Ab den den Scharmützelsee ++ Spargel-Tipps ++ LaGa-Programm

#99・
MAZ Raus aufs Land
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zu Ostern gehört ein Spaziergang, auch am vergangenen Wochenende war das so. Früher habe ich mich davor gefürchtet (ach was, ich habe es abgelehnt, versucht, mich zu drücken, doch als Kind hatte ich nur begrenzte Mittel), heute freue ich mich darauf. Und muss mein eigenes Kind vom Nutzen des Spaziergangs “überzeugen”. Das gelingt natürlich leichter, wenn es Ostereier zu suchen gibt. Dieses Jahr haben wir sie in Bad Saarow versteckt. Nirgends lassen sie sich besser verstecken.
Klar, das ist eine haltlose Behauptung, Bad Saarow ist ein Ort von vielen, und genau genommen haben sich die Eier am letzten Osterfest, im Jahr 2021, auch gut im Garten meiner Schwiegereltern verstecken lassen, die nicht in Bad Saarow wohnen. Oder war es das vorletzte Ostern, weil wir letztes Jahr das Treffen für die Quarantäne opferten? Oder doch das vorvorletzte, weil auch 2020 alles ausfiel? Ich bin mir nicht mehr sicher, weil ich nicht mehr der Chronist in meinem eigenen Leben bin. Um nun wieder tritt zu fassen in dem Rest von dem, was ich mein Leben nannte, ist Bad Saarow wohl der denkbar beste Ort.
Bad Saarow ist ein Kurort, das ist nicht schlecht in der Verfassung, die ich in meinem Falle konstatieren muss, wenn ich den eigenen Puls fühle, der ziemlich matt schlägt. Ein Kurort ist nicht übermäßig groß, nicht übermäßig aufregend, die Luft ist gut, die Leute leise, das Essen teuer, aber vitaminreich (ich habe Spargel bestellt), das half mir auf die Beine. Und meiner Tochter machte es halt Beine, dass wir ab und zu hinter die Büsche ein paar bunte Eier legten. Doch da lag auch eine kleine Packung Playmobil, weil man im Jahr 2022 auch die freundlichsten, bescheidensten und dankbarsten Kinder nicht allein mit Ostereiern glücklich macht.
Ostern ist das Fest der Auferstehung, ich kann das bestätigen. Nach gut zwei Jahren war ich in Bad Saarow erstmals wieder ohne Maske in ein Bäckereigeschäft gegangen, es hat sich angefühlt, als würde ich gleich abgeführt, weil ich etwas Kriminelles, Staatszersetzendes tue. Doch es kam keine Spezialeinheit mit schweren Waffen, sondern eine Verkäuferin, die mich angelächelt hat. Auch sie war ohne Maske. Beide waren wir so ungeschützt, es wirkte nach all der Vermummung in den letzten beiden Jahren fast intim. Meine Tochter trat dazwischen, sie hat das Äußerste verhindert. Und hat dann ausgehandelt, glückstrunken und sanft, wie ich war, dass zu den Waffeln und den Erdbeeren noch Eis und Sahne für sie kommen.
Ohne Maske einzukaufen ist gefährlich, weil bei guter Laune das Geld locker sitzt. Ist diese Überlegung richtig, dass man investiert, wenn die Stimmung steigt? Oder gilt, dass man frustriert hinter der Maske eher bereit ist, sich Glücksversprechen in den Korb zu legen, und seien sie am Ende noch so teuer?
Lassen sie uns nicht zu wirtschaftlich werden, fest steht: Die Waffel schmeckte gut, Eis und Sahne auch, das halte ich Bad Saarow zugute. Auch der Familienfrieden hat gehalten. Darum empfehle ich die Tour hier nachdrücklich, auch wenn der Ort im Newsletter bereits gepriesen wurde. Doch das war in Zeiten, als wir alle pausenlos die Maske trugen. Wir wollen hier nicht allzu früh Entwarnung geben oder Masken in den Abfall werfen – doch mit offenem Visier, mit dem befreiten Lächeln einer Bäckerin scheint auch Bad Saarow wieder wachgeküsst.
Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen!
Herzliche Grüße,
Ihr Lars Grote
MAZ-Autor
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Ausflug der Woche: Ab an den Scharmützelsee

Unser Ausflug der Woche führt an den Scharmützelsee. Foto: Imagebroker/Imago
Unser Ausflug der Woche führt an den Scharmützelsee. Foto: Imagebroker/Imago
Wir wollen nach Bad Saarow, das im Landkreis Oder-Spree liegt. Bekannt ist der Ort für seine Thermalquelle und den mineralreichen Schlamm, der schon am Anfang der Geschichte des Ortes um 1900 zur Kurierung von Hautkrankheiten diente. Seit 1923 trägt Saarow den amtlichen Titel „Bad“. 1998 wurde ein neues Thermalbad eröffnet. Mit heute rund 6000 Einwohnern ist Bad Saarow die größte Gemeinde am Scharmützelsee, dem beliebtesten deutschen Badesee.
Unser Rundweg ist gute 7,7 Kilometer lang, zu Fuß benötigen wir knappe zwei Stunden. Startpunkt ist die Bushaltestelle “Alte Eichen” in Bad Saarow, dort hält die Linie 431. In Richtung Norden folgen wir der Silberberger Straße, biegen bald links in die Straße “Am Weinberg”, die wir am nächsten Abzweig rechts verlassen, bis wir bei nächster Gelegenheit abermals rechts abbiegen, immer noch heißt dieser Weg “Am Weinberg”. Wir überqueren die Silberberger Straße und stoßen auf die Platanenstraße, deren scharfer Linkskurve wir folgen.
Der Platanenstraße bleiben wir bis zur nächsten Kreuzung treu, hier biegen wir rechts ab in die Uferstraße und nehmen den Uferweg, sobald das Ufer des Scharmützelsees erreicht ist. Den Uferweg verlassen wir zeitweilig, um rechts den kleinen Fontanepark zu entdecken, der sich in den See schmiegt und uns schnell zurückführt zum Uferweg.
Per Klick auf die Karte geht es direkt zur Tour bei Komoot.
Per Klick auf die Karte geht es direkt zur Tour bei Komoot.
Wir folgen dem Ufer und erreichen den Hafen mit der Freilichtbühne, nur wenig später kommen wir vorbei am edlen Esplanade-Hotel, erreichen dann den Aussichtspunkt auf einem Steg, der hinaus auf den See führt. Bald öffnet sich vor uns der Kurpark, ihn durchqueren wir diagonal nach links, laufen rechts am großen Bau der Therme vorbei und biegen links in den Weg “Am Kurpark” ein.
Nach rechts nehmen wir den Abzweig in die Seestraße, biegen links ab auf den Bahnhofsplatz, das repräsentative, heute unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude ist ein Werk des Berliner Architekten Emil Kopp.
Wir kehren zurück auf die Seestraße, laufen sie nun Richtung Ausgangspunkt der Wanderung, biegen nicht nach links in den Kurpark, sondern immer geradeaus, und sehen, kurz nach dem Kurpark, den schönen Wasserturm von Bad Saarow, der einem Leuchtturm ähnelt.
Immer geradeaus also, stets die Seestraße entlang, bis zur Schwanenwiese. Hier biegen wir links ab und und nehmen am Ufer den uns gut bekannten Uferweg nach rechts, der uns zurück zum Startpunkt der Route führt, auch wenn wir dieses Mal den Weinberg rechts liegen lassen können und direkt, streng am Ufer entlang, zur Haltestelle “Alte Eichen” wandern.
Tipp: Mit unserer Routen-Beschreibung haben Sie alles, was Sie für diese Wanderung benötigen. Wer weitere Details sucht, findet sie unter www.komoot.de
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Brandenburg für Genießer

Es ist wieder Spargelzeit! Foto: Müller-Stauffenberg/Imago
Es ist wieder Spargelzeit! Foto: Müller-Stauffenberg/Imago
Doch, doch, es ist Spargelzeit, bitte keine Ausreden. Selbst jene, die das “Stangengemüse”, wie man den Spargel gerne nennt, mit spitzen Fingern anfassen, sollten in dieser Saison zumindest einmal zugreifen, denn richtig zubereitet ist er eine Köstlichkeit. Hier erklären wir Ihnen die Grundlagen der Spargelkunde. Denn Spargelkochen will gelernt sein.
Wie viel Spargel brauche ich?
Hier kommt es natürlich darauf an, ob der Spargel als Hauptgericht oder als Beilage serviert werden soll. Als Hauptgericht sollte mit circa 500 Gramm pro Person gerechnet werden. Als Beilage reicht etwa die halbe Menge. Für den besten Geschmack sollte man Spargel also immer direkt nach dem Kauf, idealerweise erntefrisch, zubereiten.
Wie schält man Spargel richtig?
Bevor die Stangen ins Kochwasser kommen, sollte der Spargel gewaschen und geschält werden. Hier lohnt es sich, zu einem dünnen Spargelschäler zu greifen, damit möglichst wenig von dem genießbaren Teil abgeschält wird. Die Schale des weißen Spargels schmeckt leicht bitter, grüner Spargel muss in der Regel nicht geschält werden.
Nehmen Sie die Stangen einzeln in die Hand und halten Sie den Spargel unterhalb des Kopfes fest. Wichtig: Spargel immer von oben nach unten schälen! Auch auf Gleichmäßigkeit kommt es an, damit der Spargel später gleichmäßig gart. Der Spar- oder Spargelschäler sollte nur mit sanftem Druck benutzt werden. Das holzige untere Ende des Spargels wird in circa ein bis zwei Zentimetern abgeschnitten.
Tipp: Heben Sie die abgeschälten Spargelreste auf; aus diesen lässt sich zum Beispiel Suppe zubereiten.
Worin kocht Spargel am besten?
Beim Kochen kommt es auch auf die richtige Größe des Topfes an. Er sollte breit genug sein, damit die Stangen liegend darin kochen können. In Spargeltöpfen lassen sich die Stangen dagegen aufrecht stehend kochen. So gart das Gemüse und besonders die empfindlichen Spargelköpfe werden geschont. Ein weiterer Vorteil: Im Spargeltopf kann eine große Menge an Spargel zubereitet werden. Auch anderes Gemüse, wie beispielsweise Brokkoli, Blumenkohl oder Paprika, lässt sich darin schonend garen.
Wie viel Wasser kommt in den Spargeltopf?
In den Spargeltopf kommt nur so viel Wasser, dass die Stangen bedeckt sind. Das obere Drittel des Spargels sollte aus dem Wasser herausgucken. Dieser Teil samt der zarten Spargelköpfe gart durch den entstehenden Wasserdampf.
Was kommt ins Spargelwasser?
Am besten gibt man Salz (½ Teelöffel pro Liter Wasser), etwas Zucker sowie einen Spritzer Zitronensaft zum Wasser. Letzteres hat eher optische Gründe: Durch die Zitronensäure wird der Spargel aufgehellt und seine weiße Farbe tritt deutlicher hervor.
Tipp 1: Ein Teelöffel Butter im Kochwasser lässt den Spargel noch vollmundiger schmecken.
Tipp 2: Kocht man den Spargel in einem Sud aus der Schale und den abgeschnittenen Enden, intensiviert das den Geschmack. Dafür gibt man die Schalen auf etwa zwei Liter Wasser und fügt Salz, Zucker und etwas Zitronensaft hinzu. Den Sud zehn Minuten ziehen lassen und danach durch ein Sieb abgießen.
Aus Schalen und Abschnitten können Sie einen Spargel-Sud kochen. Foto: YAY Images/Imago
Aus Schalen und Abschnitten können Sie einen Spargel-Sud kochen. Foto: YAY Images/Imago
Warum kommt Zucker ins Spargelwasser?
Spargel neigt zu einem bitteren Beigeschmack. Wie viele Bitterstoffe eine Spargelstange enthält, variiert allerdings. Um der Bitterkeit entgegenzuwirken, sollte man immer eine Prise Zucker in das Spargelwasser geben. Das gilt besonders für grünen Spargel, da dieser bitterer schmeckt als weißer Spargel.
Wie lange muss weißer Spargel kochen?
Der Spargel wird in kochendes Wasser gegeben. Nachdem das Wasser noch einmal aufgekocht hat, wird die Hitze reduziert, damit der Spargel bei schwacher Hitze ziehen kann.
Die Garzeit des Spargels variiert je nach Dicke der Stangen. In der Regel beträgt die Garzeit bei weißem Spargel um die zwölf bis 15 Minuten. Bei dicken Stangen können es aber auch schon mal um die 20 Minuten sein. Grüner Spargel benötigt etwa zehn, maximal 15 Minuten.
Wie merkt man, dass der Spargel fertig ist?
Um zu prüfen, ob der Spargel gar und somit bereit für den Verzehr ist, sticht man mit einer Gabel oder einem Messer in das Ende einer Spargelstange. Ist diese weich und leistet dabei noch etwas Widerstand, ist der Spargel gar. Sie können aber auch eine Stange mithilfe einer Gabel aus dem Topf fischen. Je stärker sich die Spargelstange auf der Gabel biegt, desto weicher ist sie.
Tipp: Mit einer Spargelzange lassen sich die weichen Stangen einfacher aus dem Topf fischen. (Zusammengestellt von Lisa Marie Simmack)
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Raus in den Garten

Wer verblühte Narzissen samt Blattgrün zu früh abschneidet, riskiert, dass sie im Jahr drauf nicht blühen. Foto: Martin Gerten/dpa
Wer verblühte Narzissen samt Blattgrün zu früh abschneidet, riskiert, dass sie im Jahr drauf nicht blühen. Foto: Martin Gerten/dpa
Wenn Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und Schneeglöckchen verblüht sind, ist Geduld gefragt. Selbst wenn die Blätter der Frühjahrsblüher nicht mehr so schön aussehen, sollten sie im Garten stehen bleiben. Nur welke Blüten können entfernt werden. Denn die Zwiebel- oder Knollenblumen bereiten sich nach der Blüte für die die nächste Saison vor. Sie tanken in diesen Wochen Energie und lagern neue Speicherstoffe in ihren Zwiebeln und Knollen ein. Können die Pflanzen sich nicht mit ausreichend Vorrat eindecken, zeigen sie im nächsten Jahr keine oder nur mickrige Blüten.
Wer seinen Pflanzen in dieser Zeit etwas Gutes tun möchte, versorgt verwildernde Arten wie Narzissen, Krokusse, Scilla, Traubenhyazinthen und Winterlinge nach der Blüte mit etwas Dünger. Das regt die Entwicklung neuer Knospen an. Ansonsten wartet man einfach ab, bis das Laub vollständig abgetrocknet ist. Ab etwa Juni ist das der Fall. Man spricht dann davon, dass die Pflanzen sich in den Boden zurückziehen.
Man kann die Zwiebeln und Knollen in der Erde lassen und aufs nächste Jahr warten. Oder man gräbt sie aus und lagert sie in einem Karton an einem trockenen und kühlen Standort bis zum Herbst ein. Dann kommen sie wieder in den Boden. Ähnlich geht man mit Frühblühern im Topf vor: Man setzt sie im Frühling in den Gartenboden und lässt sie dort erst mal in Ruhe.
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