Getränk zählt zu jenen, die seit Ewigkeiten ganz offiziell an Queen Elizabeth II. geliefert werden.
Getrunken wird Pimm’s and Lemonade so: Ein großes Glas üppig mit Eiswürfeln füllen. 50 Milliliter Pimm‘s No. 1 dazugießen, anschließend 150 Milliliter Zitronenbrause. Je ein, zwei Scheiben Gurke und Orange dazugeben, außerdem zwei Erdbeeren. Zuletzt mit einem kleinen Zweig Minze oder Borretsch garnieren. Michael Pohl
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Raus in den Garten

Schnittlauch bildet violette Blüten. Foto: Panthermedia/Imago
Schnittlauch bildet violette Blüten. Foto: Panthermedia/Imago
Er adelt jeden Eiersalat und schmeckt auch auf dem Butterbrot einfach köstlich: der Schnittlauch. Die Pflanzen sind zwar genügsam, verlangen aber während des Sommers gelegentlich Nährstoffe. Am besten eignet sich dafür ein stickstoffbetonter Flüssigdünger. Gut versorgt, erfreut uns der aromatische Lauch mit reichen und wiederholten Ernten und einer stolzen Blütenpracht. Die Erde sollte nährstoffreich, kalkhaltig und nicht zu trocken sein. Staunässe mögen die Pflanzen dagegen nicht.
Geerntet und gegessen werden die Röhrenblätter. Hierfür schneidet man sie mit einem scharfen Messer oder einer Schere drei Zentimeter über dem Boden ab. Am besten lassen sich die Halme in einem mit etwas Wasser gefüllten Glas lagern. Dort halten sie etwa zwei Tage frisch.
Die hübschen farbigen Blüten stehen auf harten Stängeln. Sind sie verblüht, sollten sie zügig entfernt werden, sonst verteilen sich die Samen und es wächst mehr Schnittlauch, als den meisten Gärtnern lieb ist. Die Pflanze gilt als äußerst keimfreudig.
Steht der Schnittlauch jahrelang am gleichen Standort, wird das Wurzelwerk nach der Ernte mit einem Kultivator aufgerissen. So verschaffen sich die Wurzeln mehr Platz. Für neuen Schwung ist eine Gründüngung mit Kompost im zeitigen Frühjahr vorteilhaft.
Wenn die grünen Halme mit Rostsporen bedeckt sind, sollte der Schnittlauch nicht mehr verzehrt werden. Dann hilft nur noch eine großzügiger Rückschnitt.
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