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Autokino++Stechlinsee++Teufelswald

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,   willkommen zur zweiten Ausgabe unseres Newsletters „Raus auf
MAZ Raus aufs LandMAZ Raus aufs Land
MAZ Raus aufs Land
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
 
willkommen zur zweiten Ausgabe unseres Newsletters „Raus aufs Land“! Haben Sie schon Pläne fürs Wochenende? Ich als Filmfan will auf jeden Fall endlich eines der vielen Autokinos in der Region erkunden: In Schönefeld läuft am Samstag “Joker” und am Sonntag gibt es dort sogar ein Live-Konzert. Schlechte Nachrichten kommen leider aus Potsdam - das auf dem Parkplatz des Filmparks Babelsberg geplante Autokino wurde abgesagt,und auch, wenn Brandenburgs “normale” Kinos ab 6. Juni wieder öffnen dürfen (in Berlin erst ab 30. Juni, Freiluftkinos aber jetzt schon), hat zumindest das Thalia-Programmkino in der Rudolf-Breitscheid-Straße schon verkündet, erst in vier Wochen aufzumachen. Eine Vorschau auf die Highlights des Potsdamer Open-Air-Kinosommers lesen Sie hier.

Neben dem Autokino-Besuch steht noch eine Runde Erdbeerenpflücken oder zumindest -kaufen auf meiner Liste - am liebsten im Hofladen Falkensee. Der Bauernhof der Familie Kruse liegt am westlichen Stadtrand von Berlin, nur fünf Autominuten vom Havelpark Dallgow entfernt. Die Betreiber feiern in diesem Jahr übrigens 25. Jubiläum - und damit auch das ihrer Liebe, denn hier bei der Erdbeerernte in der „Sandbüchse“ lernten sich die Kruses kennen. Unsere Lokalredaktion im Havelland hat die Liebesgeschichte für Sie aufgeschrieben. Probieren Sie unbedingt auch den selbstgebackenen Erdbeerkuchen! Noch mehr Orte für Erdbeerfans gibt es hier auf einer Brandenburg-Karte - und noch mehr Ideen für tolle Ausflüge in diesem Newsletter.

Lassen Sie es sich gut gehen - und viel Spaß an der frischen Luft!

Herzliche Grüße
Ihre
Stellvertretende Chefredakteurin
 
PS: Haben Sie Hinweise, Fragen, Anregungen oder Kritik? Gibt es einen Ort, den wir für Sie vorstellen sollen? Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen unter chefredaktion@maz-online.de

Ausflug der Woche: Potsdam vom Wasser aus

Foto: Fabian Lamster
Foto: Fabian Lamster

Um unsere schöne Landeshauptstadt auf erfrischend andere Weise kennenzulernen, genügt schon eine Fahrt mit dem Wassertaxi. Als das erste 2007 über die Havel schipperte, gab es zwar viele Anlegestellen in der Landeshauptstadt, doch genutzt wurden diese kaum. „Potsdam ist eine Stadt am Wasser. Die Wasserstraßen wurden allerdings nicht als solche wahrgenommen. Das wollten wir mit den Wassertaxis ändern“, sagt Jan Lehmann, Geschäftsführer der Weißen Flotte, die die Wassertaxis betreibt.

Inzwischen transportieren diese weit über 40.000 Fahrgäste im Jahr. „Wir haben viele Passagiere, die in Sacrow einen Garten haben oder am Forsthaus Templin etwas trinken wollen“, berichtet Lehmann. Doch durch die Corona-Pandemie nutzen gerade viel weniger als sonst diesen Wasserweg, sodass man den Ausblick in Ruhe genießen kann. Das volle Platzangebot kann Lehmann ohnehin nicht anbieten. Wegen der Abstandsregelung dürfen aktuell nur 60 statt 120 Passagiere mit dem Wassertaxi fahren und müssen dabei in jedem Fall eine Maske tragen.
Am Potsdamer Hafen beginnen und enden die Fahrten. Foto: Fabian Lamster
Am Potsdamer Hafen beginnen und enden die Fahrten. Foto: Fabian Lamster
Elf Stunden täglich sind die gelben Boote zwischen dem Park Glienicke im Norden und dem Strandbad Templin im Süden unterwegs. Eine Tour dauert 110 Minuten und fährt insgesamt 13 Stationen ab, unter anderem den Hauptbahnhof, die Schiffbauergasse, und die wunderschöne Sacrower Heilandskirche. Wir steigen im Park Babelsberg ein. Der Motor rattert, Schloss Babelsberg, die Glienicker Brücke und das Hans-Otto-Theater ziehen vorbei. Sonnenstrahlen lassen das Wasser funkeln, Segelboote gleiten in der Ferne.

Eine Kurzstrecke über zwei Stationen kostet sieben, ein Tagesticket 19 Euro – wesentlich mehr als die Öffentlichen Verkehrsmittel also. Dafür sind die schwimmenden Gefährte mit Steckdosen ausgestattet, damit E-Bikes während der Fahrt aufgeladen werden können. Denn bei Radfahrern sind die Wassertaxis besonders beliebt. Welche Routen sich besonders lohnen, lesen Sie in unserem ausführlichen Ausflugsbericht.
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Radtour der Woche: Naturschutzgebiet Zarth

MAZ-Autor Lars Sittig erkundet Brandenburg vom Sattel aus.
MAZ-Autor Lars Sittig erkundet Brandenburg vom Sattel aus.
Möchten Sie Brandenburgs wildeste Seiten entdecken? Dann sollten Sie in den Sattel steigen und tief in das Naturschutzgebiet Zarth eintauchen, ins urwaldähnliche Reich der Biber und Fischotter. Die Moorlandschaft, im Volksmund auch der Teufelswald genannt, gehört zu einem der urwüchsigsten, ungezähmtesten märkischen Biotope.

Viel Land in Sicht bei der Tour rund um den Zarth ist dann auf dem nur wenige Kilometer entfernten Keilberg, mit Picknick-Rastplatz und einem Panoramablick weit in den Fläming. Anschließend führt die zweistündige Tour über das frühere Truppenübungsgelände bei Jüterbog, auf dem inzwischen die Natur das Kommando übernommen hat. Zum Abschluss wartet eine Lagune zur Abkühlung. Digital Detox inklusive: Das Funkloch ist immer wieder ein treuer Begleiter.
Für eine detaillierte Ansicht klicken Sie bitte auf die Karte
Für eine detaillierte Ansicht klicken Sie bitte auf die Karte
Pause muss sein: Für Genießer warten Hofläden wie in Bardenitz, mit vielen Produkten aus der heimischen Region. In Treuenbrietzen gibt es verschiedenste Einkehrmöglichkeiten.

Zu den Highlights gehören auch Treuenbrietzens historische Innenstadt mit ehrwürdigen, alten Gebäuden, dem Stadtpark und vielen Spuren der Geschichte. Gelöst wird auch das Rätsel, warum die Flämingstadt mit dem Zusatz „Sabinchenstadt“ versehen worden ist. Die Dorfkirche in Pechüle ist der älteste Backsteinbau des Flämings mit einem romanischen Kirchenschiff aus dem 13. Jahrhundert. Dazu kommen unzählige kleine Sehenswürdigkeiten, die auf ihre Entdeckung warten.
Im Video stellt Lars Sittig die Höhepunkte der Tour vor.
Im Video stellt Lars Sittig die Höhepunkte der Tour vor.
Start und Ziel: Der Start- und Endpunkt des Rundkurses – ohne außerorts auf Autostraßen fahren zu müssen, ist der Bahnhof in Treuenbrietzen.

Länge: 30 Kilometer (Fahrtdauer rund zwei Stunden). Die Tour ist auch für ältere Menschen und Kinder geeignet, wenn man sich etwas mehr Zeit nimmt - es gibt auch anspruchsvolle Abschnitte. Wegen einiger Wald- und Feldwege sollte man auf dünne Reifen verzichten – dafür ist das Naturerlebnis umso größer. 
 
Noch mehr Fotos und eine ausführlichere Beschreibung der Route finden Sie hier.

Sie haben einen Vorschlag für eine Radtour, die Lars Sittig machen sollte? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff “Landpartie” an newsletter@maz-online.de
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Brandenburg für Genießer

Foto: Julian Michael Klein
Foto: Julian Michael Klein
Mit Sichtweiten bis zu 13 Metern Tiefe ist der Große Stechlinsee im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land eines der klarsten Gewässer Deutschlands. Theodor Fontane hat ihm nicht nur mit dem Roman „Der Stechlin“ ein Denkmal gesetzt, sondern auch in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, wo er dem See erstmals begegnet: „Da lag er vor uns, der buchtenreiche See, geheimnisvoll, einem Stummen gleich, den es zu sprechen drängt.“

Ein 17 Kilometer langer Uferwanderweg verläuft durch ausgedehnte, schattige Buchenwälder, gibt ständig neue Seeblicke frei und führt in der Nordbucht an der Fischerei vorbei – hier sollten Sie unbedingt für einen stärkenden Imbiss einkehren. Der berühmte Rote Hahn, von dem Fontane schrieb, steht als große Figur am Ufer und in klein auf der Scheune, darunter ein Schild: „Esst mehr Fisch, immer nur Wurst ist doch auch Käse.
Foto: Julian Michael Klein
Foto: Julian Michael Klein
In der Küche steht Regina Paulick, die darauf Wert legt, eine geborene „Böttcher“ zu sein, weil Familie Böttcher die Fischerei samt Restaurant in dritter Generation führt. Sie kennt sich aus mit der hauseigenen Spezialität Maräne, dem Edelfisch, nach dem alle Kunden fragen. Der lachsartige, schmackhafte Fisch braucht „klares, sauberes und tiefes Wasser“, erzählt Paulick, das alles haben sie zu bieten am Stechlin.

Vor guten 15 Jahren hat ein Doktorand über die Maräne im Stechlin geforscht, er fand heraus, dass es die Sorte aus dem See wirklich nur hier gibt, neun bis zwölf Zentimeter lang. Er nannte sie Fontane-Maräne, denn er selbst hieß Schulz – eine „Schulz-Maräne“ hätte es an Glanz vermissen lassen. In der Fischerei der Böttchers kriegt man sie gebacken, geräuchert oder sauer eingelegt nach Matjes-Art, je Portion 10,50 Euro.
Foto: Julian Michael Klein
Foto: Julian Michael Klein
Je nach Fang und Saison gibt es auch Aal, Hecht, Flussbarsch, Schlei, Plötze und Rotfeder, auf Wunsch mit Pommes oder Bratkartoffeln. Im Biergarten mit Blick auf den Stechlinsee kann man hier herrlich Rast halten und den Fischern beim Räuchern zuschauen. Der Imbiss liegt im Fischerweg 3, hundert Meter vor Neuglobsow - laufen Sie von dort einfach immer am Ufer entlang, gegen den Uhrzeigersinn. Geöffnet ist Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Eine ausführliche Reportage über die Uferwanderung am Stechlinsee von meinem Kollegen Lars Grote lesen Sie hier.
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Wohin am Wochenende?

Foto: Matthias Schramm
Foto: Matthias Schramm
Die 93 Ranger von der Naturwacht Brandenburg bieten von Juni an wieder Gruppenführungen durch die 15 Großschutzgebiete der Mark an. Besucherinnen und Besucher können in Rühstädt an der Elbe den Störchen ins Nest schauen (danke für das tolle Foto an die MAZ-Leser Marina und Matthias Schramm!) und die Tiere bei der Aufzucht der Jungen beobachten. In Niederlausitzer Landrücken und Heidelandschaft geht es auf Glühwürmchen-Tour und die Ranger aus dem Nationalpark Unteres Odertal wandern durch die Auenlandschaft. Die Spreewälder Naturwächter bieten Paddelboot-Touren im weit verzweigten Fließlabyrinth des Biosphärenreservats an. Allerdings dürfen sich nur Familienangehörige ein Boot teilen. Die Gruppengröße bleibt bei allen Touren auf 10 Teilnehmer begrenzt, auch eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich.

Sollten Sie wegen der Störche eh schon in der Prignitz sein: Von Rühstädt sind es nur 20 Minuten bis Wittenberge. Einer Stadtführung durch den historischen Kern der Elbestadt kann man sich hier am Sonnabend und Sonntag anschließen. Gästeführerin Marika Weise, alias Ackerbürgerin Mathilde, vermittelt viel Wissenswertes über die alte Warmbadeanstalt, die evangelische Stadtkirche sowie das Theodor-Körner-Haus. Treffpunkt ist jeweils um 11 Uhr an der Touristinformation auf dem Paul-Lincke-Platz 1 in Wittenberge. Anmeldung über die Touristinformation (Telefon 03877 92 91 81).
Foto: MAZ Oberhavel
Foto: MAZ Oberhavel
Der Kamelhof Nassenheide (Am Dorfanger 12, 16775 Löwenberger Land) ist wieder geöffnet. Interessierte werden gebeten, telefonisch oder per Mail einen persönlichen Termin zu vereinbaren: info@kamel-hof.de oder 0177 30 19 530. Streicheln, Fragen stellen, bürsten, führen, reiten - im Angebot der Hofbetreiber findet sich für jeden Tierfan etwas.

Der Ziegeleipark Mildenberg in Zehdenick mit Vorführungen und Ausstellungen rund um das alte Handwerk ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet . Es gibt auch mehrere alte Bahnen, die bis zum ehemaligen Tagebau nach Burgwall führen. https://www.ziegeleipark.de/
 Maximal 30 Menschen dürfen das Belvedere gleichzeitig besichtigen.
Maximal 30 Menschen dürfen das Belvedere gleichzeitig besichtigen.
Wer Lust auf eine Zeitreise durch 400 Jahre preußische Geschichte hat, kann in einem der vielen Museumsschlösser in Potsdam fündig werden. Einige haben schon wieder geöffnet, etwa das Belvedere auf dem Pfingstberg (samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr), die Historische Mühle am Neuen Palais, das Chinesische Haus im Park Sanssouci und das Schloss Schönhausen. Ab dem 9. Juni ziehen auch die Schlösser Sanssouci, Paretz und Königs Wusterhausen nach. In allen Häusern herrscht Maskenpflicht.
Wolfgang Lorenz stellt im Industriemuseum aus. Foto: Heike Schulze
Wolfgang Lorenz stellt im Industriemuseum aus. Foto: Heike Schulze
Die Geschichte des Stahlstandortes Brandenburg an der Havel kann man jetzt hautnah nacherleben. Im Industriemuseum in der August-Sonntag-Straße wird die Schau „Stahl“ des Lehniner Fotografen Wolfgang Lorenz gezeigt. Eine Auswahl seiner Bilder ist auf der Ofenbühne zu sehen – eine Premiere für den neuen Ausstellungsraum, in dem künftig wechselnde Ausstellungen gezeigt werden sollen.
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Tipps aus der Region

Auch Neuruppin hat eine Alhambra
Kaiserliches Postamt ist jetzt ein Café
Das ist an Badestellen im Havelland erlaubt
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Fundstück der Woche

Um zum Instagram-Profil der Villa zu kommen, klicken Sie auf das Bild.
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250 Quadratmeter, sechs Zimmer, Baujahr 1910, direkt am Wusterwitzer See: Das ist die Villa Peng. Die Modejournalistin Alexa von Heyden und ihr Mann, der Gastronom Florian Mickan (wir empfehlen seine Gulaschkanone für die nächste Gartenparty!), haben ihr Traumhaus auf dem Land selbst renoviert, umgestaltet und neu eingerichtet – und dokumentieren den Verschönerungsprozess regelmäßig auf Instagram.
“Ich habe mir vorher vieles nicht zugetraut: Lampen anschließen oder mit einem Fliesenschneider und einer Metallsäge umgehen. Jetzt geht das alles”, sagt von Heyden. Das Ergebnis sieht aus wie aus einem Katalog von “Schöner Wohnen” und bietet jeden Menge Inspiration für alle, die auch vom Landleben im Haus am See träumen. Wie es für die Berlinerin lief, als sie neu nach Wusterwitz kam, können Sie hier nachlesen.
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